10 Fakten zum heimischen Schwangerschaftstest!

Einen Schwangerschaftstest für zu Hause bekommt ihr heute schon für minimales Geld in der Drogerie. So einfach war das nicht immer. 10 skurrile Fakten über den Test, die ihr noch nicht kennt. 

Hinter dem heute üblichen Schwangerschaftstest für zu Hause steckt eine bewegte Geschichte, die wohl den wenigsten Menschen bekannt ist. Wir haben einem Meinungsstück der "New York Times" zehn relativ unbekannte Fakten über die Selbsttests entnommen.

Mundgeruch: Mit diesem Trick findest du heraus, ob du darunter leidest

1. Der erste Schwangerschaftstest kam erst 1977 auf den Markt.

Erst Ende der 1970er-Jahre kamen die ersten Selbsttests für zu Hause auf den Markt. Das waren damals jedoch noch sehr komplizierte Sets, die erst nach rund zwei Stunden ein Ergebnis brachten. Die Schwangerschaft selbst testen zu können, war ein wichtiger Schritt für die weibliche Emanzipation und sexuelle Revolution.

2. Eine Frau namens Margaret Crane kam auf die Idee des ersten Selbsttests.

Margaret Crane kam Ende der 1960er-Jahre auf die Idee, einen Schwangerschaftstest zu kreieren, bei dem ein Besuch beim Arzt obsolet wird. Wozu einen Mittelsmann aufsuchen, wenn man den Test ganz einfach von zu Hause machen kann? Eine Erfindung, die das Leben vieler Frauen änderte.

3. Die Erfinderin des ersten Prototyps war eine Künstlerin.

Ja, wer hätte das gedacht? Margaret Crane war keine Ärztin, sondern eine Künstlerin im New Yorker West Village.

4. Kritiker befürchteten Suizid-Welle von unverheirateten Frauen.

Ihr erinnert euch vielleicht: In den 1960er- und 1970er-Jahren war es nicht einfach für eine unverheiratete Frau, schwanger zu werden. Kritiker befürchteten damals, dass sich Single-Frauen umbringen würden, wenn sich ein Schwangerschaftstest als positiv erweisen würde. Glücklicherweise ist die befürchtete Suizid-Welle ausgeblieben.

5. Pharmakonzerne sträubten sich zunächst vor Einführung.

Wie die "Times" berichtet, hat die Entwicklung des Prototypens über zehn Jahre gedauert, bis er funktionstüchtig war. Pharmakonzerne sträubten sich zunächst gegen die Einführung des Selbsttests auf den Markt. Sie wollten kein Produkt gutheißen, dass es Frauen ermöglicht zu wissen, ob sie ein Baby in sich tragen oder nicht.

6. Schwangerschaftstests hatten früher ein blumiges Design.

Die ersten Selbsttest-Designs beinhalteten Blumen und Quasten, um ihn Frauen näher zu bringen. Crane verabschiedete sich jedoch vom lieblichen Design und hielt ihren Prototypen schlicht. Immerhin sei es nur ein Streifen, auf den Frauen pinkeln sollten.

7. Das Patent gab es für einen Dollar.

1969 hat Margaret Crane das Patent an ihrer Erfindung für einen Dollar verkauft. Den Dollar hat sie nie gesehen.

8. Der erste Schwangerschaftstest für zu Hause hieß "Predictor".

Zu deutsch: "Anzeichen" oder "Prophet". Wie passend. Der Slogan für den Selbsttest lautete: "Jede Frau hat das Recht zu wissen, ob sie schwanger ist oder nicht."

9. Gegner glaubten nicht daran, dass Frauen den Test verstehen.

Nunja, eigentlich ist es nicht besonders schwer: Man nehme den Schwangerschaftstest, pinkele auf den Streifen und warte dann auf das Ergebnis. Die damaligen Gegner zweifelten an, dass Frauen den Instruktionen wirklich folgen können. Immerhin sind sie in einem emotionalen Ausnahmezustand, wenn der Selbsttest zur Anwendung kommt.

10. Acht von zehn Frauen erfahren durch einen Selbsttest von der Schwangerschaft.

Auch wenn der Sinn des Schwangerschaftstests zunächst massiv kritisiert wurde, heute ist er nicht wegzudenken aus dem Drogerie-Sortiment. Tatsächlich sollen ganze acht von zehn Frauen von ihrer Schwangerschaft erfahren, indem sie zunächst einen Selbsttest anwenden. Erst dann wird zum Arzt gegangen.

jg
Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.