Ayurveda-Glossar: Von Abhyanga bis Shirodhara

Was ist eigentlich Abhyanga? Wofür ist ein Shirodhara gut? Und was verbirgt sich hinter dem Wort Ghee? Lesen Sie die Antworten in unserem Ayurveda-Glossar!

Abhyanga

Abhyanga ist die ayurvedische Ganzkörper-Ölmassage, häufig durch zwei Masseure. Der Begriff bedeutet so viel wie Massage oder Salbung. Das warme Öl wird mit streichenden Bewegungen auf die Haut aufgetragen. Das regt die Durchblutung an und soll außerdem Giftstoffe aus dem Körper schwemmen.

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Agni

Nach ayurvedischer Lehre das Verdauungsfeuer. Es sitzt im Oberbauch sitzt und sorgt dafür, dass die Nahrung in ihre Bestandteile aufgespalten wird.

Ama

Schädliche Schlacken nennt man im Ayurveda Ama. Sie entstehen, wenn die Nahrung nicht richtig verdaut wird, verstärken das Ungleichgewicht der Doshas und bringen den Stoffwechsel durcheinander. Das kann Krankheiten wie Rheuma oder Akne auslösen.

Basti

Ein Basti ist ein Öl-Einlauf, häufig mit Kräuterextrakten versetzt. Kleine Einläufe mit wenig Flüssigkeit werden abends und zur Selbstbehandlung empfohlen, sie sollen beruhigend und entspannend wirken. Große Einläufe mit bis zu 500 Millilitern Flüssigkeit dienen der Darmreinigung, können Verdauungsbeschwerden beheben und sind ein wichtiges Element im Panchakarma.

Dosha

Doshas sind Bioenergien, die für bestimmte körperliche, geistige oder seelische Vorgänge im Körper verantwortlich sind. Die Doshas bilden hierbei im Körper die fünf Elemente ab, die so genannten >> Mahabhutas. Man unterscheidet zwischen den Dosha-Typen Vata, Pitta und Kapha. Die Ausprägung der Doshas im Körper definiert den persönlichen Konstitutionstyp, das so genannte Prakriti.

Ghee

Bei Ghee handelt es sich um gereinigte Butter: Hierfür wird Butter erhitzt und der Schaum abgeschöpft. Das so gewonnene flüssige Butterfett spielt eine wichtige Rolle im Ayurveda: Es wird sowohl bei Massagen als auch für die innere Reinigung verwendet.

In der Vorbereitungsphase des Panchakarma trinkt man jeden Morgen eine Portion Ghee.

Kapha

Eines der drei Doshas. Kapha-dominierte Menschen strahlen viel innere Ruhe aus und mögen es gern gemütlich. Ihr Körperbau ist eher kräftig; öfter als andere Konstitutionstypen erkranken sie an Diabetes und sie neigen zu Übergewicht. Sie arbeiten langsam und gründlich und gelten deshalb manchmal als phlegmatisch.

Mahabhuta

Nach ayurvedischer Lehre setzt sich die ganze Welt aus fünf Elementen zusammen, den so genannten Mahabhutas: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther. Auch im Körper und Geist des Menschen finden sich die fünf Elemente - ihre Zusammensetzung prägt unser Wesen. So ist etwa Feuer verantwortlich für Verdauung, aber auch für Ausstrahlung, dem Element Erde ist der Geruchssinn zugeordnet.

Panchakarma

Panchakarma ist ein fünfstufiges Reinigungsritual, mit dessen Hilfe Gifte und Schlacken aus dem Körper geleitet werden. Es besteht aus therapeutischem Erbrechen, Abführen, verschiedenen Einläufen und der Nasen- und Stirnhöhlenreinigung. Panchakarma wird zur Behandlung von chronischen und psychosomatischen Erkrankungen empfohlen, eignet sich aber auch, um die Gesundheit zu stärken.

Pitta

Eines der drei Doshas. Pitta-dominierte Menschen sind energiegeladen und zielstrebig, manchmal neigen sie zu Egoismus und Sturheit. Sie leiden oft unter Hautproblemen und Entzündungen.

Prakriti

Als Prakriti bezeichnet man die Grundkonstitution des Menschen, bestimmt durch das Verhältnis der Doshas. Insgesamt unterscheidet man im Ayurveda sieben Konstitutionstypen: den Vata, den Pitta und den Kapha-Typ sowie verschiedene Mischtypen. Wer eine stabile Gesundheit will, muss im Einklang mit seinem Prakriti leben.

Shirodhara

Beim Shirodhara wird mindestens 20 Minuten lang ein Strahl warmes Öl über die Stirn gegossen. Das soll entspannend und reinigend wirken und unter anderem gegen Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Nervosität wirken.

Vata

Eines der drei Doshas. Vata-dominierte Menschen sind zart, sensibel und geistig sehr aktiv. Kommunikationstalent und Kreativität sind stark ausgeprägt. Sie leiden jedoch oft unter Verdauungsbeschwerden, neigen zu psychischen Problemen und werden leicht krank.

Text: Angelika Unger Foto: iStockphoto

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