Depression behandeln: Diese Maßnahmen helfen

Durch verschiedene Maßnahmen, die oft miteinander kombiniert werden, lässt sich eine Depression behandeln. So kannst du die Krankheit besiegen!

Depression behandeln: Muss das immer sein?

Liegt "nur" eine leichte Depression oder eine vorübergehende depressive Verstimmung vor, kann man in Absprache mit dem Arzt erst einmal abwarten, ob die Beschwerden von alleine wieder abklingen.

Damit das gelingen kann, ist die regelmäßige Rücksprache mit dem Arzt aber unumgänglich: Dieser kann aufzeichnen, wie sich der Betroffene fühlt, die Depression-Symptome kontrollieren und einschätzen, ob die Möglichkeiten einer Therapie ausgeschöpft werden sollten. Ebenso wichtig ist es, Angehörige ins Vertrauen zu ziehen und sich von ihnen unterstützen und begleiten zu lassen. Vielen Patienten helfen auch Gespräche in Selbsthilfegruppen.

Bei einer mittelschweren bis schweren Depression (siehe auch: Erschöpfungsdepression) ist es unwahrscheinlich, dass die Symptome von alleine wieder abklingen. Hier ist eine Behandlung durch einen Psychotherapeuten nötig. Folgende Methoden können eingesetzt werden, um die Depression zu behandeln:

  • Medikamente (Antidepressiva)
  • Psychotherapie

Meist werden beide Varianten in der Behandlung kombiniert. Bei der Psychotherapie wird häufig die kognitive Verhaltenstherapie eingesetzt. Diese besteht aus der kognitiven Therapie sowie der Verhaltenstherapie. Der Patient soll mit ihrer Hilfe negative Gedankenmuster und Einstellungen durchdringen und lernen, diese möglichst zu verändern. Bei einer Depression betrifft das beispielsweise ständige Selbstzweifel und Schuldgefühle.

Depression behandeln: Die Phasen im Überblick

Die Therapie wird in verschiedene Phasen gegliedert:

  • Akuttherapie: Dauert meist zwischen sechs und acht Wochen und soll vor allem die Symptome so weit lindern und deren Dauer so sehr verkürzen, dass der normale Alltag wieder möglich wird.
  • Erhaltungstherapie: Dauert etwa vier bis neun Monate, soll die Symptome möglichst ganz verschwinden lassen und dafür sorgen, dass der Patient keinen Rückfall erleidet.

Betroffene Menschen, die ein hohes Rückfallrisiko für depressive Erkrankungen haben, werden auch nach der Erhaltungstherapie weiter behandelt. Ursachen für ein hohes Rückfallrisiko sind beispielsweise schwierige Lebensumstände oder bleibende Symptome.

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Wie kann eine Depression außer durch psychotherapeutische Maßnahmen noch behandelt werden?

Neben den klassischen Therapiemöglichkeiten durch Medikamente und Psychotherapie können auch andere Methoden wirksam sein, um depressive Erkrankungen in den Griff zu bekommen. Dazu zählen:

  • Entspannungstechniken, z. B. progressive Muskelentspannung
  • Lichttherapie (bei einer Winterdepression)
  • Bewegung – körperliche Aktivität steigert nachweislich die Stimmung
  • Wachtherapie, d. h. der Patient bleibt unter Aufsicht eine Nacht wach und schläft erst in der nächsten wieder – das soll die Stimmung zumindest kurzfristig verbessern können

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