Warum euch falsche Unterwäsche krankmacht

Seide, Satin oder Spitze sind hübsch anzusehen: Manchmal geht schicke Unterwäsche jedoch auf Kosten der Gesundheit.

Das richtige Material wählen

In den Medien wird es uns vorgelebt: Die moderne Frau trägt Reizwäsche aus Seide oder Satin, die hübschen Dessous sind zudem mit viel Spitze verziert. Grundsätzlich ist das auch wunderschön anzusehen, eines müsst ihr jedoch beachten: Der untere Bereich sollte aus Baumwolle gefertigt sein. Im Gegensatz zu anderen Stoffen ist Baumwolle nämlich besonders luftdurchlässig. Und das ist wichtig, um Pilz-Erkrankungen und bakteriellen Infektionen vorzubeugen.

Körpergeräusche: Bei diesen Geräuschen musst Du Dir Sorgen machen!

Lieber passend statt knackig-eng

Wir haben sicher alle schon einmal zu enge Unterwäsche gekauft. Die zwickenden Unterhosen sehen nicht nur unschön am Körper aus, sondern können auch zu unangenehmen Irritationen im Intimbereich führen. Besonders gefährdet sind in diesem Fall Frauen, die ihre Menopause schon hinter sich haben, da die Haut zwischen den Beinen dünner ist und im Zweifel aufreißen kann. In die Wunden können dann Bakterien eindringen, die wiederum Infektionen verursachen. Grundsätzlich gilt also: Schmeißt die zu engen Höschen lieber in den Müll.

Übrigens: Auch Männer sollten auf enge Slips verzichten. Insbesondere dann, wenn sie Papa werden wollen. Grund dafür: Die Qualität der Spermien lässt mit steigender Hitze im Schritt nach.

String-Tangas unter Vorbehalt

Grundsätzlich könnt ihr String-Tangas natürlich anziehen. Vorsicht ist jedoch bei den Frauen geboten, die generell etwas empfindlicher für Blasenentzündungen sind. String-Tangas haben direkten Kontakt mit dem Anus – dadurch können sie verstärkt Keime dieser Körperregion aufnehmen, die dann durch die natürliche Körperbewegung in den Intimbereich befördert werden. Von dort gelangen die sogenannten E. coli-Bakterien in die Harnröhre, was einen schmerzhaften Harnweginfekt – besser bekannt als Blasenentzündung – zur Folge haben kann.

Vor- und Nachteile von Shapewear

Shapewear mag praktisch sein, wenn man seine Problemzonen kaschieren möchte. Problemtisch ist hingegen der feste Druck der Unterwäsche auf das Fettgewebe. Dadurch kann sich die Blutzirkulation verschlechtern, was sich über taube Arme und Beine bemerkbar macht. Und hättet ihr gedacht, dass straffe Shapewear sogar die Ursache für Sodbrennen sein kann? Das kommt ebenfalls durch den Druck auf die Organe wie Magen und Darm zustande.

Unterhose komplett weglassen?

Grundsätzlich ist es zwar sinnvoll, luftdurchlässige Unterwäsche anzuziehen, ganz so luftig muss es dann aber doch nicht sein. Vom Nackt-Experiment unter der Hose ist jedenfalls dringend abzuraten, denn die Nähte können den Intimbereich aufscheuern und zu kleinen Verletzungen führen. Und auch unter Röcken ist die Unten-Ohne-Variante nicht besonders empfehlenswert – insbesondere in windigen Städten.

Schlafen ohne Unterwäsche

Nackt zu schlafen ist nicht jedermanns Sache. Für die Gesundheit ist es hingegen förderlich, die Unterhose im Bett wegzulassen – und somit für ausreichend Belüftung zu sorgen. Grundsätzlich kühlt sich der Körper beim Einschlafen um ein bis eineinhalb Grad herunter, ohne Höschen wird dieser Prozess naturgemäß beschleunigt. Wie bereits weiter oben im Artikel beschrieben, ist das feucht-warme Klima, welches durch die Unterwäsche verstärkt wird, ein Nährboden für Bakterien.

jg
Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.