Laufen mit Hund - so wird es zum Vergnügen

Ihr Hund ist der ideale Trainingsbegleiter: Er rennt gern, mault nicht bei Regen und Gassi gehen müssen Sie ja sowieso. Die besten Tipps für das Laufen mit Hund.

In den USA gibt's mittlerweile sogar schon spezielle Kurse, in denen übergewichtige Hunde zusammen mit ihren meist ebenfalls zu dicken Besitzern auf Abspecken getrimmt werden. Aber keine Angst: Wir wollen Sie nicht ins Dog-Bootcamp schicken, sondern bloß nach draußen. Und zwar zum Ausdauertraining mit Ihrem Hund. Wenn Sie alles richtig machen, wird der ein richtig guter Mitläufer. Er hat nämlich Talent. Und eine besondere Aufforderung braucht er auch nicht... Hier die wichtigsten Tipps fürs Laufen mit Hund:

Video: Lockern Sie Ihren Rücken!

Der richtige Sport: Möpse und Dackel mögen es eher gemächlich

Logisch - ein kleiner Hund mit kurzen Beinen kann schneller überfordert sein als ein großer. Lauffreudige Rassen wie Huskys, Schäferhunde, Jack Russell oder Riesenschnauzer sind schneller für ein gemeinsames Lauf- oder Biketraining zu begeistern als Mops oder Dackel, die eher als Walking- oder Wander-Begleitung Spaß haben.

Check-up für Gelenke, Herz und Kreislauf

Auch betagte oder übergewichtige Hunde gehören eher auf die Walking- als auf die Lauf-Runde. Zudem sollte der Hund ausgewachsen sein - für Welpen ist das gemeinsame Training zu anstrengend. Tipp: Lassen Sie Ihren Begleiter von einem Tierarzt auf Herz-Kreislauf-Probleme oder Gelenkerkrankungen checken.

Trainingspensum - lieber langsam anfangen

Für einen kilometerlangen Lauf fehlt auch tierischen Sportanfängern die nötige Kraft und Kondition. Das Pensum also nur langsam steigern. Und vor allem regelmäßig mit dem Hund trainieren, ansonsten geht ihm die Puste aus, und Ihr Training ist gelaufen. Tipp: Spendieren Sie hinterher ein Leckerli - so fördern Sie sein Durchhalten.

Genug trinken - Hunde schwitzen nicht

Hunde überhitzen schnell. Sie schwitzen nicht wie wir, sondern regulieren die Körpertemperatur über die Zunge. Auf längeren Strecken Wasser mitnehmen! Brechen Sie das Training ab, wenn Ihr Hund extrem hechelt, sich seine Zunge verfärbt oder er sich immer wieder hinlegt.

Weicher Untergrund - der Hund läuft ungedämpft

Bevorzugen Sie weiche Wald- und Wiesenwege und lassen Sie Asphaltstrecken, Schotterpisten und rutschige Untergründe besser links liegen. Denn während Sie Hightech- Laufschuhe tragen, läuft Ihr Hund auf ungedämpften Sohlen. Tipp: Nach dem Run die Pfoten unbedingt auf Steinchen oder Verletzungen kontrollieren.

Nicht mit vollem Bauch

Geben Sie Ihrem Hund nicht vor dem Training zu essen. Zwei Stunden sollten schon zwischen der letzten größeren Mahlzeit und dem Laufen liegen.

An der langen Leine - auf dem Fahrrad nicht ganz ungefährlich

Wenn Ihr Hund aufs Wort gehorcht, darf er unangeleint neben Ihnen hertraben. Ausnahme: Leinenpflicht in Naturschutzgebieten. Beim Biken die Leine nie um den Lenker wickeln! Zudem sollten Sie das Bei- Fuß-Laufen zuerst beim Jogging etablieren, weil es auf dem Rad gefährlich ist, wenn Ihr Hund plötzlich die Richtung wechselt. Bevorzugen Sie eine leichte Leine. Mit einem gepolsterten Bauchgurtsystem behalten Sie beim Joggen und Walken die Hände frei. Allerdings merken Sie jeden Richtungswechsel dann als Ruck in der Wirbelsäule.

Leistungssport - Gelände- und Slalomlauf sorgen für Abwechslung

Im Hundesportverein gibt's das perfekte Fitnessprogramm. Beim Turnierhundesport kann man sich im 2- oder 5-Kilometer- Geländelauf, im Hindernis-, Slalom- und Hürdenlauf oder in der Mehrkampf- Staffel mit anderen messen. Nebenbei bekommt Ihr Sportkumpel noch Stil beigebracht: Rumkläffen, auf den Trainingsrasen pinkeln oder Waden beißen sind dort absolut tabu. Infos unter www.dvg-hundesport.de, www.vdh.de oder www.dhv-hundesport.de.

Text: Michaela Rose Foto: Getty Images Ein Artikel aus BRIGITTE Heft 23/2010

Wer hier schreibt:

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