Darum kommst du morgens schlecht aus dem Bett

Du gehörst zur Fraktion der Morgenmuffel und bist die ersten Stunden des Tages nicht ansprechbar? Dafür musst du dich nun nie mehr entschuldigen.

Morgenmuffel oder Frühaufsteher?

Die einen singen morgens bereits gut gelaunt unter der Dusche, die anderen sind froh, wenn sie sich überhaupt aus dem Bett quälen können. Für den Morgenmuffel ist jedes Aufwachen vor neun Uhr morgens "unmenschlich früh", dafür kennt er keine Müdigkeit am Abend. Der Frühaufsteher hat hingegen seine Schwierigkeiten, bei der Tagesschau am Abend noch die Augen aufzuhalten. Doch warum reagieren Menschen so unterschiedlich auf verschiedene Uhr- und Tageszeiten?

Eine Antwort liefern nun die Ergebnisse einer aktuellen US-Studie. Die Forscher untersuchten das Erbgut von rund 90.000 Menschen auf Schlafgene – und veröffentlichten ihre Daten im Fachmagazin "Nature Communications". Doch was kam dabei raus?

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Das besagt die Studie

Im Rahmen der Untersuchung gaben die Probanden an, ob sie sich eher als Morgenmensch oder Abendtyp bezeichnen würden. Anschließend wurden sie untersucht. Das Ergebnis: Die Gene sollen an unserem morgendlichen Verhalten nicht ganz unbeteiligt sein. Unter den Morgentypen fanden sich demnach 15 ähnliche Positionen im Erbgut – sieben dieser Abschnitte liegen ganz in der Nähe von bereits erforschten Genen, die vermutlich den Schlaf-Wach-Rhythmus regulieren.

Auch andere Studien liefern Hinweise darauf, dass die Typologie der Morgenmuffel und Frühaufsteher keine Lifestyle-Erfindung von Großstädtern ist. Denn: Bei Abendmenschen steigt die Körpertemperatur später an als bei Morgenmenschen. Und auch die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin ist bei Morgenmuffeln verschoben.

jg
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