Borkenflechte: Ursachen und Behandlungswege

Borkenflechte ist eine ansteckende Infektionskrankheit der Haut, die vor allem Kinder trifft. Hier erfährst du, wie die Krankheit entsteht und was hilft.

Was ist Borkenflechte?

Borkenflechte ("Impetigo contagiosa", "Eiterflechte" oder auch "Grindflechte") ist eine hochansteckende Hautkrankheit, die durch Bakterien (Streptokokken oder Staphylokokken) ausgelöst wird. Betroffen sind vor allem Kinder, aber auch Erwachsene können sich infizieren. Durch die Krankheit bilden sich Krusten, Schuppen und mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen vor allem im Gesicht, am Kopf sowie an den Armen und Beinen. Eine leichte Infektion lässt sich in der Regel mit einer antibiotikahaltigen Salbe behandeln, überzieht Impetigo contagiosa aber größere Hautbereiche, muss das Antibiotika in Tablettenform eingenommen werden.

Ursachen von Borkenflechte

Die Erreger von Impetigo contagiosa werden klassisch durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen, das heißt beispielsweise über Sprechen oder Händeschütteln. Folgende Übertragungswege sind möglich:

  • Husten
  • Niesen
  • Sprechen
  • Händeschütteln
  • Berühren von infizierten Gegenständen, z. B. Geländer

Gerade über die Hände gelangen die Erreger von Impetigo contagiosa leicht in Mund oder Nase, sie können aber auch über Hautverletzungen in den Körper eindringen. Besonders wenn das Immunsystem des Betroffenen bereits angegriffen oder wie bei Kindern generell eher schwach ist, ist eine Infektion leicht möglich.

Diese Symptome treten bei Borkenflechte auf

Es gibt verschiedene Arten von Impetigo contagiosa – eine sogenannte kleinblasige und eine großblasige Erscheinungsform, bei der sich die Symptome teilweise unterscheiden:

  • Kleinblasige Impetigo contagiosa: Diese Form wird meist durch Streptokokken verursacht und sorgt für gerötete Haut, auf der sich kleine, schnell platzende Blasen bilden. Darauf entstehen gelbliche Krusten. Die Borkenflechte tritt hier vor allem am Gesicht, der Kopfhaut, am Hals sowie an Armen und Beinen auf.
  • Großblasige Impetigo contagiosa: Eher von Staphylokokken verursacht. Die entstehenden Blasen beschädigen die oberen Hautschichten, auch hier bildet sich krustenartiger Schorf. Die Ränder sind oft schuppig. Weitere Symptome dieser Form sind Juckreiz, Fieber und eine Lymphknotenschwellung. Diese Grindflechte betrifft vor allem den Bauch, die Achseln, den Hals und die Genitalien.
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Therapie: Welche Behandlung hilft gegen Borkenflechte?

In der Regel wird Impetigo contagiosa mit Antibiotika in Salben- oder Tablettenform behandelt. Wird die Erkrankung schnell erkannt und die Behandlung erfolgt frühzeitig, heilt sie meist folgenlos aus. Liegt bereits eine andere Hautkrankheit wie zum Beispiel Neurodermitis vor, kann sich die Heilung aber über einige Wochen hinziehen.

So hilft man Kindern bei Grindflechte

Gerade wenn das betroffene Kind noch klein ist und unter Juckreiz leidet, ist es oft schwierig, den Nachwuchs vom Aufkratzen der Bläschen abzuhalten. Folgende Tipps könnten Eltern helfen:

  • Gegen Juckreiz durch Impetigo contagiosa können feuchtwarme Umschläge auf die betroffenen Hautstellen gelegt werden.
  • Die Nägel des betroffenen Kindes sollten kurz geschnitten werden, falls das Kind sich kratzt.
  • Leichte Baumwollhandschuhe können das Kratzen generell unterbinden.

Wichtig ist, auch Vorkehrungen zu schaffen, damit sich die Borkenflechte im Haus nicht weiter ausbreitet. Dazu gehört vor allem eine intensive Hygiene:

  • Alle Textilien, die von Impetigo contagiosa infizierten Personen benutzt werden, sollten regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Dazu zählen zum Beispiel Bettwäsche und Handtücher.
  • Generell sollten Betroffene eigene Textilien, Kämme und Bürsten benutzen.
  • Jedes Familienmitglied sollte sich gehäuft die Hände mit Seife waschen.
  • Gegenstände, die oft von allen angefasst werden (z. B. Türgriffe), werden bestenfalls täglich gereinigt.

Unbehandelt ist die Infektion ansteckend, solange auf der Haut noch entzündete Stellen zu finden sind. Erst wenn die Hautinfektion vollständig verschwunden ist, darf das betroffene Kind wieder in die Schule oder die Kita. Dafür stellt der Arzt eine Bestätigung der erfolgreichen Behandlung aus.

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