Sportbekleidung im Test

Alles Nano oder was? Okay, rennen muss man immer noch selbst. Aber mit den neuen Hightech-Sportklamotten soll es bequemer werden. Fünf innovative Teile im BRIGITTE-BALANCE-Test.

Glühwürmchen

Wegen Dunkelheit lassen wir die Joggingrunde nicht sausen. Und mit dieser Jacke werden wir dabei auch garantiert nicht übersehen: Per Knopfdruck leuchten auf den Ärmeln zwei Schläuche in fluoreszierendem Blau - entweder als Daueroder als Blinklicht. Die Batterien reichen für 100 Laufstunden und sind ganz simpel vor dem Waschen abzustöpseln.

Fazit: Praktisch für alle Joggerinnen, die sichtbar bleiben wollen - zur Wegbeleuchtung reicht das Licht allerdings nicht.

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Premier Lighted Jacket von Reebok, 149,95 Euro

Oben ohne

Pulsuhren sind famose Schrittmacher fürs Handgelenk. Nur der Brustgurt schnürt gern mal die Luft ab oder gerät ins Rutschen. Dieses Manko beheben Adidas und Polar, indem sie den Brustgurt überflüssig machen. Integrierte Sensoren im Top messen die Herzfrequenz, der Sender (Wear Link) wird einfach per Knopfdruck befestigt, die Daten spuckt die Pulsuhr aus.

Fazit: Kein Drücken oder Zurechtzuppeln des Brustgurtes, weder Luftnot noch Fehlermeldungen des verrutschten Sensors: perfekt.

adiStar Fusion Running Top, 69,95 Euro. POLAR RS800 Running Computer inklusive Wear Link, 379,95 Euro

Mucki-Hose

Kraftworkout per Hose: Das Versprechen der Inner-Muscle-Tight klingt verlockend. Spezielle Materialeinsätze sollen Muskeln trainieren. "Eine schöne Idee", sagt Prof. Ingo Froboese von der Deutschen Sporthochschule Köln. "Aber fürs Training der Muskulatur brauche ich einen Nervenimpuls, der nicht durch Textilien oder Druck ausgelöst werden kann."

Fazit: Schnell sieht sie schon aus und einen knackigen Po formt die stramme Hose auch. Doch von der sportlichen Optik sollte man keine besonderen Trainingseffekte erwarten - dafür müssen wir immer noch selbst sorgen.

Inner-Muscle-Tight von asics, 79,95 Euro

Immer gut riechen

Sportklamotten haben eine Unart: Nach vielen Laufrunden geht ein Hauch von Schweißgeruch auch mit noch so viel Waschen nicht mehr ganz heraus. Mit einem neuen Materialmix will Puma dem Gemiefe den Garaus machen: Bestimmte Zuckermoleküle im Gewebe ("Cyclofresh") schließen den unangenehmen Schweißgeruch ein und geben ihn erst beim Waschen wieder frei.

Fazit: Das Shirt mit Netzeinsätzen sorgt beim Rennen für angenehm kühlende Luft auf der Haut-viel Schweiß entsteht also gar nicht erst. Trotzdem: Nach dem Waschen hat sich jeder Geruch aus dem Shirt verduftet, und das bleibt auch nach etlichen Laufkilometern weiterhin so.

Running-Tee von Puma, 34,95 Euro

Schlammschlacht-Sieger

Regen, Matsch und Pfützen machen aus den neuen Laufschuhe schnell unansehnliche Treter. Wider den Dreck setzt Asics nun die Nanotechnologie - winzige Partikel auf der Oberfläche weisen den Schmutz ab und sorgen für längere Haltbarkeit.

Fazit: Selbst die matschigste Waldstrecke überstehen die Laufschuhe relativ unverdreckt- die Textileinsätze bleiben tatsächlich sauber.

Gel-Trail Sensor WR von asics, 159,95 Euro

Balance: 03/07 Text: Michaela Rose Fotos: PR

Wer hier schreibt:

Michaela Rose
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