Hörsturz-Behandlung: Was wirklich hilft

Ein Hörsturz tritt plötzlich auf, meistens lässt sich keine genaue Ursache feststellen. Wir erklären, welche Hörsturz-Behandlung gegen Beschwerden hilft.

Hörsturz im Überblick

Bei einem Hörsturz kommt es zu einem plötzlichen, meist einseitigen Hörverlust, ohne, dass genaue Ursachen auszumachen sind. Warum er entsteht, ist nicht abschließend geklärt, es gibt aber einige Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen. In den meisten Fällen heilt der Hörsturz, der übrigens im Innenohr entsteht, folgenlos aus. Dennoch sollte man zur Hörsturz-Behandlung immer zeitnah den HNO-Arzt aufsuchen, um die Symptome abzuklären – sonst drohen möglicherweise ein bleibender Tinnitus (Ohrgeräusche) oder Schwerhörigkeit.

Hörsturz-Behandlung: Was macht der Arzt?

Die Therapie beim Hörsturz sollte immer vom Arzt bestimmt werden, um unser Hörvermögen auf lange Sicht zu schützen. In vielen Fällen liegt eine Entzündung im Ohr vor, deshalb kommen bei der Behandlung meist abschwellende und entzündungshemmende Medikamente in Form von Kortison zum Einsatz. Da die Ursachen meist unklar sind, dreht sich die Therapie in der Regel darum, die Symptome zu lindern. 

Wichtig: Es wird längst nicht jede Möglichkeit zur Hörsturz-Behandlung von den Krankenkassen bezahlt. Jeder Patient sollte sich deshalb vom Arzt beraten lassen, welche Therapie sinnvoll ist.

Frau zeigt auf Ohr

Weitere Möglichkeiten der Hörsturz-Behandlung

Stress ist einer der Hauptrisikofaktoren beim Hörsturz – deshalb werden Patienten oft krankgeschrieben, um sich von den Beschwerden zu erholen. Neben der Ruheeinhaltung sollten Betroffene das Rauchen einstellen. Es gibt auch noch weitere Behandlungsmethoden, deren Nutzen aber umstritten oder nicht belegt ist. Dazu zählen:

  • Andere Medikamente: Antivirale Präparate werden immer noch ab und an bei einem Hörsturz angeboten, Studien konnten aber keinen Nutzen belegen. Ähnliches gilt für gefäßweiternde oder durchblutungsfördernde Medikamente – Wirksamkeitsbelege beim Hörsturz fehlen hier, außerdem können durch die Mittel sogar Nebenwirkungen auftreten.
  • Hyperbare Sauerstofftherapie: In einer speziellen Druckkammer atmet der Patient reinen Sauerstoff ein – dadurch soll das Hörvermögen verbessert werden. Auch hier ist die Wirkung beim Hörsturz umstritten.

Wie lange dauert die Hörsturz-Behandlung?

Es gibt keine pauschale Angabe dazu, wann der Hörsturz überstanden ist: Leichte Fälle erledigen sich oft nach ein paar Tagen spontan von allein, ein schwerer Hörsturz kann aber auch lebenslangen Hörverlust nach sich ziehen.

Lese-Tipp: Du bist nicht sicher, ob du einen Hörsturz hast? Hörsturz-Symptome erklären wir hier. Außerdem verraten wir die beste Tinnitus-Behandlung und was bei Rauschen im Ohr hilft.

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