Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs 2020: Diese Neuerung musst du kennen

Die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird 2020 erneuert. Wir erklären dir, welche Änderungen in der Krebsvorsorge auf dich zukommen und was es damit auf sich hat.

Für Frauen gehört er seit dem Teenageralter fest dazu: der jährliche Besuch beim Gynäkologen. Während er uns früher Angst bereitete, ist er mittlerweile für die meisten zur Routine geworden. Nachlässig sollte man bei den Terminen trotzdem nicht werden – denn die Krebsvorsorge kann Veränderungen frühzeitig sichtbar machen, selbst wenn noch keine Symptome aufgetreten sind. 2020 treten in Bezug auf die Früherkennung von Gebärmutterhals einige Neuerungen in Kraft. Wir klären auf, was beim nächsten Frauenarztbesuch anders wird – und was nicht. 

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Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs: Wie sieht die neue Vorsorge aus?

  • Eine jährliche Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane bleibt gleich.
  • Auch eine Tastuntersuchung des Bauchraums, bei der die Eierstöcke und Gebärmutter untersucht werden, gehört weiterhin dazu.
  • Bei Frauen zwischen 20 und 34 wird zusätzlich ein sogenannter Pap-Abstrich des Gebärmutterhalses und -kanals genommen und dieser im Labor auf Zellveränderungen geprüft.
  • Bei Frauen ab 35 gilt seit Januar 2020: Der Anspruch auf einen Pap-Abstrich besteht nur noch alle drei Jahre, dazu wird jedoch ein HPV-Test gemacht. Dabei wird das Gewebe auf das Humane-Papillom-Virus untersucht, das ein Auslöser von Gebärmutterhalskrebs sein kann. 
  • Neu für alle Frauen von 20 bis 65: Alle fünf Jahre erhalten Frauen zwischen 20 und 65 Jahren zukünftig zusätzlich von ihrer Krankenkasse eine persönliche Einladung zum Früherkennungsprogramm.

Aber: Auch Frauen, die keine Einladung erhalten haben sollten oder über 65 Jahre alt sind, behalten weiterhin den altersabhängigen Anspruch auf eine Krebsvorsorge, entweder jährlich oder eben alle drei Jahre. 

Der kombinierte HPV- und Pap-Test soll die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs zukünftig weiter erleichtern. Sollten Gewebeveränderungen erkannt werden, können diese frühzeitig behandelt und gegebenenfalls entfernt werden, lange bevor sie sich zu Krebs entwickeln und Symptome verursachen würden. Trotzdem gilt: Ein positiver Pap-Test ist nicht immer ein Grund zur Sorge. Veränderungen können vorkommen und sich je nach Schweregrad in vielen Fällen sogar von selbst zurückbilden. Das Praxis-Team wird also weiterhin individuell über die Maßnahmen entscheiden. 

Hier erfährst du alles weitere zum Thema Gebärmutterhalskrebs: Was bringt der "Pap-Test"? , warum für Frauen ab 35 andere Tests gelten und was du bei der Früherkennung zum Gebärmutterhalskrebs beachten solltest.

verwendete Quellen: Gemeinsamer Bundesausschuss, Frauenärzte im Netz, Krebsinformationsdienst

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