Startrainer David Kirsch: "Fordere dich heraus!"

Der Personaltrainer David Kirsch hat Filmstars wie Liv Tyler und Rachel Weisz trainiert und Heidi Klum nach ihrer Schwangerschaft fit für den Laufsteg gemacht. Jetzt können auch wir nach seinen Methoden schwitzen: beim Cybertraining in den "McFit-Studios". Der New Yorker erzählt, worauf es beim Training ankommt.

Startrainer David Kirsch hat für die "McFit-Studios" ein neues Trainingsprogramm entwickelt

Wie muss ich trainieren, wenn ich meine Figur in Form bringen will?

Ich empfehle meinen "New York Body Plan" für Frauen, einen Cybertraining-Kurs, den ich für "McFit" entwickelt habe. Er besteht aus einer Serie von Übungen, die jeden Körper formt. Man braucht dafür keine Geräte, nur etwas Gewicht in den Händen. Absolviert wird eine Kombination aus Sumo Lunges, Single Leg Dead Lifts und Plié Toe Squats, Burpees und Planks, Mountain Climbers und Schattenboxen, Jumping Jacks – all das kombiniert in einem Zirkel und ohne viele Pausen. Das Ganzkörper-Workout dauert etwa 25 Minuten.

Was ist eigentlich besser für die Figur: Joggen oder Muskelaufbau?

Weder noch! Jogging formt den Körper nicht, und auch Krafttraining allein ist nicht effektiv. Am besten kombiniert man ein Krafttraining mit kleinen Gewichten (ein bis maximal fünf Kilo) mit Laufen als Zirkeltraining. Man sollte auch sprinten und nicht nur joggen: fünf Minuten laufen und dann schnell gehen, immer im Wechsel. Andernfalls verschwendet man seine Zeit, denn man formt den Körper nicht und verbrennt auch kein Fett.

Wie halten Sie sich fit?

Ich esse gut, mache meine Übungen und bewege mich jeden Tag. Ich achte auf nährstoffreiches Essen: Vollkorn und Gemüse, mageres Fleisch, Fisch, Eier, Geflügel und Obst. Meine Workouts dauern nie länger als 45 Minuten mit mittlerem Gewicht – 25 bis 30 Kilo –, ausgeführt in einem Zirkel. Jede Übung wird unterbrochen von einer Rumpf- oder Bauchübung, ob das Reverse Crunches, Planks oder seitliche Crunches sind. So gibt es keine Auszeiten und ich bekomme meine Cardioeinheit. Ich hasse Cardiotraining an Geräten – das ist mir zu langweilig.

Ihre Lieblingsübung?

Meine Lieblingsübungen sind Liegestütze und Klimmzüge, weil sie sehr effektiv sind. Ich fahre gern Rad und mit meinen Kindern Roller. Auch das ist Training, so lange man mal das Bein wechselt, sonst ist das eine Bein trainiert und das andere nicht. Das Wichtigste ist, zu variieren. Dauernd das Gleiche zu machen, ist langweilig. Es ist nicht effektiv, und man bleibt nicht dran. Mein Motto: Fordere deinen Körper heraus, und dein Körper wird in positiver Weise reagieren!

Was können wir von den Promis lernen?

Prominente sind gefordert – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Da gibt es Fotografen, die auf sie lauern, Film Sets, rote Teppiche, Urlaube, in denen die Paparazzi auf den Palmen sitzen. Sie müssen jederzeit in Form sein. Deshalb bringe ich ihnen bei, wie sie richtig essen und trinken, genügend schlafen und ihr Workout machen. Ich glaube, die Fokussierung und die Disziplin unterscheiden einen Prominenten von einem Nicht-Prominenten. Nicht, dass normale Leute nicht fokussiert und diszipliniert wären, aber Prominente haben keine Wahl. Sie müssen es sein, denn ihr Lebensunterhalt hängt zum großen Teil davon ab.

Interview: Daniela Stohn

Wer hier schreibt:

Daniela Stohn
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