Barfuß laufen: Darum ist es so gesund

Barfuß laufen geht nur am Strand? Falsch gedacht. Denn das Weglassen von Schuhen kann sich durchaus positiv auf eure Gesundheit auswirken.

Im Sommer kann es durchaus befreiend sein, barfuß über die Wiesen zu spazieren - doch wie sieht es zu Hause aus? Lasst ihr dort die Socken weg? Wenn nicht, dann solltet ihr darüber noch einmal nachdenken, immerhin ist Laufen ohne Schuhe nicht nur für eure Füße gesund. 

Barfußlaufen für eine verbesserte Lauftechnik 

In erster Linie wirkt sich Barfußlaufen positiv auf eure Fußmuskulatur aus. Durch das ständige Tragen von Schuhen hat sich die Muskulatur in unseren Füßen nämlich zurückentwickelt und dies kann zu Fehlstellungen führen. Außerdem können wir durch Barfußlaufen unseren Laufstil ändern: Fersenläufer, also Menschen, die beim Gehen zuerst die Ferse aufsetzt, leiden häufig unter Knie- und Hüftgelenkproblemen. Ohne Schuhe läuft man aber viel behutsamer und setzt eher den Vorder- und Mittelfuß auf, sodass die Gelenke geschont werden. 

Aber Laufen ohne Schuhe ist nicht nur für unsere Füße gesund. Fußfehlstellungen sind nämlich auch maßgeblich für Rückenschmerzen verantwortlich. Um Verspannungen zu lösen und Rückenprobleme zu mindern, solltet ihr zu Hause also öfter mal auf Socken und Schuhe verzichten. 

Barfußlaufen für die Sensorik der Füße 

Neben der Förderung der Muskulatur lohnt sich das Barfußlaufen übrigens auch, um den Tastsinn der Füße zu fördern. Die ständige Stimulation der Fußsohlen beim Barfußlauf sorgt darüber hinaus für die Aktivierung der Fußreflexzonen, die mit anderen Körperregionen in Austausch stehen. Im Grunde profitieren also auch eure inneren Organe davon, wenn ihr barfuß durch eure Wohnung lauft. 

Ein weiterer Vorteil: Barfußläufer leiden in der Regel nicht unter Fuß- oder Nagelpilz. Dieser entsteht nämlich nur dort, wo es dunkel und feuchtwarm ist – also in Socken und Schuhen. An der Luft bleiben die Füße hingegen trocken und sie werden besser durchblutet, sodass Pilzinfektionen deutlich seltener auftreten.   

Tipps fürs Barfußlaufen 

1. Langsam anfangen 

Wer sofort auf einem unebenen Untergrund mit dem Barfußlaufen anfängt, tut sich selbst keinen Gefallen. Besser ist es, in der Wohnung anzufangen ohne Socken zu laufen. Im nächsten Schritt kann man dann zum Beispiel auf Gras oder Sand laufen und seine Fußmuskulatur langsam trainieren. Auch Barfußparks bieten eine hervorragende Möglichkeit zum Trainieren. 

2. Barfußschuhe benutzen 

Weil spitze Steine sehr unangenehm sein können und heutzutage leider auch viele Scherben herumliegen, können Läufer auf Barfußschuhe zurückgreifen. Diese schützen den Fuß vor Verletzungen, vermitteln aber trotzdem das Gefühl als würde man barfuß laufen. 

3. Barfuß Sport treiben 

Natürlich könnt ihr auch beim Joggen auf eure Laufschuhe verzichten und barfuß laufen. Das sogenannte "Natural Running" erfordert jedoch einige Übung und sollte erst dann ausprobiert werden, wenn man sich im Alltag ohne Schuhe an den Füßen wohlfühlt. Passt eure Trainingspläne also langsam an, damit eure Füße sich an die neue Situation gewöhnen können. Auch hier empfiehlt es sich, mit Barfußschuhen anzufangen.

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Barfuß laufen: Darum ist es so gesund

Barfuß laufen geht nur am Strand? Falsch gedacht. Denn das Weglassen von Schuhen kann sich durchaus positiv auf eure Gesundheit auswirken.

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