Darum solltest du die Snooze-Taste des Weckers NIE nutzen!

Gehörst du auch zu denjenigen, die ständig die Snooze-Taste beim Wecker nutzen, bevor sie wirklich aufstehen? Dann Achtung: Schlafforscher warnen nämlich davor!

Der Wecker klingelt. Und anstatt energiegeladen aus dem Bett zu springen, drückt man kurz auf die beliebte Snooze-Taste und driftet nochmal ab ins Land der Träume. Erkennst du dich da auch wieder? Kein Wunder, Schlummern ist ja auch wirklich etwas Schönes. Nur unserer Gesundheit tun wir mit dem kontinuierlichen Snoozen leider gar keinen Gefallen, wie die Schlafforschung festgestellt hat.

Snoozen stört den Schlaf-Wach-Rhythmus

Der US-Schlafstörungsforscher Robert Rosenberg argumentiert, dass uns das ständige Aufwachen und Weiterschlafen schaden kann. Denn das ewige Schlummern bringt den sogenannten zirkadianen Rhythmus durcheinander. Das bedeutet: Unser Gehirn weiß nicht mehr, ob es wach oder müde sein soll – was wiederum zu einer größeren Müdigkeit am Tag führen kann. Dadurch schwächelt auch die Leistungsfähigkeit.

Müde trotz genügend Schlaf: Mediziner enthüllt die Ursache

Social Jetlag als Ursache

Leider ist das Problem nicht direkt damit behoben, künftig einfach auf die Snooze-Taste zu verzichten (dabei wäre das für die meisten von uns schon schwer genug...🙈). Denn die generelle Ursache dafür, dass wir morgens einfach nicht aus dem Bett kommen, sieht Rosenberg in den meisten Fällen bei einem chronischen Schlafmangel – auch als Social Jetlag bekannt.

Unter Schlafmangel versteht man eine Nacht mit weniger als sechs Stunden Schlaf. Rosenberg vermutet, dass die meisten Menschen die Snooze-Taste überhaupt nur deshalb so exzessiv nutzen, weil sie generell zu wenig schlafen.

Die Schuld haben Laptops, Smartphones und Co.

Zwar haben auch schon vor der technischen Revolution viele Menschen an Schlafstörungen gelitten, seit Smartphones und Co. aber ins Bett Einzug gehalten haben, hat sich das Problem laut Rosenberg nochmal verschärft. Und die Forschung gibt ihm Recht: Das blauwellige Licht, das die Geräte ausstrahlen, bringt unser sensibles Nervensystem und damit den Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinander. Durch das Licht sinkt der Spiegel des schlaffördernden Hormons Melatonin.

Und nun? Ein erster Schritt, um die Schlafstörungen zu beseitigen und die Snooze-Taste am nächsten Tag nicht mehr zu brauchen, ist, technische Geräte am Abend aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Generell sollten Laptops, Smartphones und Co. etwa 90 Minuten vor dem Schlafengehen ausgeschaltet werden, damit sich der Körper auf die Nachtruhe einstellen kann. Auch allabendliche Rituale wie eine Tasse beruhigender Tee (z. B. mit Hopfen oder Baldrian) oder Atemübungen können beim entspannten Einschlafen helfen.

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