Heilerde: Wirkung und Anwendung des Naturproduktes

Heilerde ist ein altbekanntes Naturheilmittel. Welche Wirkung Heilerde hat und bei welchen Beschwerden es angewendet werden kann, erfährst du hier!

Was ist Heilerde?

  • Bei Heilerde handelt es sich um ein mineralisches Pulver, das vielfach in der Naturmedizin Anwendung findet. Gewonnen wird das Naturprodukt aus fein vermahlenen Löss. Dabei handelt es sich um kalkhaltige Ablagerungen, die sich während der Eiszeit gebildet haben. Heilerde kann je nach Abbaugebiet eine unterschiedliche Zusammensetzung der Mineralien und Spurenelemente aufweisen. Unter anderem sind Magnesium-, Kalzium-, Aluminium und Natriumsalze sowie Kieselsäure, Silizium, Eisenoxid, Phosphate und Manganverbindungen vertreten. 
  • Um Heilerde gezielt anwenden zu können, sollte man darauf achten, dass das Produkt speziell für die jeweils spezifische Anwendung ausgeschrieben ist. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung der verschiedenen Heilerden ist im Allgemeinen nicht grundsätzlich von der gleichen Wirkungsweise auszugehen. Je nach Produkt ist speziell darauf vermerkt, für welches Anwendungsgebiet die Heilerde genutzt werden kann. Heilerde ist in Reformhäusern, Apotheken und Drogerien erhältlich.

Heilerde: Anwendung

  • Heilerde kann äußerlich als Maske, Auflage oder Wickel angewendet und innerlich als Pulver mit reichlich Flüssigkeit vermengt eingenommen werden. Auch Kapseln sind zur innerlichen Anwendung erhältlich.
  • Die äußerliche Anwendung trägt zu einer Verbesserung des Hautbildes bei und wirkt daher bei unreiner Haut, Akne, Mitessern und fettiger Haut sowie fettigen Haaren. Außerdem können Wunden sowie Hautpilzerkrankungen wie die Bartflechte mit dem Naturprodukt behandelt werden. 
  • Eine innerliche Anwendung kommt zum Beispiel bei Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Reizdarm oder Sodbrennen infrage – wobei auch hier die Erde speziell für das jeweilige Anwendungsgebiet ausgeschrieben sein muss.

Heilerde: Wirkung

Äußerliche Wirkung

Die äußerliche Wirkungsweise der Heilerde beruht darauf, dass Talg und Bakterien sowie deren Stoffwechselprodukte auf der Haut gebunden und anschließend mit der Heilerde-Maske abgespült werden. Zudem punkten Heilerde-Produkte mit antibakteriellen Eigenschaften, die zum Beispiel bei Akne die Entzündungen lindern können. Außerdem beruhigt es die Haut und lindert Juckreiz.

Kalte Wickel ziehen die Gefäße zusammen und können wiederum bei Insektenstichen, Verbrennungen sowie Arthrose, Prellungen und rheumatischen Beschwerden angewendet werden. Warme Umschläge kurbeln die Durchblutung an und helfen, Stoffwechselprodukte auszuscheiden. Demnach sind sie unter anderem bei Muskelverspannungen, Gelenkschmerzen oder Hexenschuss sinnvoll.

Innerliche Wirkung

Durch die jeweils verschiedenartige Zusammensetzung der Heilerde-Produkte kann die innerliche Wirkungsweise unterschiedlich ausfallen. Diesbezüglich sollte immer die Gebrauchsinformation studiert werden. Bestimmte Heilerde kann zur Neutralisierung der Magensäure verwendet werden und somit bei Sodbrennen zum Einsatz kommen. Zudem besitzt Heilerde quellfähige Stoffe, weshalb sie Durchfall mildern kann. Die giftstoffbindenden Eigenschaften können ebenso innerlich beispielsweise bei entzündlichen Darmerkrankungen nützlich sein. 

Kritische Stimmen merken jedoch an, dass keine relevanten Studien existieren, die die Wirkung der Heilerde in den jeweiligen Anwendungsgebieten bestätigen. Generell sollte bei anhaltenden Beschwerden immer ein Arzt konsultiert werden!

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Heilerde: Nebenwirkungen

  • Äußerlich können in ganz seltenen Fällen allergische Reaktionen auftreten.
  • Innerlich kann ein Darmverschluss die Folge sein, wenn die Heilerde mit zu wenig Flüssigkeit eingenommen wird.
  • Wird die Heilerde sehr hoch dosiert eingenommen, können die enthaltenen Silikate Nierenentzündungen auslösen. 
  • Menschen, die an Leberinsuffizienz oder Malabsorption leiden, müssen vor der Anwendung der Heilerde Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

Heilerde: Wechselwirkungen

Heilerde sollte nicht parallel in Kombination mit anderen Medikamenten eingenommen werden! Die Medikamente könnten durch die Erde aufgesaugt werden und dadurch nicht an den eigentlichen Wirkungsort gelangen. Dementsprechend sollten ein paar Stunden zwischen der Einnahme der Heilerde und der Medikamente liegen. Nichtsdestotrotz sollte die Anwendung mit dem Arzt oder Apotheker abgesprochen werden, da Wechselwirkungen möglich sind. 

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