Wasserfasten: Wie gesund ist das für den Körper?

Wasserfasten gilt als Urform des Fastens und lässt die Pfunde in Kürze kräftig purzeln – doch wie gesund ist es, tagelang nur Wasser zu sich zu nehmen?

Wie funktioniert Wasser-Fasten?

Das Prinzip des Wasser-Fastens ist simpel: Wie der Name schon verrät, wird über einen bestimmten Zeitraum nur Wasser getrunken – und davon mindestens drei Liter am Tag! Eine Fastenkur sollte nicht länger als fünf Tage dauern, Fastenerfahrene dürfen bis zu zwei Wochen fasten. Ganz wichtig: Wie bei jeder Fasten-Kur gilt es auch hier, vorher mit einem Arzt zu sprechen und abzuklären, ob die körperliche Verfassung es zulässt, zu fasten.

Der Ablauf einer Wasser-Fasten-Kur

  • Das Wasser-Fasten wird mit den sogenannten Entlastungstagen eingeläutet. Das heißt drei Tage stehen nur noch Lebensmittel auf dem Speiseplan, welche die Verdauung entlasten: Obst, Gemüse und Reis.
  • Den ersten Tag der Fastenkur beginnen wir mit einer kompletten Darmentleerung – wie das genau funktioniert, verraten wir in unserem 12-Tage-Heilfasten-Programm.
  • Über die Fastentage werden mindestens drei Liter Wasser am Tag getrunken – das kann stilles Wasser oder Leitungswasser sein, am besten lauwarm. Vermieden werden sollte kohlensäurehaltiges Mineralwasser oder Heilwasser!
  • Mit den Aufbautagen wird der Darm wieder an feste Nahrung gewöhnt. Das Fastenbrechen gilt als wichtigster Bestandteil einer ganzen Fastenkur: Der Darm wird wieder an Nahrung gewöhnt und der Grundstein für eine neue Ernährungsweise oder Ernährungsumstellung kann gelegt werden.
  • Wie bei jeder Fastenkur ist auch das Begleitprogramm sehr wichtig: viel frische Luft, entspannende Sporteinheiten, wie Yoga oder Pilates sind ideal und unterstützen den Körper dabei, Schadstoffe auszuspülen und den Stoffwechsel anzuregen.

Ist es gesund, tagelang nur Wasser zu sich zu nehmen?

Körperliche Schäden tragen wir von einer Fastenkur keine. Begleiterscheinungen wie das Ausbleiben der Regel, Müdigkeit oder Kopfschmerzen können auftreten, sind jedoch bekannt und können Teil der "Entgiftungskrise" sein - auf die (vielen Erfahrungsberichten nach) ein geistiger Höhenflug oder regelrechte Energieschübe folgen. Für Fastenerstlinge können Kuren wie das Basenfasten oder Buchinger Fasten einfacher sein, da hier nicht nur Wasser getrunken wird.

Viele Experten behaupten, dass der Darm überhaupt gar keine Reinigung oder Kuren wie Entschlacken braucht. Wissenschaftlich ist es noch nicht gänzlich erforscht, dass es im Körper tatsächlich zu sogenannten "Schlacken" kommt und wir nicht in der Lage sind, permament alle Schadstoffe auszuspülen. Vergessen wir jedoch nicht, dass Fasten seinen Ursprung in vielen Religionen hat und dort vor allem die Reinigung unseres Geistes im Vordergrund steht - und der ist doch mindestens genauso wichtig wie der Darm.

Du fängst gerade erst an, dich mit dem Thema Fasten zu beschäftigen? Dann entdecke unsere Tipps zum richtig fasten!

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