Falträder - die kommen optisch und technisch groß raus

Haben Sie schon mal auf einem der modernen Falträder Platz genommen? BRIGITTE-Redakteurin Susanne Gerlach hat eins getestet.

Man sieht sie immer noch auf den Straßen, und sie werden auf Flohmärkten hoch gehandelt: Klappräder aus alten Tagen. Doch selbst wenn sie noch so praktisch und platzsparend waren, ich konnte mich damit nie anfreunden. So etwas fahren nur Schönwetter-Radler und Leute, die sich auf ein ausgewachsenes Rad nicht trauen - meine Meinung. Aber es hat sich viel getan. Längst gibt es neue Modelle, jetzt heißen sie Falträder, die sehen mehr oder weniger schick aus, sind mehr oder weniger teuer und mit mehr oder weniger technischen Raffinessen ausgestattet. Und sind vor allem leicht.

Ich teste ein Faltrad von Dahon. Dr. David Hon, Luft- und Raumfahrt-Physiker in den USA, hatte schon Ende der 70er Jahre seine ersten Falträder entwickelt, quittierte dann seinen Job, nahm Geld in die Hand und gründete ein Fertigungswerk. Seither sind hunderttausende seiner Falträder vom Band gerollt.

Mein Testrad hört auf den Namen "Vybe C7A". Das Modell gab es schon, es wurde aber noch mal technisch verbessert. Zum Beispiel laufen Brems- und Schaltzug nicht mehr außen am Rahmen entlang, sondern innen. Ich habe keine Erfahrung mit dem Entfalten solcher Räder, aber das erklärt sich ja vielleicht von selbst. Also frisch ans Werk! Doch ohne Anleitung klappt es nicht. Ein kleiner Film auf YouTube zeigt, wie es geht, und dann ist es tatsächlich ganz einfach, dank Schnellspannhebeln. 15 Sekunden soll das Auseinanderfalten dauern, lese ich auf der Dahon-Website - daran muss ich wohl noch arbeiten.

Dann geht's zur Testfahrt. Ich schiebe das Rad durch die Redaktionsräume in Richtung Ausgang - und ernte neidische Blicke. Der schwarze Rahmen und die türkisfarbenen Streifen sehen cool aus. Draußen noch schnell die Sattelhöhe angepasst und los geht's. Eine 7-Gang-Kettenschaltung bringt mich voran, und ich nehme sogleich einen kleine Steigung hinter dem Verlagshaus in Angriff. Kein Problem. Was mir auch gut gefällt: Die 20-Zoll-Reifen haben eine vernünftige Größe. Das wirkt stabil und sieht nicht so bonsai-mäßig aus. Was mir wichtig ist: Ich habe beim Lenken ein sicheres Gefühl, der Lenker wackelt nicht unkontrolliert hin und her. Das liegt an der "Fusion-Technologie", die Rahmen, Gabel und Lenkergriff zu einer stabilen Einheit macht. Zurück in der Redaktion - klick, klack und das Rad ist wieder klein. Die 15 Sekunden schaffe ich zwar auch diesmal nicht, weil es beim Pedaleinklappen etwas hakt - aber schön war es doch!

Was kostet das Vybe C7A?

  • 499 Euro
  • Gewicht. 11,5 kg
  • Material: Aluminium
  • Farbe: Schwarz, Dunkelblau
  • Gänge: 7
  • Ausstattung: Nabendynamo, Beleuchtung, Gepäckträger, Schutzbleche
  • Größe, gefaltet: BxTxH: 80x30x66 cm

Wofür geeignet?

Ideal für Stadtfahrten, aber auch für längere Ausfahrten. Guter Begleiter im Kofferraum oder an Bord von Yachten und Wohnmobilen. Lässt sich außerdem in der Wohnung verstauen, wenn ein Fahrradkeller fehlt.

Susanne Gerlach

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