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Studie zeigt: In diesen Lebensjahren altern wir besonders stark

In welchen Lebensjahren altert man besonders: Frau steht auf Feld
© simona pilolla 2 / Shutterstock
Klar, Alterung ist etwas sehr Individuelles. Allerdings haben Forscher jetzt herausgefunden, wann das sich das Blutplasma – und damit auch die körperliche Fitness – besonders verändert.

Geht's ab 30 körperlich bergab? Oder fängt's ab 60 erst richtig an? Was für die einen stimmt, ist für die anderen Blödsinn. Logisch, denn jeder von uns hat andere körperliche Voraussetzungen. Genetik, Lebensstil und Krankheit können das gefühlte Alter beispielsweise beeinflussen. 

Wissenschaftler der Stanford Universität haben jetzt herausgefunden, in welchem Alter unser Blutplasma besondere Veränderungen zeigt. Die Studie wurde im "Nature Journal" publiziert. Dafür haben die Forscher 4200 Probanden zwischen 18 und 95 Jahren untersucht. Genauer gesagt nahmen sie mehr als 3000 darin vorkommende Eiweißstoffe unter die Lupe. Ihr Ergebnis: Es gibt drei Altersstufen, in denen die Veränderungen im Blut besonders auffallen: 34, 60 und 78 Jahre.

Was hat nun Eiweiß mit dem Altern zu tun? Bereits in früheren Studien konnte gezeigt werden, dass sich Protein-Veränderungen auf den Alterungsprozess auswirken. Andere Forscher der Stanford Universität hatten beispielsweise bei Mäusen herausgefunden, dass sich Bluttransfusionen von jüngeren Tieren positiv auf die älteren auswirken.

Und was macht man jetzt mit dieser Erkenntnis?

Die Forscher versprechen sich von ihren Erkenntnissen einen medizinischen Fortschritt. Wenn ein Blick auf die Proteine im Blut genügt, um zu sagen, wie weit der Alterungsprozess vorangeschritten ist, dann kann man bestimmte Krankheiten wie Alzheimer oder Herzkreislauf-Erkrankungen früher erkennen und schneller behandeln. 

Die Wissenschaftler machten nämlich folgende Entdeckung: Sie schätzen das Alter von verschiedenen Probanden nur aufgrund der Proteinkonzentration in ihrem Blut. Menschen, die älter waren als geschätzt, waren ungewöhnlich gesund für ihr Alter. Im Umkehrschluss bedeutet das: Menschen, die zwar noch jung sind, aber schon ein "altes" Blut haben, sollte eher mit vorbeugenden Maßnahmen gegen Krankheiten geholfen werden.


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