Alkoholkonsum: Immer mehr Frauen trinken zu viel

Die Frauen holen auf: Sie trinken heute fast genauso viel wie die Männer – und erhöhen damit nicht nur ihr Brustkrebsrisiko.

Laut einer wissenschaftlichen Prognose ist 2017 das Jahr, in dem erstmals mehr Frauen an Lungenkrebs als an Brustkrebs sterben, während die Lungenkrebsraten bei den Männern sinken. Der Grund: Frauen haben in späteren Jahrzehnten mit dem Rauchen angefangen als die Männer – nun kämpfen sie vermehrt mit den Folgen ihrer Tabaksucht.

Blähungen, Gas

Immer mehr Frauen sind alkoholsüchtig

Ein ähnliches Bild scheint sich jetzt beim Alkohol abzuzeichnen. Wie internationale Studien zeigen, bestehen besonders bei jungen Leuten kaum noch geschlechtsspezifische Unterschiede in Sachen Alkoholkonsum. Das Trinkverhalten der Frauen nähert sich immer mehr dem der Männer an.

"War ein problematisches Trinkverhalten zu Beginn des letzten Jahrhunderts bei Männern noch dreimal so verbreitet wie bei Frauen, lagen Männer zum Ende des 20. Jahrhunderts nur noch geringfügig vorne", sagte Bastian Willenborg, Chefarzt der Oberbergklinik Berlin/Brandenburg, laut "Spiegel Online". Daher gibt es auch immer mehr Frauen, die alkoholabhängig sind.

Alkohol schadet dem weiblichen Körper besonders

Dabei gibt es laut Willenborg für Frauen besonders gute Gründe, beim Alkohol zurückhaltend zu sein: "Das Brustkrebsrisiko steigt selbst bei gemäßigtem Konsum." Auch das Risiko für Herz- und Gehirnschäden sei bei Frauen höher als bei Männern. Laut Experten dürften Frauen maximal 0,25 Liter Bier oder 0,1 Liter Wein am Tag trinken, an mindestens zwei Tagen pro Woche sollten sie ganz auf Alkohol verzichten.

Besonders gefährlich ist Alkohol in der Schwangerschaft

Etwa jede vierte Frau in Europa trinkt sogar während der Schwangerschaft Alkohol. Mit fatalen Folgen für die Kinder: Jährlich kommen rund 2000 Babys mit massiven Schädigungen zur Welt.

Eine gute Nachricht gibt es immerhin: Laut dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung ist der Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen deutlich zurückgegangen. Vor allem das "Komasaufen" sei  stark rückläufig.

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