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Hausmittel gegen Insektenstiche Die 7 besten auf einen Blick

Hausmittel gegen Insektenstiche Frau mit Insektenstich am Arm
© goffkein.pro / Shutterstock
Insektenstiche sorgen für unangenehme Symptome. Diese sieben Hausmittel gegen Insektenstiche können die Beschwerden auf sanfte Art lindern.

Was hilft schnell gegen Insektenstiche?

Da hat man einmal kurz nicht aufgepasst – schon wird man von einem Insekt gestochen. Insektenstiche können für unangenehme Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen und Schwellungen sorgen. Zum Glück lässt sich ein Stich von Wespe, Biene und Co. in der Regel aber gut selbst behandeln: Hausmittel gegen Insektenstiche haben wir meist bereits zu Hause und lindern die Beschwerden auf sanfte Art.

Hausmittel gegen Insektenstiche im Überblick

Die Behandlung von Wespenstichen, Mückenstichen oder Bienenstichen ist gar nicht so schwierig. Gegen Schwellungen, Juckreiz, Rötungen und Co. können folgende 7 Hausmittel helfen:

  1. Kühlen: Kühlen ist das perfekte Hausmittel gegen Insektenstiche, da es entzündungshemmend wirkt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Stich zu kühlen: Kalte Kompressen können genauso verwendet werden wie Eiswürfel. Wichtig ist nur, dass der kühlende Gegenstand in ein sauberes Baumwolltuch gewickelt wird und nicht direkt mit der Haut in Berührung kommt – sonst drohen Erfrierungen. Die eingewickelte Kühlhilfe kann etwa zehn Minuten auf die Einstichstelle gelegt werden.
  2. Zitronen- oder Zwiebelscheiben: Gegen Symptome wie den lästigen Juckreiz und auftretende Schwellungen beim Mückenstich hat sich der Saft von Zitronen- und Zwiebelscheiben als Hausmittel bewährt. Man kann die Scheiben einfach leicht auf die Einstichstelle drücken und hin und her reiben, sodass der Saft austritt. Diese Hausmittel gegen Insektenstiche versprechen schnelle Linderung. Alternativ funktionieren übrigens auch Gurkenscheiben.
  3. Essigwasser: Auch kalte Umschläge mit Essigwasser helfen gegen Insektenstiche, da sie entzündungshemmend wirken. Außerdem lindert dieses Hausmittel den Juckreiz. Für einen kalten Umschlag mit Essigwasser werden zwei Teile Wasser mit einem Teil Apfelessig gemischt, dann wird ein Baumwolltuch in die Mischung getaucht und dieses anschließend auf die Einstichstelle gelegt.
  4. Ätherische Öle: Ätherische Öle wie Teebaumöl oder Lavendelöl sind ein gutes Hausmittel gegen Juckreiz oder Rötungen, die von einem Mückenstich ausgelöst wurden. Dazu einfach einen Tropfen des Öls auf die Einstichstelle geben.
  5. Salzmischung: Wird etwas Salz mit Wasser gemischt, bis ein zäher Brei entsteht, kann diese Mischung ebenfalls als Hausmittel gegen Insektenstiche eingesetzt werden. Das Salz wird direkt auf den Stich gegeben.
  6. Heißer Löffel: Nicht nur Kälte hilft gegen Insektenstiche, auch Wärme kann die Symptome lindern. Besonders hilfreich ist der sogenannte heiße Löffel. Dazu wird ein Löffel über einem Wasserbad kurz erwärmt und für etwa 10 Sekunden auf die Einstichstelle gedrückt. Wichtig: der Löffel darf nicht zu heiß sein, damit keine Verbrennungen entstehen. Durch die Wärme schließen sich die Poren der Haut, die Einstichstelle wird desinfiziert und der Juckreiz lässt nach.
  7. Würfelzucker: Gegen das Gift von einem Bienenstich oder Wespenstich hilft tatsächlich auch Zucker als Hausmittel. Dazu feuchtet man ein Stück Würfelzucker an und legt es auf den Stich – das Gift wird so neutralisiert.

Wichtig: Gerade bei Juckreiz hat man oft den Drang, die betroffene Stelle zu kratzen. Das sollten wir aber definitiv lassen – das Jucken lässt dadurch zum einen nur kurzfristig nach, zum anderen können so schlimmstenfalls Bakterien in die Wunde gelangen. Allerdings lässt sich das Gehirn ein wenig austricksen: Wer unmittelbar neben der Einstichstelle kratzt, wird ebenfalls das Gefühl haben, dass der Juckreiz nachlässt.

Ebenfalls wichtig: Bei einer vorliegenden Allergie gegen Insektenstiche sollte man sich nicht nur auf Hausmittel verlassen, sondern den Stich im Zweifel auch immer vom Arzt begutachten lassen.

Insektenstiche im Mund: Können Hausmittel hier Linderung verschaffen?

Insektenstiche im Mund sind mit äußerster Vorsicht zu behandeln, denn schlimmstenfalls können sie lebensgefährlich werden. Durch den Stich kann die Schleimhaut anschwellen, was das Atmen erschwert. Der Betroffene sollte beruhigt werden und nach Möglichkeit etwas Eis oder einen Eiswürfel lutschen, um die Schwellung zu reduzieren. Auch ein kalter Umschlag um den Hals kann helfen. In jedem Fall sollte unverzüglich der Notarzt gerufen werden!

Wespenstiche, Mückenstiche, Bienenstiche und Co.: Kann ich Insektenstichen vorbeugen?

Damit Hausmittel gegen Insektenstiche gar nicht erst zum Einsatz kommen oder wir sogar den Arzt aufsuchen müssen, helfen einige Tipps dabei, einem Stich vorzubeugen. Zu diesen Tipps zählen:

  • Die richtige Kleidung: Festen Stoff können Insekten wie Mücken schwerer durchdringen. Im Sommer hilft beispielsweise luftiges Leinen. Außerdem vermeiden Insekten helle Untergründe – dementsprechend hilft helle Kleidung allgemein, um sich die Blutsauger vom Leib zu halten.
  • Pflanzenöl: Lavendel-, Nelken- und Zitronenöl (zum Beispiel aus der Apotheke) enthalten Duftstoffe, die Insekten nicht mögen. Wer also beispielsweise etwas Lavendel auf dem Balkon pflanzt, hat vor Wespen, Bienen und Mücken Ruhe.
  • Licht löschen: Vor dem Schlafengehen sollte man unbedingt die Wohnung noch mal für etwa fünf Minuten Stoßlüften. Licht zieht allerdings Insekten an – bevor man die Fenster aufreißt, sollte man also unbedingt das Licht ausmachen.

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Quellen

Przybilla, B., Ruëff, F.: Insect stings: clinical features and management, Deutsches Ärzteblatt Int 2012; 109(13): 238-48

Allergieinformationsdienst: www.allergieinformationsdienst.de

Francikowski et al. Commercially Available Essential Oil Formulas as Repellents Against the Stored-Product Pest Alphitobius diaperinus. Insects. 2019 Apr; 10(4): 96. Published online 2019 Apr 1. doi: 10.3390/insects10040096


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