"Mein Lieblingssport: Das macht mich glücklich!"

Sie treiben beim Klettern den Körper an die Grenzen, suchen beim Mountainbiken nach dem Glücksrausch oder stimmen beim Yoga den Geist gnädig - acht BRIGITTE-Frauen und ein Mann erzählen, warum ihr Lieblingssport sie glücklich macht.

Sie haben keine Lust, als Karteileiche im Fitnessstudio zu enden? Suchen Sie sich einen Sport, der Ihnen richtig Spaß macht - bei Ihrem Lieblingssport bleiben Sie garantiert dran. Wir haben uns bei den Kollegen umgehört, für welche Sportart sie brennen und waren überrascht von der Begeisterung, die uns entgegenschlug.

Video 1: Anspannen der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur

Yoga: "Der Sonnengruß stimmt Körper und Geist gnädig"

"Bist du irre, es ist mitten in der Nacht, muss das sein?", muckt mein Hirn, als der Wecker um 5.45 Uhr klingelt. Ich will liegen bleiben und nicht durch den dunklen, kalten Morgen radeln. Doch ich weiß, kaum auf der Matte, nach einigen Wiederholungen des Sonnengrußes, sind Körper und Geist gnädig gestimmt: von morgendlicher Müdigkeit und Steifheit ist nichts mehr zu spüren. Die Bewegungen werden kräftiger und schweißtreibender - und mit jeder Runde geschmeidiger. Glücklich, voller Energie und mit klarem Kopf verlasse ich das Yogastudio - und es ist grad' mal acht. Ausschlafen? Absolut überbewertet.

Nicole Reese, 38, Yogalehrerin und freie Mitarbeiterin Ressort "Gesundheit, Fitness, Diät"

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Schwimmen: "An guten Tagen kann ich das Wasser förmlich anfassen"

"An den schlechten Tagen ist das Wasser einfach gegen mich. Meine Armzüge gehen scheinbar ins Leere, es spritzt, ich arbeite mich Meter für Meter mühsam voran. Zum Glück gibt es auch die guten Tage. Dann kann ich das Wasser förmlich anfassen - ich gleite so leicht durchs Becken, dass ich mich sogar beim Bahnenzählen verrechne und erst beim Rausklettern merke, wie bleischwer meine Arme geworden sind. Aber egal ob guter oder schlechter Tag, so schön wie nach vierzig Minuten Kraulen im kalten Wasser ist eine heiße Dusche niemals sonst."

Swantje, 29, Online-Redakteurin Ressort Zeitgeschehen

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Tanzen: "Beim Sport noch nie so viel gelacht"

"Tanzen ist spießig? Von wegen! Noch nie habe ich mich bei einer Sportart geistig und körperlich so angestrengt und gleichzeitig so viel gelacht wie beim Tanzen. Die Müdigkeit nach einem langen Tag im Büro ist wie weggeblasen, sobald ich mich voll konzentriere auf komplizierte Schrittfolgen, Körperhaltung und das sich Führen lassen bei Wiener Walzer, Slowfox oder Rumba. Und auf den Mann im Arm natürlich, der für den Spaßfaktor nicht unwesentlich ist. Absolute Highlights sind Tanzabende bis Mitternacht. Danach brennen meine Fußsohlen, mein strapazierte Körper freut sich auf die Dusche und ich tanze mit einem beseelten "thank you for the music" (Abba!) im Ohr in den Traum.

Andrea Winter, 39, Leitung Online-Sites

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Joggen: "Nichts hält mich auf!"

"Okay, ich bin schon über Baumstümpfe gestolpert, in Wurzeln eingefädelt, umgeknickt, lang hingeschlagen und hab geblutet wie ein Schwein – und doch: Nichts hält mich auf. Ob's regnet oder schneit, ob halb sieben morgens oder 21 Uhr, ich muss raus, dreimal die Woche. Warum? Für das Gefühl danach – Stress und trübe Gedanken sind wie ausgeschwitzt, Zufriedenheit ist eingekehrt, ich bin ganz bei mir, keiner kann mir was."

Susanne Gerlach, 56, Redakteurin Ressort "Gesundheit, Fitness, Diät"

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Reiten: "Reiter sind bodenständige Menschen"

"Ich habe mit Pferden zu tun, seit ich sechs Jahre alt bin, also fast mein ganzes Leben. Erst habe ich voltigiert, dann angefangen zu reiten. Und das tue ich heute noch, meistens Dressur. Als Kind macht es einen unerschrocken und pflichtbewusst. Als Erwachsener trainiert es den kompletten Körper, vor allem tiefliegende Muskeln. An so was wie Beckenbodengymnastik braucht man gar nicht mehr zu denken, und die Bauch- und Rückenmuskulatur steht auch wie eine Eins. Und glücklich macht es natürlich sowieso: weil man es mit einem anderen Lebewesen zu tun hat, Reiter bodenständige Menschen sind und man viel draußen an der frischen Luft ist."

Nikola Haaks, 38, Redaktionsleiterin Brigitte-Balance

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Tennis: "Es gibt Matchbälle, die verursachen ein Adrenalingänsehautkribbeln"

"Ich hab's schon gespielt, da hatte von Boris Becker noch niemand was gehört. Von mir allerdings auch nicht. Tennis ist spannend, die Technik anspruchsvoll, man braucht Ballgefühl, Kondition und eine schnelle Reaktion. Ich liebe es, die Bälle mit hoher Geschwindigkeit zu schlagen und mich richtig abzureagieren. Nicht so sehr mag ich Gegner, die nur rennen, jeden Ball zurückeiern und auf meine Fehler warten. Wenn ich so jemanden beim Matchball ins Leere laufen lasse und den Ball zum Sieg in die andere Ecke donner, dann gibt's ein unglaubliches Adrenalingänsehautkribbeln. Anstrengung und Nervenanspannung lösen sich in reines Glück auf. Klappt nicht immer, macht aber süchtig."

Jan Gritz, 46, Redakteur Ressort "Zu Hause & Unterwegs" (Weekend)

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Step-Aerobic: "Nach einem fehlerfreien Double-V-Step-Turn ist alles drin"

"Raus aus dem Büro, rauf auf den Step. Eine Stunde Treppen steigen? Nix da! Die Choreografien beim Step-Aerobic sind tänzerisch, Mambo-Cha-Cha, Kickball Change und Box around fordern meine volle Konzentration. Statt ans letzte Meeting und schlecht gelaunte Kollegen denke ich nur noch an Springen, Drehen, die nächste Schrittfolge. 'Wollt ihr noch eine Runde?', ruft die Trainerin und dreht die Musik ein bisschen lauter. Wie ausgepowert ich bin, merke ich oft erst beim Cooldown. Erschöpft - aber frei im Kopf. Und wer sogar den Double-V-Step-Turn fehlerfrei hinkriegt, braucht nicht zu warten, bis sich der süße Typ von neulich wieder meldet - ich rufe einfach selber an."

Angelika Unger, 31, Online-Redakteurin Ressort Gesundheit, Fitness, Diät

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Klettern: "Alle Gedanken konzentrieren sich auf den nächsten Griff"

"Den Körper an die Wand gedrückt vergisst du alles andere um dich herum. Weggewischt ist der Tag im Büro und der Streit mit dem Freund. Alle Gedanken konzentrieren sich auf den nächsten Griff. Die Mischung aus Kraft, Körperbeherrschung, Konzentration und das Gefühl, den Körper an seine Grenzen zu treiben, machen diesen Sport so besonders. Erreiche ich den nächsten Griff, oder rutsche ich ab und falle? Ich verlagere mein Gewicht, schiebe mich noch ein Stück weiter nach oben und suche den Halt in der Wand. Wenn ich falle, steht unten meine Partnerin, die mich sicher hält."

Sandra Janssen, 23, Medienkauffrau

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Mountainbiken: "Der Glücksrausch ist jede Qual wert"

"Der Anstieg zieht sich. Der Atem geht schwer, Schweißperlen tropfen von der Stirn. Die Mittagssonne kennt keine Gnade. Hinter jeder Serpentine geht es weiter nach oben. Warum tue ich mir das an? Immer wieder? Am Gipfel erfasst mich diese Mischung aus totaler Müdigkeit und unglaublicher Euphorie. Ein Glücksrausch, der jede Qual wert ist. Wann geht's auf den nächsten Berg?"

Monika, 37, Online-Redakteurin Ressort Gesundheit, Fitness, Diät

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Fotos: Theresa Rundel, iStockphoto.com
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