Warum Vollkorn unser Leben verlängert

Dass Vollkorn gesund ist, ist den meisten Menschen bekannt. Warum wir das Getreide jedoch zwingend in unseren Alltag integrieren sollten, haben Experten nun in einer Studie ermittelt.

Getreide schützt vor Krankheiten

Wie ein internationales Expertenteam aus Großbritannien, Norwegen und den USA jetzt herausgefunden hat, reicht nur eine kleine Menge Vollkorn am Tag aus, um das Leben zu verlängern. Insgesamt wurden 45 Studien mit unterschiedlichen Krankheitsschwerpunkten analysiert, in denen die schützende Wirkung des Getreides im Vordergrund stand – veröffentlicht wurde die Metastudie im "British Medical Journal".

Doch was sind die Ergebnisse? Wer rund 90 Gramm Vollkorn am Tag zu sich nahm, reduzierte das Risiko, Herz-Kreislauf-Krankheiten zu bekommen, um 22 Prozent. Das allgemeine Risiko, an Krebs zu erkranken, verminderte sich um 15 Prozent. Immer im Vergleich zu den Personen, die überhaupt kein Vollkorn aßen. Und auch das Risiko, an einem koronaren Herzleiden zu erkranken, sank um 19 Prozent. Eine genaue Verbindung zwischen verzehrter Menge und schützender Wirkung konnten die Forscher jedoch nicht nachweisen. Übrigens: Auch die Gefahr, an Diabetes, Infektionskrankheiten und Atemwegserkrankungen zu sterben, nahm deutlich ab.

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Vollkorn ist nicht gleich Vollkorn

Ob dunkles Brot oder Körnerbrötchen: Oft trügt der Schein des vermeintlich gesunden Lebensmittels. Denn Körner auf Brot und Brötchen bedeuten noch lange nicht, dass echtes Vollkornmehl darin steckt. Durch den Zusatz von Röst- oder Malzgetreide, durch Rüben- oder Karamellsirup kann ein Weißmehlbrot schnell dunkle Farbe bekommen. Ein echtes Vollkornbrot- oder Brötchen muss mindestens aus 90 Prozent Roggen- und/oder Vollkornerzeugnissen, wie Vollkornmehl oder Vollkornschrot, bestehen. 10 Prozent andere Mehle sind erlaubt.

Vollkornprodukte in den Alltag integrieren – unsere Tipps

  • Es muss nicht immer das Knuspermüsli zum Frühstück sein. Auch ein Vollkornbrot mit Ei oder Avocado sorgt für einen tollen Start in den Tag.
  • Statt Weizenmehl besser zu Vollkornmehl greifen. Im Mehl befinden sich sowohl Schale als auch Keimling und Mehlkern. Wer möchte, kann Weiß- und Vollkornmehl mischen.
  • Nicht auf das Aussehen des Brotes verlassen. Besser: Beim Bäcker nachfragen, in welchen Backwaren sich echtes Vollkornmehl befindet.
  • Statt Weizennudeln oder Reis immer zur leckeren Vollkorn-Variante greifen. Ist zunächst gewöhnungsbedürftig, dafür aber viel besser für eure Gesundheit.
jg
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