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Blogilates - Nachturnen zum Nulltarif


Warum die bekannten Übungen vom Pilates nicht mal etwas dynamischer, zu aktuellen Radio-Charts und ganz bequem zu Hause machen? Wir haben den Fitnesstrend Blogilates getestet.

Klar gibt es Crunches und andere Gemeinheiten für einen flachen Bauch. Aber die besten Übungen hat sich vor fast 100 Jahren Joseph Pilates ausgedacht. Denn sein Konzept trainiert besonders die tiefen, kleinen Muskeln in Bauch und Becken. Sie sind für die Haltung zuständig - und für eine schöne Körpermitte. Auf die Dauer kann Pilates auf der Matte trotzdem etwas langweilig werden. Wie gut, dass sich gerade ganz viel tut: Pilates gibt es jetzt nämlich auch in den unterschiedlichsten Kombinationen. BRIGITTE-Mitarbeiterin Wera Engelhardt hat Blogilates getestet.

So geht's: Das Programm der US-Fitnesstrainerin Cassey Ho gestaltet klassische Pilates-Übungen dynamischer, indem sie zu aktuellen Charts im Radio ausgeführt werden. Ho turnt vor und lädt die Videos in ihren Blog hoch, wo sie gratis aufgerufen werden können. Dazu gibt's Rezepte und Ernährungstipps für einen gesunden Lebensstil.

Das bringt's: Wer sich an den "beginner's workout calendar" hält, der täglich bis zu drei jeweils zehn Minuten lange Trainingseinheiten vorsieht, dem verspricht Ho schon in kurzer Zeit eine Straffung und Kräftigung der gesamten Körpermuskulatur. Die Übungen sollen Fett verbrennen und die Blutzirkulation anregen. Ho will außerdem eine positive Grundeinstellung zu sich selbst und dem eigenen Körper vermitteln.

So war's: Zugegeben, Hos Enthusiasmus stößt manchmal an die Grenze des Erträglichen, wenn ich mich mit schmerzenden Muskeln und vibrierenden Gliedern auf der Matte quäle. Effektiv ist das Training aber allemal, mit jedem Tag halte ich etwas länger durch. Und es lässt sich bequem in einen vollgepackten Alltag integrieren, da man seinen Körper schnell mal zwischen Arbeit und einem Treffen mit Freunden auf Vordermann bringen kann - empfehlenswert!

Hier kann man es machen: Zu Hause. Mehr als einen Computer oder ein Tablet mit Internetanschluss und eine Matte braucht man nicht. Das ganze Programm (auf Englisch) gibt es unter www.blogilates.com

Wera Engelhardt Ein Artikel aus BRIGITTE 11/14

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