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Absolute No-Gos! 10 Sätze, die wir von Ärzten nicht hören wollen

Arzt mit verschränkten Armen
© lenetstan / Shutterstock
Eins vorweg: Wir sind sehr dankbar dafür, dass es Ärzt*innen gibt, die helfen, wenn wir krank sind. Doch so mancher Kommentar von Ärzt*innen hat uns auch schon in die Verzweiflung getrieben. Eine kleine Sammlung aus der BRIGITTE.de-Redaktion.

Keine Frage, die meisten Mediziner*innen in Deutschland machen einen Top-Job und geben sich jeden Tag viel Mühe, ihren Patient*innen gerecht zu werden und alles zu tun, damit diese wieder gesund werden. Sie haben viele Jahre lang ein schwieriges Fach studiert, endlos Praxisstunden geschoben und ihr Privatleben vernachlässigt, um eines Tages mit ihrem Fachwissen Menschenleben retten zu können. Das ist wirklich ehrenwert und verdient ganz viel Anerkennung und Respekt.

Doch natürlich haben auch Ärzt*innen mal einen schlechten Tag oder einfach zu viel Druck aufgrund der Rahmenbedingungen ihrer Arbeit oder auch einfach mal keine Ahnung, was genau der Patient oder die Patientin haben könnte. Mancher Ärzt*in fehlt es aber schlicht auch an Empathie. So kommt es zuweilen zu Aussagen, die Patient*innen nicht ganz so glücklich machen. 

Wir haben in der Redaktion von BRIGITTE.de gesammelt und die Sätze von Ärzt*innen zusammengetragen, die wir selbst schon zu hören bekommen haben – und bei allem Verständnis einfach völlig daneben fanden.

10 Sätze von Ärzt*innen, auf die wir verzichten können

1. "Müde sind wir doch alle"

Sagte ein völlig unmotivierter Arzt zu einer Frau, die wegen anhaltend starker Müdigkeit um Hilfe bat. Könnte ja ein Symptom für diverse Krankheiten sein. Hat diesen Arzt überhaupt nicht interessiert.

2. "Das müssen Sie selber zahlen"

Wozu zahlen wir eigentlich jeden Monat unseren Beitrag an die Krankenkassen, wenn am Ende doch so unfassbar viele Leistungen übrigbleiben, die wir nur bekommen, wenn wir selbst zahlen? 

3. "Vielleicht haben Sie einfach zu viel Stress"

Keine Frage, Stress ist ganz bestimmt nicht gut für unseren Körper und unsere Psyche. Die meisten von uns können allerdings herzlich wenig gegen ihr Stress-Level tun und manches Mal verbirgt sich vielleicht doch eine Erkrankung hinter Symptomen, die man so leicht mit Stress abtun kann. Manches Mal wäre es schön, wenn Mediziner*innen ohne Bitten der Patient*innen etwas mehr Motivation zum Erkunden der Ursachen der Beschwerden hätten. 

4. "Das ist ja so ein Beschwerdebild ... das kann 1000 Ursachen haben!"

Richtig klasse, so eine Aussage. Klar, nicht jeder Arzt kann alles wissen, und oft genug wird es sicherlich auch einfach schwierig sein, herauszufinden, was genau dem Patient oder der Patientin Schwierigkeiten macht. Aber mit einer solchen Unsicherheit nach Hause gehen zu müssen, ist schrecklich. Bestimmt lässt sich der Fakt, dass noch weitere Untersuchungen notwendig sind, um eine Diagnose zu bekommen, auch positiver formulieren.

5 ."Sie sind natürlich jetzt auch in einem Alter ..."

Auch so ein Klassiker. Selbst wenn es wahr ist, macht es das nicht leichter, zu hören, dass man diversen Krankheiten und Zipperlein eher ausgesetzt ist, weil man ein gewisses Alter erreicht hat. Und negative Gedanken sollen Kopf und Körper ja auch nicht sonderlich gut tun …

6. "Vielleicht sollten Sie erstmal versuchen, ein paar Kilo abzunehmen"

Argh. So ein Satz ist wie ein Brett gegen Kopf. Manchmal ist es einfach UNFASSBAR SCHWER abzunehmen. Zum Beispiel weil die Schilddrüse streikt. Oder weil Traurigkeit oder Stress im Job uns in die Verzweiflung und zum Frustessen treiben. Was dann wirklich hilft: Eine Ärzt*in, der oder die sorgfältig mögliche medizinische Ursachen abklärt und auch die psychische Belastung des Menschen vor ihm im Blick hat. Manchmal können aufmerksame und liebevolle Worte einer Mediziner*in und Ratschläge auf Augenhöhe einem Menschen sehr helfen, mit einer belastenden Situation umzugehen. Was nicht hilft: empathielose Ansagen, die nur eines signalisieren – nämlich, dass der oder die Ärzt*in aktuell keine Lust hat, groß zu überlgen, was dem Menschen fehlen oder helfen könnte.  

7. "Ihre Beschwerden können auf keinen Fall von xy kommen. Das muss etwas Psychisches sein"

Joa, ist natürlich einfacher, die Patient*in auf ihre Psyche zu verweisen. Hilft ihr ganz bestimmt weiter. Auch hier gilt: Zuhören und forschen statt eiskalt abschmettern würde sicherlich mehr helfen.

8. "Nahrungsmittelallergien gab's früher schließlich auch nicht"

Wenn Bauchschmerzen und Kopfschmerzen als "neumodischer Kram" abgetan werden …

9. "Im Januar brauchen wir gar nicht gucken, wir haben erst ab März wieder was frei"

Ja, super, bis dahin kann ich wunderbar mit meinen Beschwerden aushalten.

10. "Wir nehmen keine Patienten mehr auf"

Fantastisch. Am schönsten, das zu hören, wenn man dringend Hilfe braucht. Und dann wundern sich die Gesundheitsmanager, dass die Notaufnahmen aus allen Nähten platzen.

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