Bakterielle Vaginose: Symptome und Behandlung

Eine bakterielle Vaginose kann unangenehm für Betroffene sein. Welche Symptome und Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfährst du hier. 

Was ist eine bakterielle Vaginose

Die Vagina ist mit verschiedenen Bakterien besiedelt, die meisten davon sind Milchsäurebakterien (Laktobazillen). Diese sollen das saure Milieu in der Scheide erhalten und vor Pilzen, Viren, etc. schützen. Bei einer bakteriellen Vaginose (BV) ist allerdings das mikrobiologische Gleichgewicht durch andere krankmachende Bakterien gestört. Man spricht daher bei diesem Ungleichgewicht nicht von einer Infektion, sondern von einer Dysbiose. Häufig kommen bei der BV mehrere Bakterienstämme vor, den größten Anteil macht dabei das Bakterium Gardnerella vaginalis aus.

Bakterielle Vaginose: Wer ist betroffen

Häufig sind Frauen zwischen 15 und 44 Jahren betroffen. Die Häufigkeit liegt bei etwa fünf bis zehn Prozent, während sie in einer Schwangerschaft mit zehn bis 20 Prozent deutlich höher liegt.

Bakterielle Vaginose: Symptome

Nicht alle Betroffenen haben Symptome. Doch folgende können bei einer bakteriellen Vaginose auftreten:

  • Juckreiz im äußeren Bereich
  • Trockenheitsgefühl
  • Hautreizungen
  • Grau-weißer Ausfluss, der unangenehm (fischig) riecht, schaumig oder dünnflüssig sein kann
  • Schmerzen beim Sex oder Wasserlassen möglich

Eine bakterielle Vaginose kann das Risiko für Infektionen wie einer Eileiterentzündung (Salpingitis) oder einer Entzündung der Schleimhaut des Gebärmutterhales (Zervizitis) erhöhen. In der Schwangerschaft erhöht die bakterielle Vaginose die Gefahr einer Frühgeburt. Und sie erhöht die Wahrscheinlichkeit an einer sexuell übertragbaren Krankheit zu erkranken.

Die bakterielle Vaginose sollte daher immer behandelt werden, auch wenn keine starken Symptome vorliegen.

Ist eine bakterielle Vaginose ansteckend?

Die bakterielle Vaginose zählt nicht zu den sexuell übertragbaren Krankheiten wie z. B. Chlamydien, dennoch können krankmachende Keime zwischen den Partnern ausgetauscht werden. Das Risiko einer BV steigt zwar bei Frauen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, dennoch gilt es nicht als gesichert, dass Geschlechtsverkehr die Hauptursache für die Vaginose ist, da auch sexuell enthaltsame Frauen daran erkranken können (wenn auch seltener). Andere Faktoren wie Stress oder Rauchen können ebenfalls ein ungünstiges Scheidenmilieu begünstigen.

Bakterielle Vaginose: Behandlung

Hast du die Symptome bei dir erkennen können, solltest du deine Frauenärztin aufsuchen. Die Diagnose erfolgt über einen Abstrich. Die Therapie richtet sich letztendlich nach der Schwere und der Regenerationsfähigkeit der Scheidenflora. Die Behandlung erfolgt meist mit Antibiotika. In Absprache mit deiner Ärztin kannst du auch eine Milchsäurekur anwenden.

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jd
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