Hausmittel gegen Kopfschmerzen: Das hilft!

Hausmittel gegen Kopfschmerzen können eine sanfte Alternative sein, wenn der Kopf mal wieder pocht. So wirst du Kopfschmerzen ohne Medikamente los!

Kopfschmerzen: Ein häufiges Übel

Es sticht, hämmert oder drückt: Rund 54 Millionen Deutsche leiden immer mal wieder oder sogar dauerhaft unter Kopfschmerzen. Die Ursachen sind ebenso vielfältig wie die Kopfschmerzarten: Rund 200 verschiedene Varianten gibt es, vom Spannungskopfschmerz bis hin zur Migräne. Wegen der vielen möglichen Auslöser sollten eine Migräne und Kopfschmerzen, die sehr stark oder ungewohnt lang anhalten, immer ärztlich abgeklärt werden. Leichte bis mittlere Beschwerden, die immer mal wieder aus bekannten und vergleichsweise harmlosen Gründen wie nach einem stressigen Arbeitstag auftreten, kann man dagegen auch durch Hausmittel gegen Kopfschmerzen behandeln.

Hausmittel gegen Kopfschmerzen: Was wirklich hilft

Je nachdem wo der Schmerz im Kopf sitzt und welche Auslöser vorhanden sind, können folgende Hausmittel gegen Kopfschmerzen helfen:

  • Wasser trinken: Klingt simpel und ist es auch! Oft steckt hinter leichten Kopfschmerzen ein Flüssigkeitsmangel. Trinke also als erstes am besten immer ein großes Glas Wasser und prüfe, ob die Schmerzen nach etwa 15 Minuten weniger geworden sind.
  • Wärme: Vor allem bei Spannungskopfschmerzen kann Wärme helfen, da sie die Muskeln entspannt. Dazu legt man beispielsweise ein Kirschkernkissen in den Nacken oder klebt ein Wärmepflaster auf. Die oft empfohlenen Ganzkörperbäder sind eher keine so gute Idee: Dadurch kann der Blutdruck fallen, was gerade Spannungskopfschmerzen noch verstärken kann. Gegen warme Fußbäder oder Wechselduschen gibt es dagegen nichts einzuwenden.
  • Kälte: Bei einem Pochen in der Schläfe, wie es zum Beispiel oft nach langer anstrengender Arbeit am PC auftritt, hat sich dagegen Kälte bewährt. Zum Beispiel lindert ein kühler Waschlappen auf der Stirn die Kopfschmerzen – dabei am besten kurz hinlegen und auf die Atmung konzentrieren.
  • Pfefferminze: Schon in den 90er Jahren belegte eine Studie, dass der Einsatz von Pfefferminzöl genauso gut bei Kopfschmerzen helfen kann wie typische Schmerzmittel. Am besten eignet sich verdünntes Minzöl – Apotheken haben oft Produkte, bei denen der Pfefferminz-Anteil bei zehn Prozent liegt. Für die beste Wirkung gegen Kopfschmerzen einfach alle 15 Minuten das Öl großzügig auf die Stirn und die Schläfen auftragen – oft stellt sich schon nach einer Viertelstunde eine deutliche Besserung ein.
  • Ingwer: Du hast kein Problem mit Schärfe? Dann kaue doch bei Kopfschmerzen mal auf einem Stück Ingwer herum. In der Knolle stecken nämlich verschiedene schmerzstillende und entspannende Inhaltsstoffe, die bei einem hämmernden Schädel helfen können.
  • Zimt: Auch ein Brei aus Zimt und etwas Wasser soll wegen seinen entspannenden Inhaltsstoffen bei Kopfschmerzen helfen können. Dazu wird ein Teelöffel gemahlener Zimt mit etwas Wasser vermischt, der Brei auf ein Tuch gestrichen und dieses 15 Minuten auf die Stirn gelegt.
  • Vanille: Vanille enthält das ätherische Öl Eugenol, das schmerzlindernd wirkt und die Blutgefäße weitet – das macht sie zu einem guten Hausmittel gegen Kopfschmerzen. Entweder wird etwas natürliches Vanilleöl dafür in Duftlampen eingesetzt und so über die Raumluft eingeatmet (eignet sich nur, wenn keine Babys oder Kleinkinder im Haus sind). Alternativ kann man einen Teelöffel natürlichen Vanilleextrakt in einem Glas Wasser vermischen und dieses langsam trinken.
  • Kräutertee: Es gibt noch mehr Pflanzen, die bei Kopfschmerzen helfen können. Dazu zählen zum Beispiel Rosenblüten, Lavendel, Weidenrinde, Melisse oder Mädesüß – die meisten bekommt man getrocknet in der Apotheke. In der Regel werden die getrockneten Pflanzen mit kochendem Wasser übergossen und nach zehn Minuten abgeseiht. Dann muss der Tee in kleinen Schlucken getrunken werden.
  • Koffein: Viele Kopfschmerz-Patienten schwören auf eine starke Tasse Kaffee gegen die Beschwerden. Denn das enthaltene Koffein hemmt die sogenannten Prostaglandine – Botenstoffe, die unter anderem daran beteiligt sind, Schmerz freizusetzen.
  • Bewegung: Auch wenn man sich mit Kopfschmerzen wohl meistens am liebsten im Bett verkriechen möchte: Gerade bei Spannungskopfschmerzen kann ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft Wunder wirken, denn dadurch wird die Durchblutung verbessert. 

Noch mehr Tipps gefällig? Zusätzlich kann eine gesunde Ernährung bestehend aus vielen Ballaststoffen (z. B. in Vollkorn), Obst, Gemüse, Fisch, ein paar Milchprodukten und magerem Fleisch dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu Kopfschmerzen kommt.

Kopfschmerzen

Wann sollte ich mit meinen Kopfschmerzen zum Arzt?

Wie gesagt, lassen sich nicht alle Kopfschmerzen durch Hausmittel behandeln. In folgenden Fällen sind sie ein Fall für den Arzt:

  • Es kommt zu weiteren Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, Gelenkschmerzen, Sehstörungen, Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen.
  • Es besteht der Verdacht, dass die Schmerzen durch eine Sehschwäche oder durch eine Fehlbelastung des Kiefers entstehen.
  • Die Kopfschmerzen werden immer stärker und treten immer häufiger auf.

Achtung, Notfall!

Bei diesen Fällen sollte sofort der Notarzt gerufen werden:

  • Es kommt durch Stürze, Schläge gegen den Kopf oder Ähnliches zu den Beschwerden.
  • Zusätzlich tritt ein steifer Nacken und / oder Fieber auf. Das kann auf eine Hirnhautentzündung hindeuten.
  • Es kommt zum "Donnerschlagskopfschmerz": Dieser tritt sehr plötzlich und extrem stark auf und wird oft von Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und / oder Erbrechen begleitet. Es könnte eine Hirnblutung vorliegen, die extrem gefährlich werden kann.

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