5 überraschende Gründe für chronische Schmerzen

Experten schätzen, dass in Deutschland zwischen fünf bis acht Millionen Menschen an chronischen Schmerzen leiden. Wir haben fünf überraschende Gründe für das Schmerzsyndrom herausgefiltert.

Viele Menschen leiden an chronischen Schmerzen, wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, rheumatischen Erkrankungen oder Bauchschmerzen, die den größten Teil des Alltags dominieren. Manche gewöhnen sich daran und lernen, sich damit zu arrangieren, andere sind permanent auf der Suche nach geeigneten Mitteln gegen das Übel. Immerhin schränkt das chronische Schmerzsyndrom auf Dauer die Lebensqualität ein und mindert die Lust auf Aktivitäten. Aus der Masse der Ursachen haben wir fünf Gründe herausgefiltert, die zunächst keinen direkten Zusammenhang zum Schmerz aufweisen.

Erschreckendes Ergebnis: Jedes zweite Putzmittel ist gesundheitsschädigend

1. Schmerzmittel

Die meisten Menschen wissen nicht, dass sich der übermäßige Konsum von Schmerzmitteln irgendwann ins Gegenteil umkehren kann. Dann wird die Tablette, die gegen die Beschwerden helfen soll, zum eigentlichen Übel. Wenn beispielsweise Ibuprofen oder Paracetamol nicht mehr gegen die Kopfschmerzen helfen, sondern diese eher verschlimmern, sollte man besser damit aufhören. Denn: Schmerzmittel sind nur eine kurzfristige Hilfe und nicht die Lösung des Problems.

2. Emotionales Trauma

Auch emotionale Traumata, wie eine posttraumatische Belastungsstörung, Angsterkrankungen, Depressionen oder weitere psychische Erkrankungen, hängen signifikant mit chronischem Schmerz zusammen. Meist geht es dem chronischen Schmerzsyndrom voraus. Die Wissenschaft hat noch keinen direkten Zusammenhang zwischen Trauma und physischen Schmerzen herausgefunden. Dennoch gehen Experten davon aus, dass der Körper auf emotionalen Stress mit Schmerzen reagiert.

3. Schlafqualität

Schlafstörungen und Schmerzempfinden bedingen sich. Das heißt: Wer Schmerzen hat, schläft schlecht und wer schlecht schläft, hat Schmerzen. Doch wie entsteht dieser Teufelskreis? Der Tiefschlaf ist die Zeit des Tages, in der sich eure Muskeln regenerieren können. Wer wenig schläft, verhindert diesen Prozess, reduziert die Schmerzschwelle und steigert die Empfindlichkeit. So können schon leichte Reize starke Schmerzen auslösen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig für Patienten mit chronischen Schmerzen, dass sie auf ihre Schlafqualität achten.

4. Magnesiummangel

Im Körper passiert fast nichts ohne Magnesium. Ein Mangel dieses wichtigen Mineralstoffs hat deshalb etliche negative Folgen auf verschiedene Organe und Körperfunktionen – insbesondere dann, wenn er nicht gleich entdeckt wird. Magnesium kontrolliert die Erregungsweiterleitung in Nerven- und Muskelzellen und verringert die Freisetzung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol. Ein Mangel des Mineralstoffs hat deshalb zur Folge, dass wir unruhig und abgeschlagen sind. Und das zieht wiederum Spannungskopfschmerzen, Müdigkeit und Migräne nach sich.

5. Fibromyalgie

Fibro... was? Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung, die man den rheumatischen Krankheiten zuordnet. Sie beginnt mit großflächigen Schmerzen über den ganzen Körper, hauptsächlich in den Muskeln. Hinzu kommen Müdigkeit, Schlafstörungen und Probleme mit der Haut. Das Problem bei diesem Schmerzsyndrom: Es wird selten erkannt, da es im Blut nicht nachzuweisen ist. Auch über die Ursache für Fibromyalgie ist sich die Wissenschaft nicht einig. Überraschend ist dieser Befund für chronische Schmerzen letztlich allemal.

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