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Tipps und Hausmittel So kannst du leichte Symptome einer Coronainfektion behandeln

Corona: Mann blickt auf Fieberthermometer
© Syda Productions / Shutterstock
Aktuell steigen die Infektionsfälle mit dem Coronavirus wieder deutlich an. Wir verraten die besten Tipps und Hausmittel, mit denen du einen leichten Krankheitsverlauf zu Hause behandeln kannst.

Bei einer leichten Infektion mit dem Coronavirus leiden viele Menschen unter typischen Erkältungsbeschwerden wie beispielsweise KopfschmerzenGliederschmerzen, Husten, Schnupfen und Fieber. Und ähnlich wie bei einer Erkältung gibt es gegen die Beschwerden, die COVID-19 auslöst, bisher kein Allheilmittel. Aber: Viele der typischen Tipps und Hausmittel, die zur Behandlung von Erkältungen empfohlen werden, können auch die Beschwerden eines leichten Krankheitsverlaufes bei einer Coronainfektion lindern.

Was kann ich bei Fieber tun?

Fieber ist in erster Linie ein Zeichen dafür, dass der Körper gegen die Infektion kämpft. Um ihn dabei bestmöglich zu unterstützen, solltest du wenn du Fieber hast daher im Bett bleiben und dich ausruhen. Wenn die erhöhte Temperatur abgeklungen ist und dich die anderen Symptome nicht zu sehr beeinträchtigen, kannst du das Bett aber auch wieder verlassen. Denn ständiges Liegen ist bei Atemwegserkrankungen oft eher kontraproduktiv, da die Lunge so weniger gut belüftet wird.

Es spricht nichts dagegen, sich beispielsweise mal auf den Balkon oder die Terrasse zu setzen und etwas frische Luft zu schnappen. Auch solltest du mindestens dreimal täglich die Fenster ganz öffnen und so für ein paar Minuten stoßlüften, um die Virenlast im Zimmer zu reduzieren und frische Luft reinzulassen. Aufs Spazierengehen wirst du quarantänebedingt leider verzichten müssen.

Bettruhe, Medikamente und Tee

Bei den anderen typischen Symptomen einer leichten Coronainfektion helfen folgende Tipps:

  • Kopf- und Gliederschmerzen: Gegen Schmerzen kannst du generell schmerzlindernde Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen. Wiege dich aber nicht in falscher Sicherheit, weil die Beschwerden durch die Medikamente abklingen und du dich kurzfristig besser fühlst – schone dich bitte trotzdem weiterhin.
  • Husten: Kräutertee, beispielsweise mit Thymian, hilft dabei, festsitzenden Schleim zu lösen. Alternativ gehen auch Schleimlöser aus der Apotheke. Trockener Reizhusten ohne Schleim lässt sich beispielsweise durch Inhalieren gut in den Griff bekommen.
  • Halsschmerzen: Gegen Kratzen im Hals und generelle Halsschmerzen hilft vor allem beruhigender Kamillentee mit etwas Honig. Achte darauf, dass du den Hals warm hältst, indem du beispielsweise immer einen Schal trägst.
  • Verstopfte Nase: Eine verstopfte Nase lässt sich auf angeschwollene Schleimhäute zurückführen. Dagegen hilft ein abschwellendes Nasenspray, das aber nur für ein paar Tage zum Einsatz kommen sollte – sonst droht ein Gewöhnungseffekt.

Generell gilt außerdem: Achte darauf, dass du ausreichend trinkst. Vor allem Wasser ist wichtig, aber auch etwas Kräutertee ist in Ordnung. Im Normalfall reichen etwa zwei Liter Wasser täglich, bei erhöhter Temperatur sollten Erwachsene etwa einen halben bis einen Liter täglich zusätzlich trinken.

Wie bei einer Erkältung wirst du auch bei einer Coronainfektion vermutlich nur wenig Appetit haben. Setze wenn du isst möglichst auf leicht verdauliche und gesunde Kost mit vielen Vitaminen und Ballaststoffen und vermeide eher schwere, fettreiche Mahlzeiten.

Was ist mit zusätzlichen Vitaminen?

Teilweise werden zur Behandlung auch hochdosierte Präparate mit Vitamin C und D empfohlen. Ob diese bei einer Coronainfektion tatsächlich helfen oder ihr vorbeugen können, ist wissenschaftlich bisher aber nicht belegt. Die "Verbraucherzentrale" schreibt dazu: "Es gibt keine Nahrungsergänzungsmittel, die eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) verhindern können. Nahrungsergänzungsmittel dienen auch nicht der Behandlung von Erkrankungen."

Eine US-Studie kam demnach beispielsweise zu dem Ergebnis, dass eine Therapie mit hochdosiertem Vitamin C und Zink bei Corona wirkungslos blieb, dafür aber starke Nebenwirkungen auslöste. Auch die "Verbraucherzentrale" empfiehlt statt einer Vitaminsupplementation daher, eher viel frisches Obst und Gemüse zu essen, um dem Körper die Nährstoffe zu geben, die er braucht.

Die "Deutsche Gesellschaft für Ernährung" (DGE) weist darauf hin, dass bisher auch eindeutige Belege für einen positiven Effekt einer Supplementation mit Vitamin D gegen das Virus fehlen. Zwar deuten aktuelle Untersuchungen an, dass es einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin D-Spiegel und einem erhöhten Infektionsrisiko geben könnte. Allerdings seien die Ergebnisse nicht aussagekräftig genug, "um eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung nachzuweisen. Pauschal kann daher keine Empfehlung für eine Vitamin D-Supplementation gegeben werden, um einer SARS-CoV-2-Infektion vorzubeugen oder den Schweregrad einer COVID-19-Erkrankung zu verringern." Andere Fachinstitutionen wie das das "Robert-Koch-Institut" und das "Bundesinstitut für Risikobewertung" schließen sich dieser Einschätzung an.

Quellen

Brigitte

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