Stimmt das? Augen-Mythen im Faktencheck

"Du darfst nicht im Dunkeln lesen" oder "Karotten sind gut für die Augen": Es gibt eine Reihe an Augen-Mythen. Doch was steckt eigentlich dahinter? Wir machen den Faktencheck!

"Lesen im Dunkeln schadet den Augen"

Falsch! Richtig ist, dass die Augen sich bei schlechtem Licht mehr anstrengen müssen und somit ermüden. Unsere Pupillen werden weiter und die Tiefenschärfe schlechter. Das hat zur Folge, dass die Buchstaben verschwimmen und sich im schlimmsten Fall Kopfschmerzen bemerkbar machen. Dauerhafte Schädigungen der Augen lassen sich medizinisch dennoch nicht durch das Lesen im Dunkeln nachweisen.

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"Wer zu lange TV schaut, bekommt viereckige Augen"

Falsch! Okay, das hätten wir uns schon fast denken können. Wir bekommen natürlich KEINE viereckigen Augen, wenn wir zu lange in die Glotze schauen. Der Spruch dient vielmehr dazu, seine Kinder vom Fernsehgucken abzuhalten – und das vollkommen zu Recht. Denn gerade im Kindesalter befindet sich das visuelle System im Aufbau, das Auge muss trainiert werden. Und das können wir besser im Freien, als bei der Fixierung auf einen TV-Punkt.

"Rauchen schadet den Augen"

Richtig! Ein Mythos, der seine Richtigkeit besitzt. Was viele Menschen nicht wissen: Rauchen schadet nicht nur den lebenswichtigen Organen, sondern gilt auch als wichtigster Risikofaktor für altersbedingten Grauen Star. Darüber hinaus kann Rauchen den Tränenfilm auf der Augenoberfläche angreifen und somit zu trockenen Augen führen.

"Beim Schielen können die Augen stehen bleiben"

Falsch! Was haben sich unsere Eltern die Münder fusselig geredet, wenn wir als Kinder anfingen, um die Wette zu schielen. Tatsächlich ist es aber so, dass es keinen einzigen dokumentierten Fall darüber gibt, dass jemandem beim Schielen die Augen stehen geblieben sind. Es gilt stattdessen: Wer seine Augen rollt und kräftig bewegt, hat eine besonders gute Kontrolle über sie.

"Brille tragen macht die Augen faul"

Falsch! Auch dieser Mythos kann der näheren Betrachtung nicht standhalten. Die Sehkraft wird nicht schlechter, wenn wir unseren Sehfehler mit einer Brille korrigieren. Im Gegenteil: Es gibt Hinweise darauf, dass eine Kurzsichtigkeit weniger schnell fortschreitet, wenn die Kurz- oder Weitsichtigkeit konsequent korrigiert wird.

"Möhren sind gut für die Augen"

Richtig! Karotten sind tatsächlich gut für die Augen, da sie Beta-Carotin und damit eine Vorstufe von Vitamin A enthalten, das die Netzhaut für den Aufbau der Sehpigmente Rhodopsin und Lodopsin benötigt. Die sind wiederum für die Lichtwahrnehmung notwendig. Übrigens: Wie wichtig Vitamin A ist, sieht man, wenn man sich die Folgen eines Vitamin-A-Mangels anschaut. In Entwicklungsländern ist der nämlich noch immer ein Grund für die Erblindung von Kindern.

jg
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