Der heimtückische Fußpilz

Fußpilz ist eine der häufigsten Pilzinfektionen. In den Industrieländern leidet jeder Dritte an der unangenehmen Erkrankung, die mit heftigem Juckreiz einhergeht. Wir erklären euch, was ihr zur Vorbeugung tun könnt und wie ihr Fußpilz behandeln könnt.

Fußpilz erkennen, behandeln und vorbeugen

Fußpilz (medizinisch: Tinea Pedis) gehört zu den Hautpilz-Erkrankungen. Die Infektion breitet sich meist zwischen den Zehen aus, kann aber auch die Fußsohle und in besonders schlimmen Fällen sogar den Fußrücken befallen. Sind auch die Nägel betroffen, handelt es sich um einen Nagelpilz.

Zerknetet, gerollt oder gelöffelt: Das verraten Kopfkissen über die eigene Persönlichkeit

Symptome

Das erste Anzeichen eines Fußpilzes ist extremer, permanenter Juckreiz zwischen den Zehen. An den infizierten Stellen kommt es anschließend zur Rötung der Haut und es bilden sich Schuppen. Später entstehen an den befallenen Punkten des Fußes zusätzlich kleine Pusteln und Bläschen.

Ursachen

Fußpilz entsteht durch Fadenpilze, die sogenannten Dermatophyten. Normalerweise haben die Erreger keine Chance die Haut zu befallen, da der Säureschutzmantel und die Hautflora dafür sorgen, dass jegliche Schädlinge unverzüglich vernichtet werden.

Ist das Immunsystem jedoch geschwächt oder die Haut des Fußes angegriffen, können die Erreger das körpereigene Abwehrsystem überlisten. Die Pilzsporen können in die Haut eindringen und sich nach Lust und Laune ausbreiten. Dabei kämpfen sie sich von der oberen Haut in tiefere Hautschichten durch. Dort angelangt kann sich der Fußpilz einnisten. Jetzt wird’s ungemütlich für die Füße.

Da die Hautzellen sich immer wieder erneuern und nachrücken, dringen die Pilzsporen immer wieder an die obere Hautschicht. Die Zellerneuerung sorgt dafür, dass die Haut die abgestorbenen Schuppen abstößt. Genau diese Hautschuppen sind gefährlich, denn sie enthalten den Erreger. Die Pilzsporen können in den Schuppen bis zu mehreren Wochen überleben und so die Infektion übertragen und andere Personen anstecken.

Vorbeugung

Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr ist besonders an Orten, wo viele Menschen barfuß unterwegs sind, Vorsicht geboten. In Schwimmbädern, Saunen, Solarien und Hotelzimmern solltet ihr präventiv auf keinen Fall barfuß herumlaufen, sondern stets Badelatschen beziehungsweise Hausschuhe tragen. Da Pilze feuchtes Klima lieben, solltet ihr für trockene Füße sorgen. Nach dem Duschen ist es daher wichtig, die Zehenzwischenräume gründlich abzutrocknen oder trocken zu föhnen. Zudem begünstigen Schweißfüße die Entstehung von Fußpilz. Um schwitzende Füße zu vermeiden, solltet ihr auf synthetische Socken und Schuhe verzichten. Die künstlichen Fasern nehmen die Nässe nicht auf und sorgen daher für ein tropisches Klima an den Füßen, wo sich die Erreger gut vermehren. Tragt daher lieber Baumwollsocken und luftdurchlässige Schuhen aus Leder. Die Haut kann dann besser atmen, wodurch ihr Schweißfüßen vorbeugen könnt. Außerdem solltet ihr auf bequemes Schuhwerk achten: Wer zu enge Schuhe trägt, begünstigt die Bildung von Druckstellen und Wunden. Die Haut wird geschädigt und der Nagelpilz kann den Schutzmantel der Haut schneller durchdringen.

Um den Erregern vorzubeugen, solltet ihr zusätzlich für ein intaktes Immunsystem sorgen. Mit einer ausgewogenen Ernährung könnt ihr euer körpereigenes Abwehrsystem stärken. Besonders die Vitamine A, C, D und E sind für das Immunsystem wichtig. Sie sind vor allem in Obst enthalten. Die Spurenelemente Eisen und Zink sind für die Abwehrkräfte ebenfalls essentiell. Eisen befindet sich vor allem in Fleisch. Zink steckt vor allem in Meeresfrüchten, Spinat und magerem Fleisch. Ausreichende Bewegung ist ein weiterer wichtiger Faktor, um das Immunsystem zu unterstützen.

Behandlung

Wenn ihr euch trotzdem den unangenehmen Fußpilz eingefangen habt, könnt ihr ihn zunächst mit Hausmitteln bekämpfen. Ihr könnt die befallenen Stellen beispielsweise regelmäßig mit Apfelessig betupfen. Ein Fußbad aus Apfelessig, Zitrone, Salz und Wasser kann ebenfalls die Symptome abschwächen. Dafür Apfelessig und Wasser in einem 1:4 Verhältnis mischen. Etwas Zitrone und eine halbe Tasse Salz hinzugeben und die Füße darin für zehn Minuten baden.

Eine weitere Methode ist es der Infektion mit Knoblauch und Zwiebeln den Garaus zu machen. Dafür die Füße vor dem Schlafengehen mit Knoblauchzehen oder einer Zwiebel einreiben. Dann Baumwollsocken überziehen und über Nacht einwirken lassen. Diese Behandlung mehrere Tage durchführen. Aber Achtung! Wenn ihr nicht alleine schlaft, empfiehlt es sich vorher kurz mal nachzufragen, ob der Bett-Partner mit der Extraportion Knoblauch- und Zwiebel-Odeur einverstanden ist.

Bei hartnäckigem Fußpilz kann ein Gel oder eine Creme mit Antimykotika helfen. Der Wirkstoff hemmt das Wachstum der Erreger und tötet sie ab.

Foto: Marcelina Zygula/shutterstock
Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.