Aphthen im Mund: Ursachen und Behandlungen

Aphthen sind kleine Geschwüre, die vor allem die Mundschleimhaut befallen. Wir verraten dir, wie sie entstehen und wie du sie wieder loswerden kannst!

Was sind Aphthen?

Bei Aphthen (fälschlicherweise oft Aphten geschrieben) handelt es sich um kleine Geschwüre der Schleimhaut, meist im Mund. In der Regel sind sie als ovale Erhebungen (Papeln) mit weißer oder gelblicher Verfärbung erkennbar und haben einen Durchmesser von etwa einem Zentimeter. Aphthen sind harmlos, sie können aber Schmerzen verursachen und beim Essen stören.

Etwa jeder Fünfte bekommt einmal im Leben eine Aphthe, bei einigen Betroffenen treten die Papeln immer wieder auf. In diesem Fall spricht man von chronisch rezidivierenden Aphthen.

Es gibt drei verschiedene Formen von Aphthen:

  1. Minor-Aphthen: Diese Form macht rund 80 Prozent aller Fälle aus. Sie sind die kleinste Form der Aphthen und werden meist nur wenige Millimeter bis maximal einen Zentimeter groß.
  2. Major-Aphthen: Sie treten seltener auf als die Minor-Aphthen und sind wie der Name schon sagt auch deutlich größer als diese: Die Papeln können bis zu drei Zentimeter groß werden.
  3. Herpetiforme Aphthen: Diese seltene Form der Aphthen ist winzig klein, die Papeln sind eng zusammengedrängt. Optisch ähneln Herpetiforme Aphthen den Bläschen von Lippenherpes, was ihnen auch ihren Namen eingebracht hat.

Wo treten Aphthen auf?

Treten Aphthen an der Mundschleimhaut auf, sind sie meist an folgenden Stellen zu finden:

  • an der Innenseite der Lippen und Wangen
  • an der Zunge
  • am Gaumen
  • am Zahnfleisch

In seltenen Fällen können Aphthen auch an den Genitalien auftreten.

Welche Symptome verursachen Aphthen?

Aphthen an der Mundschleimhaut verursachen folgende Symptome:

  • Brennen
  • Jucken
  • generelle Schmerzen beim Essen, Trinken und Zähneputzen

Welche Ursachen können Aphthen haben?

Es ist bisher nicht abschließend geklärt, welche Ursachen es für Aphthen gibt. Experten vermuten, dass sie durch eine Reaktion des Immunsystems entstehen und verschiedene Faktoren das Risiko dafür erhöhen. Dazu zählen:

  • Gene
  • Psychische Belastungen
  • Mangel an Nährstoffen, Vitaminen oder Mineralien wie Eisenmangel, Folsäuremangel, Zink- oder Vitamin B12 Mangel
  • Lebensmittelunverträglichkeit
  • Verletzungen im Mund (z. B. durch Bissverletzungen)
  • Hormonelle Schwankungen

Außerdem können Aphthen als Symptom anderer Erkrankungen auftreten, z. B. bei:

  • Glutenunverträglichkeit
  • Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • Mangelernährung

Behandlung: Was hilft gegen Aphthen?

So unangenehm sie sind, meist heilen Aphthen von alleine innerhalb von einer bis zwei Wochen ab. Treten sie als Symptom einer anderen Erkrankung auf, muss diese behandelt werden. Um die Beschwerden wie Brennen und Jucken zu lindern, kann man auf leicht betäubende Salben aus der Apotheke zurückgreifen.

Auf welche Lebensmittel sollte ich bei Aphthen verzichten?

Es gibt Lebensmittel, die die durch Aphthen verursachten Schmerzen verstärken können. Auf diese Nahrungsmittel sollte verzichtet werden:

  • Obstsäfte
  • Zitrusfrüchte
  • Gewürze
  • Alkohol
  • Zwieback
  • Brötchen

Außerdem sollte auf eine gründliche Mundhygiene geachtet werden. Neben dem zweimal täglichen Zähneputzen helfen Mundspülungen.

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