Handystrahlung: Das kannst du gegen Elektrosmog tun!

Wie schädlich sind unsere Smartphones wirklich? So lange nicht bewiesen ist, dass ihre Strahlung unschädlich ist, heißt es Vorsorgen. Wir geben Tipps, wie ihr eure tägliche Strahlendosis verringern könnt.

Gesundheitsrisiko Handy: So schützt du dich richtig vor möglichen Gefahren
Letztes Video wiederholen


Über potenzielle Gesundheitsrisiken durch Mobiltelefone herrscht in der Wissenschaft trotz zahlreicher Untersuchungen große Uneinigkeit - und das wird wohl noch eine Weile so bleiben. Deshalb ist es sinnvoll, sich möglichst wenig Strahlung auszusetzen, bis geklärt ist, ob und wie sich die hochfrequenten, elektromagnetischen Strahlen auf den Körper auswirken. Dies empfiehlt sowohl das "Bundesamt für Strahlenschutz" (BfS) als auch die "Deutsche Strahlenschutz- kommission" (SSK).

Der Elektrosmog, der durch die Benutzung von Smartphones entsteht, steht zwar im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Wissenschaftlich bewiesen ist dies allerdings nicht. Sicher ist, dass das Telefonieren mit dem Handy "thermische Effekte" auf den Körper, insbesondere das Gehirn und die Augen, hat - die Mobilfunkstrahlen heizen das menschliche Gewebe auf. Um Gesundheitsgefahren durch eine Erwärmung möglichst auszuschließen, müssen Handys deshalb den gesetzlich festgelegten "SAR-Grenzwert" einhalten. Der SAR-Wert gibt an, wie viel Wärme der Körper beim Telefonieren aufnimmt. In Deutschland liegt der erlaubte Höchstwert bei 2 Watt/Kilogramm. Trotzdem wurde im Sommer 2002 der Blaue Engel für Handys ins Leben gerufen, der den viel niedrigeren SAR-Wert von 0,6 W/Kg garantiert. Dieses Umweltsiegel wird von den Herstellern allerdings boykottiert.

Doch es gibt auch deutliche Hinweise auf so genannte nicht-thermische Effekte des Mobilfunks. Die Handy-Strahlung steht im Verdacht, das Erbgut zu verändern, Tumore und Krebs auszulösen und Schlaf- und Konzentrationsstörungen zu verursachen. Ebenso gibt es Hinweise darauf, dass die Handy-Strahlung unter Umständen Grauen Star, Immunschädigungen, Ohrensausen, Kopfschmerzen und Herzinfarkte auslösen könnte.

So reduziert ihr die Strahlenbelastung

  • Schaltet euer Handy aus, wenn ihr es nicht benutzt
  • Telefoniert nur bei gutem Empfang - an einem schlechten Standort verstärkt das Handy seine Sendeleistung und die Strahlung wird intensiver
  • Tragt euer Smartphone möglichst weit vom Körper entfernt - nicht am Gürtel oder in der Jackentasche, sondern in der Handtasche oder im Rucksack
  • Wechselt beim Telefonieren ab und zu das Ohr, um die Erwärmung möglichst gering zu halten
  • Benutzet ein Headset - hierdurch wird das Gehirn weniger Strahlung ausgesetzt. An der Antenne ist die Strahlung am intensivsten und ein Headset verringert den Abstand zwischen Kopf und Antenne.
  • Im Auto nur mit einer Außenantenne telefonieren. Ein Auto schirmt die Handy-Strahlung sehr stark ab (Faradayscher Käfig). Dies hat zur Folge, dass ein Handy mit maximaler Sendeleistung arbeiten muss, um den notwendigen Kontakt zur Basisstation herzustellen und zu halten. Das Fenster zu öffnen, bringt übrigens nichts.
  • Wenn es sich vermeiden lässt: Führt keine langen Gespräche mit dem Handy
  • Kauft am besten ein strahlungsarmes Handy. Der relevante Wert ist der "SAR-Wert". Der gesetzliche Grenzwert liegt bei 2 Watt/Kg, das Bundesamt für Strahlenschutz rät aber, sich an einem Wert von 0,6 Watt/Kg zu orientieren. 
  • Schlaft nicht neben dem Handy oder neben einem schnurlosen Festnetz-Telefon - auch letzteres sendet hochfrequente Strahlung aus
sar
Themen in diesem Artikel
Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.