WTF? Darum schmieren Frauen sich jetzt Zahnpasta in die Vagina

Dieser Trend lässt uns aus mehreren Gründen sprachlos zurück: Weltweit schmieren sich Frauen gerade Zahnpasta in die Vagina. Aber warum macht man so was?

Einer der Nachteile des Internets ist es sicher, dass sich Trends und Gerüchte unheimlich schnell verbreiten. Und so findet auch dieser neue Trend gerade Fans rund um den Globus: Frauen schwören darauf, sich als Beauty-Treatment Zahnpasta in die Vagina zu schmieren. Äh ... what?

Mehr Spaß am Sex durch Zahnpasta?

Wo genau der Trend herkommt, ist nicht bekannt, aber besonders in Afrika scheint er total angesagt zu sein, wenn man nach Twitter und YouTube geht. Aber was bezwecken die Frauen nur damit? Tja: Gerüchteweise soll die Zahnpasta die Vagina straffen. Und das soll vor allem dem Mann nützen – der soll so beim Sex nämlich mehr Spaß haben. Für die Frauen springt aber angeblich immerhin noch eine frischere Duftnote im Intimbereich durch das Treatment raus.

Experten schlagen Alarm

Experten warnen eindringlich vor dem Trend. Der nigerianische Gynäkologe Dr. Oluwole Yusuf weist beispielsweise darauf hin, dass man mit der Behandlung den sensiblen Intimbereich schädigen kann: "Zahnpasta wirkt an einem empfindlichen Körperteil, wie der Vagina, ätzend. Die Verwendung derselben kann Organismen zerstören, die dazu dienen, die Vagina vor möglichen Infektionen zu schützen." 

Und seine britische Kollegin Vanessa Mackay sagte gegenüber "The Sun": "Es ist ein Mythos, dass Zahnpasta die Vagina strafft." Kleine Partikel aus der Zahncreme könnten sogar die Vaginalwände abschleifen, so die Expertin, die an der Königlichen Hochschule für Geburtshelfer und Gynäkologen tätig ist. Schlimmstenfalls könnte es durch das Treatment zu Unfruchtbarkeit oder Geschlechtskrankheiten kommen.

Knoblauch in der Vagina: Frau fasst an ihren Slip

Was, wenn meine Vagina zu weit ist?

Tatsächlich kann beispielsweise eine natürliche Geburt das eigentlich elastische Vaginalgewebe überdehnen, was mancher Frau das Gefühl geben kann, sie wäre "ausgeleiert" und erfahre so beim Sex nicht mehr genug Stimulation. Dagegen hilft zum Beispiel Beckenbodentraining, immer mehr Schönheitschirurgen bieten außerdem operative Eingriffe an (z. B. mit einer Lasertechnik). Allerdings können diese zu schwierigen Komplikation wie Verbrennungen, Narben oder generellen Schmerzen führen.

Eine weitere Methode zur Straffung: Sofern die Weitung der Vagina nur mäßig ist, kann der Scheidenkanal durch eine Injektion mit Hyaluronsäure unterfüttert und so verengt werden. Der Effekt hält für etwa acht bis 16 Monate an, danach wäre eine weitere Injektion erforderlich, um zu ihn erhalten.

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