VG-Wort Pixel

Bewegung bei Gelenkschmerzen Übungen, die Schmerzen im Körper lindern können

Bewegung bei Gelenkschmerzen: Eine Frau in Sportklamotten hält sich das Knie
© Gorodenkoff / Adobe Stock
Dehnen, rollen, drücken. Was Roland Liebscher- Bracht empfiehlt, um Gelenkschmerzen zu lindern.

Mit Gelenkschmerzen muss man nicht leben, ist der Bewegungsspezialist Roland Liebscher-Bracht überzeugt: Man könne selbst aktiv werden, um sie zu lindern. Für Menschen, die jahrelang Rücken oder Hüfte hatten, ist das eine tröstliche Nachricht. Liebscher-Brachts Youtube-Videos werden hunderttausendfach geklickt, in den sozialen Medien ist er ein Star. Zu jeder Beschwerde, ob an Hand, Nacken, Fuß oder Zeh, findet man dort oder in seiner App Übungen, die helfen sollen und die man einfach zu Hause machen kann.

Die Idee hinter seiner Methode: Gelenkschmerzen hängen mit zu hohen muskulär-faszialen Spannungen zusammen, die an den Gelenken ziehen. "Dieser permanente Druck verursacht die Schmerzen", erklärt Liebscher-Bracht. "Weil wir unseren Bewegungsumfang nicht mehr voll nutzen, verkürzen die Muskeln. Unter diesem Spannungsfeld leidet der Knorpel – und die Betroffenen, weil es eben wehtut."

Für ihn gibt es nur eine effektive Möglichkeit, die Spirale aus immer mehr Schmerzen, Verschleiß und Bewegungseinschränkungen zu unterbrechen: "Die hohe Spannung von Muskeln und verfilzten Faszien muss wieder normalisiert werden." Dazu empfiehlt er Dehnübungen, Rollmassage und Druckpunktbehandlung. "Alle Übungen wirken zusammen und sind eine Hilfe zur Selbsthilfe, um den Körper sich selbst wieder feinjustieren zu lassen", erklärt der Experte.

Das sollte beachtet werden

Kann man mit den Übungen die Probleme auch verschlimmern? Eher nicht, glaubt Liebscher-Bracht: "Im schlechtesten Fall bringen sie nichts." Sicherheitshalber gilt aber auch hier: Lieber die Beschwerden beim Arzt abklären lassen – vor allem bei schweren Vorerkrankungen, dauerhaften Kopfschmerzen oder der Einnahme von Blutverdünnern. Oder einen zertifizierten Liebscher-Bracht-Therapeuten aufsuchen.

Die Programme sind gar nicht aufwendig und trotzdem effektiv. Für das Knie zum Beispiel reichen laut Liebscher-Bracht schon zwei Übungen, um die Beschwerden zu lindern (s. unten). Videos zu allen Gelenkbeschwerden gibt’s auf Youtube (LiebscherBrachtDieSchmerzspezialisten) oder in der Liebscher & Bracht-App (12,50 Euro im Monat, im App Store).

Die zwei Top-Übungen fürs Knie

Wadenübung

Dehnen: Im Stand den linken Fuß z. B. auf einen Stapel Bücher stellen, die Ferse zum Boden drücken. 30 Sekunden halten, dann die andere Seite.

Das bringt’s: Dehnt den Zwillingswadenmuskel.

Vordere Oberschenkelübung

Dehnen: In der Bauchlage eine Rolle unter den rechten Oberschenkel legen, kurz oberhalb des Kniegelenks. Der linke Unterarm liegt entspannt am Boden. Jetzt die rechte Ferse anwinkeln, einen Gurt oder Gürtel um den rechten Fußspann wickeln, den rechten Ellenbogen am Boden abstützen und den rechten Fuß mithilfe des Gurts sanft in Richtung Gesäß ziehen. 30 Sekunden halten.

Anspannen & Intensivieren: Nun die rechte Leiste fest in den Boden drücken und das Bein in Streckrichtung fünf Sekunden maximal anspannen. Danach fünf Sekunden lang den Fuß zum Gesäß ziehen. Drei Wiederholungen. Anschließend im schnelleren Wechsel mit der Einatmung anspannen und mit der Ausatmung gegenspannen – 30 Sekunden lang.

Aktivdehnung: Den Gurt lösen und den rechten Fuß 30 Sekunden lang mit maximaler Kraft zum Gesäß ziehen. Seitenwechsel.

Das bringt’s: Dehnt den Oberschenkelstrecker.

Weiterlesen:

Die besten Übungen und Tipps gegen Gelenkschmerzen von Bewegungsexperte Roland Liebscher-Bracht gibt es in der neuen BRIGITTE Leben! (10,50 Euro, am Kiosk oder unter brigitte.de/brigitte-leben).

Holt euch die neue BRIGITTE Leben! – Das Coaching-Magazin mit Ernährungsärztin Anne Fleck. Unter anderem findet ihr im Heft das Thema "Snack-Scham - Warum esse ich das bloß?" sowie ein großes Ernährungstagebuch. Hier könnt ihr die BRIGITTE Leben! direkt bestellen.

Brigitte

Mehr zum Thema