VG-Wort Pixel

Behalte es nicht für dich! Hier kannst du Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung melden

Corona akuell: Frau zieh Covid-Impfung mit einer Spritze auf
© Viacheslav Lopatin / Shutterstock
Du hast nach der Corona-Impfung bestimmte Nebenwirkungen bemerkt? So kannst du sie online melden.

Gut 73 Prozent der Deutschen sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Fast 50 Prozent haben zusätzlich eine Boosterimpfung erhalten (Stand: 22. Januar 2022). Statistisch heruntergebrochen lassen sich jede Sekunde sechs weitere Menschen einen Piks verpassen.

Ganz selten kommt es zu schweren Komplikationen durch die Impfung. Viele Impflinge erzählen aber nach der Spritze von den üblichen Beschwerden wie Armschmerzen, Fieber, Schüttelfrost oder Müdigkeit. Oder aber, sie entwickeln untypische Redaktionen. Aber werden diese auch erfasst? Ganz klar: Wer seinem Arzt nicht davon erzählt, der bleibt mit seinen Beschwerden unsichtbar. Und selbst wenn, ist nicht sicher, ob die Praxis die Nebenwirkungen dokumentiert und weitergibt. 

Nimm es selbst in die Hand – und melde deine Nebenwirkung online!

Generell ist es natürlich immer ratsam, deinem Arzt davon zu erzählen, wie es dir nach der Impfung geht. Gerade, wenn du mehr als geringfügige Nebenwirkungen bemerkt hast, solltest du checken lassen, ob deine Reaktion einer Behandlung bedarf. Manche Menschen haben aber vielleicht das Gefühl, ihr Arzt hört ihnen nicht wirklich zu oder sie werden gar belächelt dafür, dass sie ihre Beschwerden mit der Corona-Impfung in Zusammenhang bringen. In dem Fall kannst du zwei Dinge tun: 1. Wechsle den Arzt, denn so ein Verhalten ist absolut unangemessen und 2. Melde deine Nebenwirkung beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI)!

Nebenwirkung nach Corona-Impfung online melden – wie funktioniert das?

Hier kannst du deine Beschwerden nach der Corona-Impfung melden. Egal, ob du Schmerzen, eine allergische Reaktion oder Zyklusveränderungen bemerkst: Treten die Symptome nach der Impfung auf, macht es Sinn, sie dokumentieren zu lassen. Das Prozedere ist ganz einfach: Du beschreibst, welche Beschwerden du hast und wann sie aufgetreten sind. Du kannst dabei aus einer vorgefertigten Liste wählen oder einen eigenen Text verfassen. Du gibst auch an, wann die Impfung war, ob du unter Vorerkrankungen leidest und du dich inzwischen wieder gut fühlst. Anschließend kannst du entscheiden, ob du deine Angaben anonym schicken oder mit deinen persönlichen Daten versehen möchtest. "Der weitaus größte Anteil der gemeldeten Fälle betrifft die typischen, uns bekannten Impfreaktionen, die innerhalb von fünf Tagen nach einer Impfung auftreten und auch ohne Schaden abklingen", sagt PEI-Präsident Cichutek gegenüber dem BR.

Was passiert denn dann mit meinen Angaben?

Eine Antwort auf deine Meldung bekommst du nicht. Das Paul-Ehrlich-Insitut leitet die Infos aber an die zuständige Bundesbehörde weiter, wie es auf der Website steht. "Es wird jede Verdachtsfallmeldung geprüft", sagt Cichutek gegenüber dem BR. In einem regelmäßigen Sicherheitsbericht kann sich jeder über den derzeitigen Stand der gemeldeten Nebenwirkungen informieren. Ebenso findet ein Austausch mit den Fachgesellschaften anderer EU-Länder statt. Du siehst also, es lohnt sich!

Gibt es da keinen Haken?

Doch. Denn die Daten, die das PEI sammelt, sind lediglich ungeprüfte Verdachtsfälle. Die Statistiken sagen also nichts darüber aus, wie viele der angegebenen Beschwerden tatsächlich mit der Coronaimpfung in Zusammenhang stehen. Einige könnten sogar frei erfunden sein. Deshalb sind die Statistiken über die gemeldeten Nebenwirkungen auf jeden Fall mit Vorsicht zu genießen. Trotzdem kann es Wissenschaftler:innen und Mediziner:innen helfen, Nebenwirkungs-Trends aufzuzeigen und rechtzeitig zu handeln, wie etwa bestimmte Impfchargen zu stoppen.

as Brigitte

Mehr zum Thema