Nicht zu unterschätzen: Das müsst ihr jetzt über die Augengrippe wissen!

Sie ist hochansteckend, schmerzhaft und im schlimmsten Fall kostet sie euch die Sehkraft. Wir erklären, welche Symptome für eine Augengrippe sprechen und wie ihr euch davor schützt.

Rote, juckende Augen und eine Schwellung der Bindehaut – die Augengrippe ist auf dem Vormarsch und hat allein in NRW bereits das Ausmaß einer Epidemie angenommen. Mehr als 100 Fälle wurden in den vergangenen zwei Wochen dem Gesundheitsamt in Bonn gemeldet – Tendenz steigend. Damit ihr euch optimal schützen und im Notfall direkt reagieren könnt, verraten wir euch hier alles, was ihr unbedingt über die Augengrippe wissen müsst. Denn im schlimmsten Fall kann euch die Entzündung sogar die Sehkraft kosten.

Alleine bei Erstickungsanfall: So rettest du dein Leben!

Was ist die Augengrippe und wie wird sie übertragen?

Es handelt sich dabei um eine hochansteckende Bindehaut- und Hornhautentzündung, die durch Adenoviren ausgelöst wird. Die Augengrippe überträgt sich wie die normale Grippe über Tröpfchen und den Hand-Augen-Kontakt. Es reicht also oftmals schon aus, einem Infizierten die Hand zu geben und sich danach ans Auge zu fassen. Aber auch verunreinigte Handtücher und Augentropfen können die gefährlichen Viren übertragen.

Die Inkubationszeit der Entzündung beträgt 12 Tage, weshalb eine Ansteckung in dieser Zeit besonders hoch ist, erklärt Marc Hoffmann, Vize-Sprecher des Bonner Presseamts im Gespräch mit dem 'Bonner General-Anzeiger'. Solange das Virus in der Tränenflüssigkeit nachweisbar ist – in der Regel innerhalb der ersten zwei Wochen – kann man sich allerdings auch danach noch anstecken. Zudem sind Adenoviren umweltresistent und herkömmliche Desinfektionsmittel dagegen machtlos. "Nur ein spezielles, aber leider aggressives Desinfektionsmittel aus der Apotheke hilft, die Viren auf der Hand, auf Klinken etc. abzutöten," so Hoffmann weiter.

Was sind die Symptome?

Es beginnt meist mit einer Rötung der Augen und einer ringförmigen Schwellung der Bindehaut und Lymphknoten. Hinzu kommt ein unangenehmes Augenjucken und -brennen und das Gefühl, als ob sich ein Fremdkörper im Auge befände. Dabei können beide, oder auch nur ein Auge betroffen sein.

Trifft das auf euch zu, solltet ihr umgehend zum Arzt gehen. Dank spezieller Salben und Tropfen lässt sich die Augengrippe gut behandeln und klingt in der Regel nach zwei bis vier Wochen wieder ab. Dabei läuft sie aber nicht immer so ungefährlich ab: In einigen Fällen kann die Hornhaut Schaden nehmen, was zu einer dauerhaften Beeinträchtigung des Sehvermögens führen kann.

Wie schütze ich mich?

Die beste Vorbeugung ist Hygiene - wie gründliches Händewaschen und regelmäßiges Auswechseln von Handtüchern, Waschlappen und Kosmetika. Das Landeszentrum für Gesundheit in NRW hat zudem fünf Regeln aufgestellt, die das Infektionsrisiko so gering wie möglich halten sollen:

1. Vermeidet das Berühren eures Augenrandes (das passiert unbewusst mindestens 14 mal pro Tag).

2. Teilt keine Gegenstände mit andere Menschen, die mit den Augen in Berührung kommen. Das können unter anderem Brillen, Ferngläser oder Fotoapparate sein.

3. Benutzt keine Kosmetikprodukte (Puder, Lidschatten, Cremes und vor allem Augentropfen) von anderen Personen.

4. Meidet Schwimmbäder und Saunen.

5. Handtücher sollten sehr regelmäßig und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

6. Wenn ihr zum Augenarzt gehen wollt, vereinbart einen Termin und erklärt, warum ihr die Praxis aufsucht. Das hilft, sich auf euch einzustellen. 

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.

Neuer Inhalt