Warum uns Eiscreme "Hirnfrost" bereiten kann

Ein großer Löffel Schokoeis - schon schießt ein stechender Schmerz in den Kopf. Die meisten Eisliebhaber kennen Kältekopfschmerzen. Wie entsteht das bekannte "Hirnfrost"-Phänomen?

Wenn der Kopf plötzlich eingefroren ist

Die meisten von uns haben ihn schon mal erlebt: den Kältekopfschmerz, der ganz plötzlich kommt und sich nach knapp 20 Sekunden wieder in Luft auflöst. Laut einem Bericht des „British Medical Journal“ verspürt jede dritte Person nach dem Verzehr von kalten Getränken und Speisen den sogenannten "Brainfreeze"-Effekt. Die Schläfen scheinen sich zu verkrampfen, der Kopf hämmert und scheint wie eingefroren zu sein. Doch was genau löst "Hirnfrost" eigentlich aus?

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Wie entsteht der Kältekopfschmerz?

"Hirnfrost" setzt tatsächlich in dem Moment ein, indem die kalte Eiscreme mit den Kapillaren in der Mundhöhle in Berührung kommt. Die Blutgefäße ziehen sich schlagartig zusammen, um einen Verlust der Körpertemperatur zu verhindern. Gleichzeitig setzt unser Organismus alle Hebel in Bewegung, um die plötzliche Kälte auszugleichen – in Form einer Extraportion Blut, das er ins Gehirn pumpt. Der schnelle Blutfluss verursacht eine Art Überdruck in den Blutgefäßen, was sich in Form eines stechenden Schmerzes in der Hirngegend bemerkbar macht.

Wie wir "Brainfreeze" verhindern können

Um einen Kältekopfschmerz zu verhindern, sollte man das Eis so langsam wie möglich essen. Oder zunächst ein wenig im Mund "erwärmen" lassen, bevor man es runterschluckt. Sollte der "Hirnfrost"-Effekt trotzdem eintreten, empfiehlt sich ein Heißgetränk. Auf den Rest des Eisbechers sollte besser verzichtet werden – oder, wie gesagt, nur langsam essen. Schmerztabletten sind in diesem Fall übrigens nicht hilfreich.

jg
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