BRIGITTE testet: In 10 Wochen einen durchtrainierten Bauch - bekomme ich das wirklich hin?

Ein Sixpack in 10 Wochen – ist das überhaupt möglich? Und wenn ja, was muss man dafür tun? Mode- und Beauty-Redakteurin Karo hat das zusammen mit Personaltrainer Oleg Justus getestet.

Woche 1-3: Aller Anfang ist schwer!

Zugegeben, ich bin nicht die Unsportlichste, gehe gern zu Pilates oder power mich beim HIIT bei Urban Heroes, einem anstrengenden Intervalltraining für den gesamten Körper mit Disko-Flair, aus. Aber: Ich liebe es zu essen, mich mit Freunden auf ein Glas Wein zu treffen oder in eine gute Bar zu gehen. Da bin ich durch und durch eine Genießerin. Das ist auch kein Problem, denn ich habe eine schlanke Figur und einen flachen Bauch. Nur: Will ich ein echtes Sixpack haben, sind das leider No-Gos. Ich bin gespannt, wie Personaltrainer Oleg Justus mich schwitzen lässt und ob er mich an meine körperlichen Grenzen bringt.

Ganz zu Anfang misst er erst einmal mein Körperfettanteil, ermittelt meinen BMI-Wert und nimmt meine Maße. So können wir immer wieder vergleichen, was sich bereits verändert hat. Wir trainieren drei bis vier Mal die Woche in unterschiedlichen Fitnessstudios. Als Personaltrainer hat Oleg Kunden in der ganzen Stadt verteilt. Für mich kein Problem. So bleibt es wenigstens abwechslungsreich.

Zu Beginn eines Trainings muss erstmal der Kreislauf angeregt werden. Dafür radel ich 10-15 Minuten. Danach geht es mit ganz gezielten Übungen los. Die besten drei haben wir im Übrigen unten  noch einmal dargestellt. Natürlich trainieren wir nicht nur den Bauch, denn für ein Sixpack muss der gesamte Oberkörper gecoached werden. Nach den ersten drei Wochen haben Oleg und ich einen guten Rhythmus gefunden: Wir treffen uns zum Einzeltraining entweder nach Redaktionsschluss oder ganz früh morgens für jeweils eine Stunde. Einmal die Woche gibt es dann noch Zirkeltraining obendrauf. Etwas, was ich ohne Trainer nie im Leben machen würde!

An meinem Bauch zeichnet sich zwar noch nicht wirklich was ab, aber Oleg sagt, das sei völlig normal und der Körper stelle sich in den ersten Wochen erst einmal auf das intensive Training ein. 

Damit wir das meiste aus den Sportstunden rausholen, trinke ich nach jedem Training einen Protein-Shake (zum Beispiel von Multipower). So bekommt mein Körper direkt gute Proteine und Nährstoffe, damit ich meine Muskulatur verbessern kann und meinen Stoffwechsel ankurbel. Ich mix mir den Drink mit ein paar Eiswürfeln. Eisgekühlt schmeckt er nämlich noch besser. Ansonsten muss ich noch nicht so sehr auf meine Ernährung achten, nur mehr Fisch und Hühnchen essen. Das fällt mir nicht schwer!

Woche 4-8: So langsam nimmt es Form an

Die ersten Wochen bin ich extrem müde. Oleg holt mich jedes Mal aus meiner Komfortzone und motiviert mich, das meiste aus mir rauszuholen. Das strengt an. Unter normalen Bedingungen würde ich spätestens nach der zweiten Wiederholung aufhören. Mit einem Personaltrainer geht das nicht. Er pusht dich so lange, bis du sie viermal machst. Und er übernimmt das Denken. Ich muss nicht mitzählen, nicht überlegen, was als nächstes gemacht werden soll oder ob meine Körperhaltung die richtige ist. Der Personaltrainer schaut ganz individuell, welche Übungen am besten zu mir passen. Daran könnte ich mich gewöhnen.

Ich seh Oleg langsam mehr als meine Freunde, denn abends bin ich ja jetzt immer mit meinem Sport verabredet und nicht mehr zu gutem Essen oder einem Kinobesuch. Das nimmt schon viel Zeit in Anspruch, aber das ist es mir wert.

Ab der sechsten Woche fühl ich mich stärker, nehme auch die morgendlichen Sportsessions besser auf und bin den Tag über nicht mehr so müde. Konditionsmäßig stellt sich auch ein erster Erfolg ein. Ich komme nicht mehr außer Atem, werde beim Laufen immer schneller und fühle mich insgesamt stärker. 

Ach ja, und dann war da ja noch die Challenge zum Sixpack: Ich würde sagen, ich habe mich so langsam an ein Fourpack rangetastet. Die oberen Bauchmuskeln kann man schon erkennen. Bei den unteren muss noch ein wenig weiter trainiert werden. Aber ein paar Wochen habe ich ja noch. 

Und: Im letzten Drittel muss ich mehr auf meine Ernährung achten, denn um stählerne Bauchmuskeln zu bekommen, muss man natürlich auf Schoki, zu viele Kalorien und Alkohol verzichten. Ob ich das schaffe?

Woche 9-11: Endspurt – und ich am Ende?!

Mittlerweile bin ich durch das Personaltraining ganz schön verwöhnt. Vieles wird mir abgenommen und ich kann mich voll und ganz auf meinen Körper fokussieren. Das ist schon wahrer Luxus, den ich mir bald nicht mehr so oft gönnen kann. Denn: Individuelle Einzelstunden mit einem Personaltrainer sind teuer, aber lohnen sich ungemein. Jedes Mal überrascht mich Oleg mit ganz neuen Übungen und holt alles aus mir raus. 

Neben den Protein-Shakes esse ich jetzt mehr Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Salate und trinke ganz viel Wasser und grünen Tee. Und dann steht das letzte Training an – es wird abgerechnet: Wie hat sich mein Körper nach 10 Wochen verändert und vor allem: Was macht der Bauch?

Das Resümee: 

Für ein stählernes Sixpack fehlt mir noch ein klitzekleines bisschen. Aber mein Bauch ist so flach wie noch nie und superhart, wenn man dagegendrückt. Das Training war also ein voller Erfolg.

Ja gut, vielleicht hätte ich beim Essen noch strenger sein sollen. Denn, was ich mir in der Zeit nicht verkneifen konnte, war das ein oder andere Gläschen Wein. Und ein Sixpack kennt keine Gnade. Aber das finde ich nicht schlimm. Ich will nicht auf alle Sachen, die Spaß machen, verzichten und mich, nur um sechs hervorstechende Muskeln zu sehen, malträtrieren. 

Insgesamt ist mein Körper definierter und stärker. Etwas, was sich super gut anfühlt und viel ausmacht. Ich fühle mich voller Power und freue mich jetzt jedes Mal, wenn es zum Sport geht.

Ich werde meine Personaltrainer-Stunden bei Oleg vermissen. Aber statt das ein oder andere Teil zu shoppen, will ich mir nun hin und wieder eine Stunde bei ihm leisten. So werde ich meine Motivation finden und er kann meine Übungen regelmäßig checken. Ich habe nur den einen Körper und der soll ja mein ganzes Leben lang nett zu mir sein, also bin ich auch nett zu ihm!

Meine drei Lieblingsübungen für den Bauch, die man auch ohne Personaltrainer super hinbekommt:

Powerpush:

Jackknife:

Plank mit Gewichten:

Info zu Personaltrainer Oleg Justus:

Oleg Justus M.Sc. Sportwissenschaft/Chemie, A-Lizenz Personal Trainer,

A-Lizenz Ernährungsberater

Eine Stunde bei Oleg Justus kostet 95 Euro. Mehr Infos zu seinem Programm, Probestunden und Kosten unter www.olegjustus.de, Instagram: olegjustus_personaltrainer, Mail: olegjustus@googlemail.com.

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