Peloton und Co: Bike-Trends für noch mehr Spaß

Normales Indoor-Cycling war gestern: Jetzt kommen neue coole Bike-Trends, die Rad-Workouts zum Erlebnis machen. 

Das Schöne am Radfahren ist ja: Es ist so wunderbar einfach. Die Bewegungen sind unkompliziert, es trainiert ziemlich effektiv das Herz-Kreislauf-System und ist gelenkschonend, also für fast jeden geeignet. Die Wahrheit ist aber auch: Gerade Indoor-Cycling-Workouts im Studio fühlen sich immer auch ein bisschen nach Schweiß und harter Arbeit an.

Doch das ändert sich jetzt gerade, denn Radfahren auf dem Heimtrainer wird richtig cool. Und das liegt auch an den Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. "Die Generation Y verändert die Fitnessbranche und hat neue Formate wie SoulCycle in den USA hervorgebracht, bei denen es nicht mehr nur um den Sport, sondern auch um Musik, Gemeinschaft, Kerzen und den Fitnesstrainer als Rockstar geht", sagt der Trendforscher Peter Wippermann. Dieser Trend kommt nun auch nach Deutschland, mit neuen Bike-Workouts, die neben körperlicher Fitness vor allem eines wollen: Spaß machen und Erlebnisse schaffen.

Strampeln im Wohnzimmer: Peloton

Das Fitnessbike der US-Firma Peloton ist ein supermoderner Hightech-Heimtrainer mit riesigem Bildschirm, der den Cyclingkurs in die eigenen vier Wände transportiert. Das Training funktioniert nach dem Netflix-Prinzip: Auf dem Monitor kann man aufgezeichnete Workouts streamen und sich aussuchen, ob es anstrengend bis an die Grenze oder eher gemütlich sein soll, ob man zwischendurch zusätzlich Kraftübungen machen möchte, ob die Musik lieber ruhig oder laut sein soll. Und immer wird man dabei angefeuert von einem Trainer. Außerdem gibt es Livekurse, in die man sich einwählen und mit anderen um die Wette strampeln kann. Da ist so viel los auf dem Monitor, dass man schon mal vergisst, dass man eigentlich alleine auf seinem Heimtrainer sitzt.

Für wen?

Für Vielbeschäftigte und alle, die am liebsten zu Hause trainieren.

Warum?

Weil man sich damit die besondere Energie und Motivation eines Gruppenkurses in die eigenen vier Wände holen kann.

Wo?

In Hamburg hat Peloton gerade ein erstes Geschäft eröffnet, in denen die Fahrräder getestet und gekauft werden können, weitere Läden in Deutschland sollen folgen. Zusätzlich sind die Geräte online erhältlich. Das stylishe Rad ist aus Karbonstahl und kostet ca. 2300 Euro, das Abo für die virtuellen Trainingseinheiten knapp 40 Euro im Monat (onepeloton.de).

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Party-Biking mit Hicycle & Co.

Nach dem erfolgreichen Vorbild von "SoulCycle" aus den USA gibt es schicke Bike-Boutiquen inzwischen auch in Deutschland: etwa "Hicycle" in Hamburg, "Becycle" oder "Ride" in Berlin, "Cycletic" in Frankfurt oder "Black Bike" in München. Geradelt wird in Gruppenkursen zwischen 45 und 60 Minuten: mit immer wechselnden Intensitäten, in cooler, abgedunkelter Clubatmosphäre, zu lauten Beats und unter Anfeuerung eines Presenters. Motto: Fitness meets Clubbing. Mit Hanteln werden zwischendurch Arme, Schultern und Brust gekräftigt. Anschließend kann man an der Bar noch einen Proteinshake trinken.

Für wen?

Gestresste, gut situierte Großstädter mit wenig Zeit. Und alle, die sich nicht länger verpflichten wollen – man kann einfach vorbeikommen und bezahlen, ganz ohne Vertragsbindung.

Warum?

Weil in dem hippen Ambiente die Anstrengung gar nicht so wehtut und man sich um nichts kümmern muss – Handtuch, Deo, Haarspray und Shampoo gibt’s nämlich vor Ort.

Wo?

Bei hicycle.de, becycle.de, ride-berlin.com, cycleticstudio.de, blackbike.club. Auch Fitness First bietet ein eigenes Party-Bike-Kursformat in seinen Studios an: Bike & Beats (www.fitnessfirst.de).

Virtuelle Welten: The Trip

Auf dem Indoor-Bike radelt man über Berge und Gletscher, durch scharfe Kurven und steile Abhänge hinunter – jedenfalls kommt es einem so vor. In Wahrheit stehen die Räder im Fitnessstudio vor einer riesigen Leinwand. Dank der 270-Grad-Projektionen der Landschaften fühlt es sich allerdings an, als sei man mitten in einem Computerspiel gelandet, während man nebenbei ordentlich strampelt. Das ist ziemlich abgefahren und lenkt prima ab vom Training. Aber Vorsicht, der Trip ist nichts für schwache Mägen, denn das Gehirn denkt, es fahre tatsächlich um die Kurve – während das fest montierte Fitnessrad sich in Echtzeit natürlich nicht von der Stelle bewegt.

Für wen?

Alle, die gerne spielen und in virtuellen Welten unterwegs sind.

Warum?

Man merkt das Brennen in den Beinen während der 40-minütigen Klasse kaum, weil das Erlebnis so fesselnd ist.

Wo?

"The Trip" ist eines von mehreren Kursformaten des neuseeländischen Fitnessanbieters Les Mills und wird zum Beispiel in den Studios von Fit/One angeboten (fit-one.de)

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BRIGITTE 03/2020

Wer hier schreibt:

Daniela Stohn
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