Zumba Step: Hüftkreisen und Stufen steigen

Die Fitness-Welt hat ein neues Zwitterwesen geschaffen: Zumba Step. Dabei treffen hüftbetonte Tanzeinlagen auf klassische Schritte aus der Step-Aerobic. Redakteurin Nicole hat bei der Deutschlandpremiere mitgeschwitzt.

Im Wasser, mit Boxbewegungen oder einer Hantelstange in den Händen: Alle paar Monate erfindet sich Aerobic neu und wartet mit einer weiteren Variante klassischer Übungen auf. Jetzt haben auch die Macher der seit 2001 erfolgreichen Zumba-Kurse Knee Lifts, Leg Curls und Squats für sich entdeckt - und integrieren sie neuerdings zum Zumba Step. Bedeutet: Zu den kurzen, hüftlastigen Tanzchoreografien kommen jetzt auch Schrittfolgen auf der "Trittstufe", die vor den Füßen platziert ist. Klingt gut, probiere ich direkt mal aus. Die bundesweit erste Zumba-Step-Stunde unterrichtet die Dortmunder Fitnesstrainerin Jennifer Hildebrand am 26. November 2013 in Hamburg. Das Zumba-Erfolgsrezept - Tempo- und Rhythmenwechsel, leichte zu erlernende Mini-Schrittfolgen, Hüftschwung-animierende Hits, verschiedene Tanzstile - ist auch hier Kern der Stunde. Ein bisschen Spaß am Tanzen hilft also. Den habe ich zwar beim Training eher nicht (ich gehöre zur klassischen Workout-Fraktion), doch mit dem Step als feste Anlaufstelle komme ich trotzdem gut gelaunt durch die Stunde.

In den USA gibt es die Kurse bereits, in Deutschland werden gerade die ersten Trainer im Unterrichten der Zumba-Step-Kombo geschult. Bis März wird es den neuen Fitness-Trend ausschließlich in Studios der Kette "Fitness First" geben, danach dürfen lizenzierte Trainer überall Kurse anbieten.

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Zum Glück war das Step dabei: Redakteurin Nicole bei ihrer ersten Zumba-Step-Stunde

Die offizielle Formel beim Zumba Step lautet: 30 Prozent Fitness, 40 Prozent Tanz und 30 Prozent Step Aerobic. Alle großen Muskelgruppen müssen dabei ran. Durch das Step werden Oberschenkel, Beine und Po noch eine Extra-Portion gefordert. Das Ganzkörpertraining soll die Tiefenmuskulatur aufbauen, Balance und Koordination schulen und noch mehr Kalorien verbrennen. Letzteres habe ich nicht nachgeprüft, doch meinem ausgeprägten Appetit nach zu urteilen könnte das stimmen. Und beim Radfahren am nächsten Morgen spüre ich meine Muskeln ganz schön.

Fazit: 15 Millionen Menschen schwitzen Woche für Woche in mehr als 180 Ländern beim Zumba - viele davon gerade deswegen, weil sie keine Fans üblicher Fitness-Formate sind. Zumba Step könnte als Brücke zwischen Tanzfreudigen und Hüftsteifen funktionieren, weil für beide Lager etwas dabei ist. Und die Studios müssen kein neues Equipment anschaffen. Die Chancen auf Erfolg stehen gut. Selbst ich als Tanzmuffel werde vermutlich schon bald einen neuen Versuch starten.

Text: Nicole Wehr
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