5 unsinnige Gesundheitstipps, die mehr schaden als nützen

Kennt ihr auch diese selbst ernannten Health Coaches, die euch ungefragt Gesundheitstipps geben? Wir verraten euch, welche Tipps ihr getrost in die Tonne kloppen könnt.

1. Von Obst kann man nicht genug essen

Ähm, nein, das stimmt leider nicht. Natürlich wissen wir, dass Obst gesund ist. Nicht umsonst empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Rahmen von "5 am Tag" zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse pro Tag.

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Wer aber zu viele Früchte isst, sollte sich vorsehen, denn: In großen Mengen kann Fruchtzucker Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen, darüber hinaus treibt er die Kalorienanzahl nach oben. Die Fruchtsäure greift zudem den Zahnschmelz an, weshalb man sich die Zähne auch nie direkt nach dem Obstverzehr putzen sollte.

2. Heiße Zitrone hilft bei Erkältungen

Wer erkältet ist, hört oft den Spruch: "Trink doch einfach eine heiße Zitrone - das hilft immer". Ganz so hilfreich ist dieses Getränk jedoch leider nicht, denn die Zitrusfrucht enthält nur wenig Vitamin C, das den Viren den Garaus macht und das Immunsystem stärken soll. Hinzu kommt, dass die Hitze das enthaltene Vitamin C schnell zerstört. Besser als Vitaminlieferanten eignen sich Kiwis und Sanddorn.

3. Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Lange Zeit hieß es, man solle nur ein Ei pro Woche essen - immerhin erhöhen diese den Cholesterinspiegel. Eine These, die mittlerweile auf dem Prüfstand ist. In einem Hühnerei stecken rund 400 Milligramm Cholesterin, nur die Hälfte davon wird überhaupt vom Körper aufgenommen. Das heißt, dass der Wert noch vor Jahren deutlich überschätzt wurde.

Weit mehr Cholesterin nehmen wir z.B. durch gesättigte Fette, die in Wurst oder Butter stecken, auf. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hält sich an die Empfehlung der DGE, die einen maßvollen Konsum von zwei bis drei Eiern pro Woche für vertretbar hält.

4. Vegetarisches Essen ist automatisch auch gesund

Vegetarisches Essen ist automatisch auch gesund? Nicht unbedingt. Neu-Veggies greifen häufig aus Bequemlichkeit erst mal zu Fertigprodukten und Süßem - und DAS ist nicht unbedingt gesund. "Pudding-Vegetarier" werden jene Menschen genannt, die sich nach formalen Kriterien vegetarisch ernähren, aber Lebensmittel mit geringer Nährstoffdichte bevorzugen. Wer Veggie werden möchte, sollte sich vorher also intensiv mit dieser Ernährungsform auseinandersetzen.

5. Rücken schonen bei Verspannungen

Ihr seid häufig verspannt oder habt Schmerzen im Rücken? Dann tut nicht den Fehler und folgt dem angestaubten Rat, euren Rücken zu schonen. Nur mit Bewegung können Blockaden gelöst und Schmerzen behandelt werden. Gut ist zum Beispiel die Tennisballmassage, bei der ihr einen Tennisball zwischen Rücken und Wand platziert und euch dann langsam auf und ab bewegt. Doch auch Schwimmen und regelmäßige Spaziergänge sind von Vorteil, wenn ihr unter Verspannungen leidet.

jg
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