Vom Krieger in den Strecksprung und zurück

Yoga und Athletik lassen sich gut verbinden, denn beides trainiert den gesamten Körper. Das neue Programm Yogaletic Moves V. 7.0 macht genau das - und fordert Körper und Geist heraus.

Hinter dem Halbkreis aus Fackeln haben 20 Sportwillige ihre Yogamatten ausgerollt. Umrahmt von einer Schulklasse und Paaren, die den Tag am Elbstrand ausklingen lassen, treibt schon die erste Aufgabe den Puls in die Höhe: Aus der Rückenlage auf die Füße rollen, hochspringen, wieder hinlegen, wieder hoch - so lange, bis alle nacheinander laut bis zehn gezählt haben. Erst dann dürfen wir im herabschauenden Hund kurz verschnaufen, bevor es mit der nächsten Übung weitergeht.

Mit ihrem neuen Trainingskonzept "Yogaletic Moves V.7.0" wollen die Hamburger Fitnesstrainer Marco Santoro und Hans Figueroa vor allem eines: Die Teilnehmer herausfordern. Und das schaffen sie - mit 90-minütigen Einheiten zu ungewöhnlichen Uhrzeiten (darunter: 5 Uhr morgens oder 23 Uhr) an unterschiedlichen Orten. "Anfangs haben wir mit dem Training im Freien aus der Not eine Tugend gemacht, denn uns fehlten die Räume", erzählt Hans. Dabei passt die frische Luft gut zu dem ganzheitlichen Programm: Unter immer wieder neuen Bedingungen werden unsere Sinne besser geschult und anders gereizt als in einem geschlossenen Raum. Sei es dadurch, weil immer wieder etwas anderes um einen herum passiert, oder weil man die Übungen auch mal mit Sand unter der Yogamatte ausführen muss.

Flacher Bauch am Schreibtisch

Für jede Stunde überlegen sich die Trainer eine neue Übungsabfolge mit anderen Impulsen. Hans ist für die Yoga-Elemente zuständig, Marco für den athletischen Teil. Beides kombiniert - zum Beispiel vom Krieger in den einbeinigen Strecksprung mit angezogenem Knie und zurück oder vom Sprinter in den Liegestütz - ergibt ein Intervalltraining aus komplexen Bewegungen, die gleichzeitig kräftigen und dehnen.

Auf diese sieben Schwerpunkte zielt "Yogaletic Moves V.7.0":

  • Spirit
  • Kraft
  • Koordination
  • Kondition
  • Balance
  • Stretching
  • Meditation

Das sind die klassischen Komponenten, die Athleten als Vorbereitung auf einen Wettkampf trainieren. Auch für Hobbysportler macht solch ein Training Sinn: "Wir wollen die Teilnehmer damit fit für den Alltag machen, denn auch der bietet genügend Herausforderungen", erklärt Hans. Yoga ist ohnehin ein funktionales Training, weil es den ganzen Körper einbezieht. Gleiches gilt für die athletischen Übungen: Statt Muskeln isoliert zu kräftigen, werden möglichst viele Muskelgruppen gleichzeitig aktiviert.

Mit ihrer Kombination aus Yoga und Athletik wollen Hans Figueroa und Marco Santoro Geist und Körper in Einklang bringen, "denn dann bist du vielfältiger belastbar", sagt Hans. Deswegen verstehen sie ihr Programm auch als "Ying Yang Konzept". Bisher gibt es die "Yogaletic Moves V.7.0" nur in Hamburg - dabei soll es aber nicht bleiben. Die Termine geben die Trainer in ihrer Facebook-Gruppe bekannt, eine Stunde kostet zehn Euro.

Artikel vom 16.07.2014
Nicole Wehr

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