Hämorrhoiden: Hausmittel für zu Hause

Ernährung, Salben und Co.: Hämorrhoiden-Hausmittel können die Beschwerden eindämmen - und auch vorbeugen. Wir verraten dir die besten Mittel und Wege. 

Ursachen und Hämorrhoiden-Hausmittel

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden (auch: Hämorriden). Nämlich das sogenannte Hämorrhoidal-Geflecht nahe dem Darmausgang: dieses gut durchblutete ringförmige Gewebepolster hat die Aufgabe, den Enddarm sicher nach außen abzudichten. Zum Hämorrhoidenleiden kommt es, wenn die Polster krankhaft vergrößert sind. Das passiert, wenn auf die Blutgefäße längere Zeit Druck ausgeübt wird, das Blut nicht mehr abfließen kann, die Adern sich erweitern und das Bindegewebe sozusagen ausleiert. Als Ursache dafür, dass sich das Polster knotig vergrößert, gilt zu starkes Pressen bzw. Nachpressen beim Stuhlgang. Das kann besonders bei (chronischer) Verstopfung der Fall sein.

Hämorrhoiden: die Symptome

  • Nässe im Analbereich
  • Toilettendrang vorhanden trotz Stuhlgang
  • Druckgefühl
  • Nachschmieren von Stuhl
  • Spuren von hellrotem Blut beim Stuhlgang
  • Brennende Schmerzen und Juckreiz am After

Hämorrhoiden: Hausmittel für zu Hause

Ballaststroffreich essen

Ballaststoffreiche Ernährung macht den Stuhl weicher und kann Verstopfungen vorbeugen. Zu den geeigneten Lebensmitteln zählen Vollkornprodukte, Leinsamen, Flohsamen, Gemüse und Obst. Auch Oliven- oder Leinöl fördert die Verdauung. Dazu nach der Mahlzeit einen Esslöffel davon zu sich nehmen.

Flüssigkeitsaufnahme

Nur mit ausreichend Flüssigkeit kann der Darm richtig funktionieren. Gerade bei ballaststoffreicher Ernährung ist viel trinken wichtig. Dadurch können die Quellstoffe im Darm gut aufquellen und so überhaupt wirken. Ansonsten ist auch hier das Risiko hoch Verstopfung zu bekommen.

Viel Bewegung

Bewegung unterstützt den Darm, indem die leichten Muskelbewegungen den Darminhalt weiter befördern. Ohne sportliche Aktivität wird der Darm träge und Verstopfung droht.

Kissen

Ein Hämorrhoiden-Kissen ist bei Schmerzen durchaus sinnvoll. Dieser aufblasbare Ring belastet beim Sitzen die betroffene Region nicht.

Sitzbad

Besonders bei nässenden Hämorrhoiden und Juckreiz, bietet ein Sitzbad wohltuende Linderung. Dazu sind Sitzbäder mit entzündungshemmenden Gerbstoffen wie zum Beispiel Eichenrindenextrakt (z. B. aus der Apotheke) geeignet.

Abduschen

Nach dem Stuhlgang den After kurz mit kaltem Wasser abduschen und vorsichtig trocken tupfen.

Ringelblumensalbe

Auch die Ringelblume (Calendula) wirkt entzündungshemmend, fördert die Wundheilung und pflegt die gereizten Schleimhäute.

Andere Salben

Bei einem Hämorrhoidalleiden kann auch eine Behandlung mit anderen Salben helfen, die folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Zinkoxid
  • Hamamelis
  • Tannine (z. B. Eichenrinde)
  • Lidocain & Cortison (beides verschreibungspflichtig)

Beachte dabei, dass Cremes und Salben zwar lindern, aber nicht heilen. Um schlimmere Ursachen – also andere Krankheiten – auszuschließen, ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.

Hämorrhoiden-Hausmittel: Dinge, die du meiden solltest

Abführmittel

Bei Abführmitteln ist Vorsicht geboten, da sie – nach längerer Einnahme – den Darm träge machen können und somit wieder Verstopfung droht. Lebensmittel wie Sauerkraut und Trockenpflaumen wirken auf natürliche Weise abführend. 

Stopfende Lebensmittel

Stopfendes Essen, wie z. B. Süßigkeiten und Weißmehlprodukte, sind ebenfalls schlecht für den Darm.

Kaffee und scharfes Essen

Beides kann beim Verlassen des Darms die Schleimhaut reizen – alles andere als angenehm bei einem Hämorrhoidalleiden.

Alkohol

Alkohol regt die Durchblutung an, was dazu führt, dass die Hämorrhoiden weiter anschwellen und sich die Beschwerden verschlimmern.

Feuchtes Toilettenpapier

Das feuchte Toilettenpapier kann durch seine Zusatzstoffe die Hämorrhoiden weiter reizen – daher weg lassen und lieber einen feuchten Lappen nehmen.

Das begünstigt Hämorrhoiden

Verstopfung

Es ist bereits mehrfach angeklungen: Verstopfungen begünstigen Hämorrhoiden-Beschwerden durch zu starkes Pressen beim Stuhlgang.

Bindegewebsschwäche

Eine angeborene Bindegewebsschwäche führt zur Erschlaffung der Schließmuskeln. Das betrifft allerdings nur einen geringen Prozentsatz der Betroffenen.

Bewegungsmangel

Langes Sitzen und generell wenig Bewegung sind schlecht für den Darm. Daher ist es wichtig, Ausgleich zu schaffen und die Darmbewegung zu fördern, sodass der Darm nicht träge wird.

Übergewicht

Übergewicht ist eine Belastung für den Beckenboden: das Gewicht drückt auf den Enddarm und erschwert den Blutkreislauf – dadurch können sich die Gefäße im Analbereich vergrößern. Auch wenn es nicht von heute auf morgen geht: Abnehmen durch gesunde Ernährung und Sport ist der beste Weg.  

Was wir essen, spielt für unsere Gesundheit eine große Rolle. Doch kann die richtige Ernährung wirklich heilen? Wichtig ist auf jeden Fall, sich auf lange Sicht gut zu ernähren. Solltest du (dennoch) unter Darmträgheit leiden, findest du hier Hausmittel gegen Verstopfung. Auch diese acht Hausmittel solltest du kennen - sie helfen bei vielen Alltagsbeschwerden.

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jd
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