Studie belegt: Antibabypille bietet Schutz vor bestimmten Krebsarten

Die Antibabypille erhöht euer Krebsrisiko? Nicht unbedingt. Eine Studie hat nun ermittelt, dass das beliebte Verhütungsmittel sogar vor bestimmten Krebsarten schützt.

Studie wertet Daten von 46.000 Frauen aus

Wie eine britische Langzeitstudie, deren Ergebnisse jetzt im Fachmagazin "The American Journal of Obstetrics and Gynecology" veröffentlicht wurden, herausgefunden hat, kann die Antibabypille das Risiko für bestimmte Krebsarten senken. Die Wissenschaftler begleiteten seit 1968 rund 46.000 Frauen, von denen die Hälfte mit Pille verhütete. Bis 2012 sammelten sie die Daten der Pillen-Nutzerinnen und Nicht-Nutzerinnen – und werteten diese aus.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Gruppe der Pillen-Nutzerinnen seltener an bestimmten Krebsarten starben als Nicht-Anwenderinnen. Konkret gesagt: An Eierstockkrebs erkrankten 50 Prozent weniger, an Darmkrebs 38 Prozent weniger und an Gebärmutterkörperkrebs ganze 57 Prozent weniger Frauen. Dafür starben Frauen, die die Antibabypille bevorzugten, häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen – insbesondere, wenn sie rauchten.

Vorsicht ist trotzdem geboten!

Eins zu eins lassen sich die Ergebnisse aber nicht auf die heutige Zeit übertragen, da die neueren Pillen eine veränderte Zusammensetzung haben. Wie vorherige Studien zudem gezeigt haben, erhöht die Einnahme der Antibabypille das Risiko für Brustkrebs. Das Risiko sank innerhalb von fünf Jahren jedoch wieder auf den Normalwert.

Nachgewiesen ist außerdem, dass die in der Antibabypille enthaltenen Hormone das Risiko für Herzinfarkte, Durchblutungsstörungen und Thrombose steigern. Insbesondere für Pillen-nutzende Raucherinnen besteht zudem eine erhöhte Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken.

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jg
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