Broken-Heart-Syndrom: Was ist das eigentlich?

Das Broken-Heart-Syndrom ist wirklich ein Krankheitsbild. Es belegt, dass Liebeskummer und Schicksalsschläge uns krank machen können. Erfahre hier mehr!

Was ist das Broken-Heart-Syndrom?

Beim Broken-Heart-Syndrom ("Stress-Kardiomyopathie" oder "Tako-Tsubo-Kardiomyopathie") handelt es sich um eine Herzmuskelerkrankung, die plötzlich und durch großen emotionalen Stress ausgelöst wird. Entstehen kann das Phänomen zum Beispiel durch Liebeskummer oder Schicksalsschläge – daher auch die Bezeichnung, die zu Deutsch "Gebrochenes-Herz-Syndrom" lautet. Warum durch Stress eine Funktionsstörung des linken Herzmuskels auftritt, ist noch nicht abschließend geklärt. Auffällig ist aber, dass typische Stresshormone beim Broken-Heart-Syndrom einen erhöhten Spiegel aufweisen.

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Durch das Broken-Heart-Syndrom entstehen Symptome, die sonst für einen Herzinfarkt stehen, zum Beispiel Atemnot, starken Schmerzen und ein Engegefühl in der Brust. Allerdings kommt es hier nicht zu einer Verengung der Herzkranzgefäße. Und das Broken-Heart-Syndrom ist auch seltener lebensgefährlich, obwohl schwere Komplikationen auftreten können. Die Stress-Kardiomyopathie heilt in den meisten Fällen vollständig nach ein paar Wochen aus. Allerdings konnten Forscher in einer Studie gerade einen Zusammenhang zwischen dem Syndrom und einer Krebserkrankung feststellen: Demnach sei einer von sechs Menschen, die an Stress-Kardiomyopathie leiden, auch an Krebs erkrankt.

Wer ist vom Broken-Heart-Syndrom betroffen und wann tritt es auf?

Das Broken-Heart-Syndrom ist kein angeborenes Leiden, sondern wird erworben. Traumatische Erfahrungen können ebenso ein Auslöser sein wie der Tod eines geliebten Menschen oder eine Trennung. Obwohl die Krankheit seit den 90er Jahren bekannt ist, gibt es bisher nur kleine Untersuchungen dazu und dementsprechend auch nur wenig belegbare Daten über Patienten. Allerdings scheint das Syndrom eher ältere Frauen nach den Wechseljahren zu betreffen. Experten schätzen, dass bei rund 7,5 Prozent aller Frauen, die mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus kommen, tatsächlich ein Broken-Heart-Syndrom vorliegt.

Symptome beim Broken-Heart-Syndrom

Folgende Symptome können durch die akute Stress-Kardiomyopathie auftreten:

  • Starke Schmerzen ("Vernichtungsschmerz")
  • Niedriger Blutdruck
  • Engegefühl in der Brust
  • Atemnot
  • Schweißausbrüche
  • Übelkeit / Erbrechen
  • Herzschwäche, dadurch eventuell Blutstau und Flüssigkeitsansammlungen ("Ödeme") in den Beinen oder der Lunge
  • Als Komplikationen eventuell Herzrhythmusstörungen oder durch geringe Pumpkraft des Herzens starker Blutdruckabfall ("kardiogener Schock"). Hier besteht akute Lebensgefahr!

Therapie des Broken-Heart-Syndroms

Wichtig ist, bei diesen Symptomen zunächst von einem Herzinfarkt auszugehen und den Notarzt zu rufen. Anhand verschiedener Untersuchungen kann der Arzt dann entscheiden, ob tatsächlich ein Herzinfarkt oder das Broken-Heart-Syndrom vorliegt. Eine einheitliche Behandlung gibt es dafür bisher nicht, betroffene Patienten werden aber meist zumindest kurzzeitig auf der Intensivstation genau beobachtet. Mit verschiedenen Medikamenten kann man außerdem den Stresshormonen entgegenwirken und das Herz entlasten. Oft lassen die Symptome schon nach wenigen Stunden nach, nach einigen Wochen ist das Syndrom dann in den meisten Fällen ausgeheilt.

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