Body Combat: Fit für den nächsten Action-Film

Schon mal in einem Actionfilm mitgespielt? Wer wissen möchte, wie sich Kampfszenen anfühlen und dabei noch seinen Körper formen möchte, ist beim Body Combat genau richtig.

Body Combat

Kursname: Body Combat Kursdauer: 40 oder 60 Minuten Angeboten von: 307 Studios in Deutschland. Darunter seit Januar 2009 alle Studios bundesweit von "Fitness First" (ehemals "Fitness Company"). Außerdem auch in Studios von "Health City", "InJoy", "Holmes Place", "kingdom of sports" Das bringt's: Kondition *** Beweglichkeit ** Muskelstraffung ** Koordination *** Geeignet für: Einsteiger und Fortgeschrittene, die nach Feierabend Frust ablassen und Spaß in der Gruppe haben wollen Aufpassen bei: akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen Darum geht's: Kampfsportorientiertes Fitnessprogramm mit Elementen aus Karate, Taek-Won-Do und Boxen. Leichte Choreographie in zügigem Tempo

Sport-Warnzeichen: Frau beim Joggen

So war's: Es ist Mittwochabend und eigentlich bin ich auch ohne Sport schon ziemlich geschafft. Noch etwas schlaff stehe ich auf dem polierten Parkettboden des Fitnessstudios. Auf mich wartet der Les-Mills-Kurs "Body Combat". Das Les-Mills-Konzept besteht aus verschiedenen vorchoreographierten Kusen, die sich alle drei Monate ändern. Instructor Markus Müller kommt gut gelaunt in schwarzem Achselshirt und weißer Trainingshose in den großen Raum. Er dreht die Musik auf.

Der energiegeladen Sound macht jeden Gedanken an Müdigkeit zunichte. "Are you ready to fight?", ruft Markus. Ich muss lächeln. Immerhin kommen so schon mal meine Mundwinkel in Bewegung. Ehe ich mich versehe, stehe ich inmitten einer kampfbereiten Truppe. Markus führt die Choreographie vor. Wir gehen im Dreieck. Mal ist der rechte Fuß vorne, dann gibt's den Faustschlag mit links, mal ist es umgekehrt. Im Hintergrund läuft James-Bond-Filmmusik. Ich komme mir wie in einem Actionfilm vor. Der Regisseur: Markus. Die Handlung: Schreibtischtäter bekämpfen Alltagsfrust mit Fäusten und Fußtritten und verändern ganz nebenbei ihre Körperstruktur.

Eine packende Geschichte, die allerdings in einem rasanten Tempo erzählt wird. "Wer nicht mitkommt, lässt die Arme einfach weg", sagt Markus. Aber genau die machen doch so Spaß! Mit geballten Fäusten vorm Gesicht wird erstmal ordentlich ausgeteilt. Die Rechte schnellt durch die Luft, mit der Linken gibt’s einen Kinnhaken. Zu Schaden kommt natürlich keiner. Außer der blöden Kuh, die sich an der Kassenschlange, ohne zu fragen, vorgedrängelt hat, obwohl ich es auch eilig hatte. Oder der Typ, der mich vorhin mit seinem BMW bei Grün fast umgefahren hätte. Hah! Da, nehmt dies! Mittlerweile bin ich richtig in Fahrt.

Trainer Markus Müller schlägt zu

Doch dann hält Marcus plötzlich inne und sagt: "Jetzt entscheidet sich alles: Mietzekätzchen oder Tiger." Jemand aus dem Kurs miaut. Gelächter. Und dann wieder Konzentration. Wir spannen unsere angewinkelten Finger noch mehr an und kratzen dem imaginären Feind im Kung-Fu-Style quer durchs Gesicht. Schnell noch ein paar Tritte hinterher. Mit dem linken Bein abspringen, rechts in der Luft vorkicken. Wenn der nicht gesessen hat!

Die Gruppe teilt sich kurz vor Schluss in zwei Reihen. Statt des Spiegelbildes haben wir jetzt ein richtiges Gegenüber. Aber auch das bleibt verschont. Mit acht Schritten im Takt der Musik gehen wir aufeinander zu, boxen, ohne uns zu berühren, in Magenhöhe aufeinander ein und gehen rückwärts zurück. Zum Schluss noch eine Runde laufen, bevor die Matten zum Bauchmuskeltraining rausgeholt werden. Füße in die Luft, Oberkörper anheben. Das ein paar Mal hintereinander. Die Stunde ist längst rum, es reicht nur noch für ein klitzekleines Stretching der Arme und Beine.

Der Film ist vorbei, aller Dampf ist abgelassen. Das Gefühl einer überlegenen Actionheldin mit Hang zum Tiger-sein bleibt.

Fazit: Wer sich für eine Mischung aus Martial Arts (gemischte Kampfkünste) und Aerobic interessiert, ist hier richtig. Das Training ist ideal, um Stress oder Frust abzubauen, und macht richtig Spaß. Am Ende verlässt man gut gelaunt und ausgepowert das Studio.

Info Les-Mills-Konzept: Das Konzept stammt aus Neuseeland und verbreitet sich seit einigen Jahren zunehmend in Deutschland. Les Mills ist ein ehemaliger Athlet. Zusammen mit seiner Frau gründete er 1968 ein nach ihm benanntes Fitnessstudio in Auckland. Mittlerweile ist "Les Mills" ein weltweit operierendes Unternehmen, das die Lizenz für vorchoreographierte Gruppenfitnesskurse an Fitnessstudios verkauft. Der Clou: Die Choreographie der einzelnen Kurse ist überall gleich. Alle drei Monate wird sie erneuert. Vorteil: Wer viel unterwegs ist, findet in jeder größeren Stadt "seinen" Kurs wieder.

Welche weiteren Kurse gibt es von Les Mills? Bodyattack: Herz-Kreislauf-Fitness und Kraftübungen für Ober- und Unterkörper Bodybalance: Yoga-, Tai Chi- and Pilates-Workout Bodyjam: Cardiofitnesstraining mit hippen Tanzbewegungen zu den neuesten Hits Bodypump: Toning- und Konditionskurs bei dem für das Ausdauer- und Krafttraining Gewichte eingesetzt werden LMI Step: gezieltes Unterkörpertraining mit einem verstellbaren Step. Verbessert die Cardiofitness und Koordination sowie Ganzkörper-Straffung Bodyvive: Low-Impact-Kurs für Einsteiger RPM: steht für "raw power in motion" und ist ein 50-minütiger Cycling-Kurs

Text: Corinna Lücke Fotos: Getty Images, Bianka Echtermeyer, Corinna Lücke

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