Hühneraugen behandeln und richtig entfernen

Kann man selbst Hühneraugen behandeln oder muss man damit zwangsweise zu einem Arzt? Hier erfährst du alles, was du über Hühneraugen wissen solltest.

Was ist eigentlich ein Hühnerauge?

Bei einem Hühnerauge handelt es sich um eine Verhornung der Haut. Dabei reicht ein Hornhautkegel tief in die Haut hinein und kann so Schmerzen auslösen – meistens sind die Fußsohlen oder -seiten betroffen. Ursache dafür ist Druck oder Reibung, zum Beispiel wegen zu engen Schuhen. Dadurch kann sich der Kegel immer tiefer in die Haut bohren. Deshalb ist es wichtig, den Druck auf ein sich entwickelndes Hühnerauge so schnell wie möglich zu vermindern.

Darf man selbst Hühneraugen behandeln?

Grundsätzlich gilt: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte ein Hühnerauge nur von einem Arzt entfernen lassen. Entwickelt sich das Hühnerauge aber gerade erst oder ist es besonders flach, kann man auch testen, ob man es selbst entfernen kann. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Behandlung: Hühnerauge selbst entfernen – mit diesen Mitteln

Es gibt verschiedene Wege, mit denen man selbst versuchen kann, ein Hühnerauge zu entfernen:

  • Hühneraugenpflaster: Die wohl gängigste Methode, mit der man ein Hühnerauge behandeln kann, ist die Verwendung eines Hühneraugenpflasters. Dabei wird die Hornhaut der Füße zunächst durch ein warmes Fußbad aufgeweicht. Dann wird für zwei bis drei Tage ein Hühneraugenpflaster aufgeklebt. Diese sind mit bestimmten Säuren getränkt, die dabei helfen sollen, die Hornhaut weiter aufzuweichen. Nach einem weiteren Fußbad kann man dann versuchen, das Hühnerauge herauszuheben. Allerdings hilft auch ein Hühneraugenpflaster nicht in jedem Fall: Wenn der Kegel bereits sehr tief sitzt, kann die Säure des Pflasters unter Umständen nicht weit genug in die Hornhaut vordringen.
  • Flüssiges Hühneraugenmittel: Generell funktioniert ein flüssiges Mittel ähnlich wie ein Hühneraugenpflaster, nur dass man über der Stelle, auf der die Lösung aufgetragen wird, noch ein zusätzliches Druckpflaster anbringen muss. Außerdem sollte die umliegende Haut beim Hühnerauge vor der Säure geschützt werden, indem man sie beispielsweise mit Vaseline einschmiert. Die Tinktur wird täglich aufgetragen, auch sollte alle zwei bis drei Tage ein Fußbad durchgeführt werden, bevor man schließlich versuchen kann, das Hühnerauge zu entfernen.
  • Propolistinktur: Ein bekanntes Hausmittel gegen ein Hühnerauge ist die Verwendung von Propolistinktur. Wie bei Hühneraugenpflastern soll die Tinktur die Hornhaut der Füße aufweichen, damit man den schmerzhaften Kegel herausheben kann.
  • Arnika-Tinktur: Die Wirkungsweise mit einer Arnika-Tinktur ist ähnlich wie bei der Propolistinktur. Die Arnika-Tinktur sollte man allerdings mehrmals pro Tag sowie abends vor dem Schlafen auf das Hühnerauge auftragen. Dadurch wird die Hornhaut nach und nach abgetragen, darunter entsteht neue, glatte Haut.

Hühnerauge selbst behandeln: Hände weg von Messern

Betroffene versuchen überraschend häufig, ein Hühnerauge mit einem Messer oder einem anderen scharfen Gegenstand selbst zu entfernen. Das sollte man auf keinen Fall tun – die Wahrscheinlichkeit, sich zu verletzen, ist viel zu hoch. Entstehen offene Wunden, können sich Keime und Bakterien darin sammeln und schlimmstenfalls eine Blutvergiftung auslösen.

Hühnerauge am Fuß: Wann sollte ich zum Fachmann?

Sitzt das Hühnerauge tief in der Haut, ist es bereits länger vorhanden oder schlägt die Behandlung mit einem Hühneraugenpflaster nicht an, kann ein Arzt oder professionelle Fußpflege helfen. Dabei gilt: Je früher man den Fachmann ranlässt, desto unkomplizierter ist das Entfernen. Dabei wird die Hornhaut ebenfalls zunächst aufgeweicht, indem der betroffene Fuß gebadet wird. Dann wird das Hühnerauge Schicht für Schicht abgetragen. Dabei wird ein Wasserstoffperloxid eingesetzt, das auch die tieferen Hautschichten aufweicht. In der Regel ist der ganze Vorgang schmerzfrei.

Kann ich Hühneraugen am Fuß vorbeugen?

Damit man sich gar nicht erst damit befassen muss, wie man Hühneraugen behandeln kann, sollte man ihnen so gut es geht vorbeugen. Dabei können folgende Maßnahmen helfen:

  • Bequeme Schuhe: Da Hühneraugen vor allem durch Druck und Reibung entstehen, sollte auf enge Schuhe verzichtet werden. 
  • Abtragen von Hornhaut: Dass sich Hornhaut an den Füßen bildet, ist grundsätzlich normal. Trotzdem sollte sie abgeschliffen werden, um einem Hühnerauge vorbeugen zu können – zum Beispiel mit einer Hornhautfeile.
  • Feuchtigkeitscreme nutzen: Die Füße brauchen viel Feuchtigkeit. Am besten trägt man jeden Abend etwas Feuchtigkeitscreme auf, bevor man ins Bett geht.

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