Kamillentee: Wirkung und Anwendung

Kamille ist eine Heilpflanze mit vielen gesundheitlichen Vorzügen. Hier erfährst du, welche Wirkung Kamillentee hat und wann du ihn anwenden kannst.  

Kamillentee zubereiten: So geht's

  • Gib einen gehäuften Esslöffel getrocknete Kamillenblüten in eine Tasse und gieße sie mit 250 ml kochendem Wasser auf. 
  • Decke die Tasse ab und lasse den Tee zehn Minuten ziehen. Seihe anschließend die Blüten ab. 
  • Verlängere die Ziehzeit, wenn du den Tee im Mund- oder Rachenbereich anwenden möchtest, und lasse ihn anschließend auf eine lauwarme Temperatur abkühlen.

Kamillentee: Wirkung

Kamille zeichnet sich durch ihre krampflösenden, antibakteriellen, entblähenden und reizlindernden Eigenschaften aus. Außerdem beruhigt sie und wirkt pilz-sowie entzündungshemmend. Als Arzneimittel finden die Kamillenblüten Verwendung. Sie enthalten wertvolles ätherisches Öl sowie Flavonoide, die viele positive Eigenschaften haben. Zudem sind in den Kamillenblüten Schleimstoffe enthalten, die im Verdauungstrakt für die Schleimhäute förderlich sind.

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Kamillentee: Anwendung

Kamillenblütentee kann zum Beispiel zum Einsatz kommen bei:

  • Schnupfen oder Husten: Die Inhalation von heißen Kamillentee kann bei Entzündungen der Atemwege angewendet werden. 
  • Magen-Darm-Infektionen und Magenschleimhautentzündungen sowie Magengeschwüre können mit Kamillentee gelindert werden. Der Tee trägt zur Entspannung verkrampfter Muskeln bei. Bei einer Magenschleimhautentzündung soll eine Tasse Tee noch vor dem Frühstück zugeführt werden. 
  • Entzündungen des Zahnfleischs oder vereiterte Mandeln: Aufgrund der entzündungshemmenden Eigenschaften ist Kamillentee auch bei diesen Beschwerden gut geeignet. Aber Achtung: Als Spülung, zum Trinken und Gurgeln ist in diesem Fall nur lauwarmer Tee zu empfehlen, da andernfalls die Hitze die Durchblutung fördert und zur Ausbreitung der Bakterien beiträgt. 
  • Sodbrennen: Die Säureproduktion im Magen wird durch die Kamille neutralisiert, wodurch Sodbrennen abgemildert werden kann. 
  • Schlafstörungen: Kamillentee hat beruhigende Wirkung, reduziert somit auch Stress und hilft Menschen mit Schlafstörungen, sich zu entspannen.
  • Menstruationsbeschwerden, Blähungen und Völlegefühl lassen sich durch den Tee mildern. 
  • Akne: Äußerlich als Gesichtswasser kann der Tee leichte Akne abmildern. 
  • Kleinere Wunden: Schürfwunden könnten sich infizieren – um dies zu verhindern, können Wunden mit abgekühlten Kamillentee gereinigt werden. 
  • Diabetes: Kamillentee kann als zusätzliches Hilfsmittel dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel bei Diabetes zu senken. Der Tee ist allerdings kein Ersatz für ein Medikament!

Achtung: Achte bei der Verwendung auf ökologisch angebaute Echte Kamille (Matricaria chamomilla) oder kaufe den Kamillentee aus der Apotheke, der auf seinen Wirkstoffgehalt überprüft ist. Teebeutel aus dem Supermarkt enthalten nicht die nötige Wirkstoffmenge!

Kamillenblüten: Das musst du beachten

  • Die echte Kamille gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler. Verwende keine Kamille, wenn du eine Allergie gegen Korbblütler hast.
  • Menschen, die unter einer starken Pollenallergie leiden, können allergische Reaktionen durch Kamillenblüten bekommen.
  • Verwende Kamille nicht am oder im Auge – sie könnte eine Bindehautentzündung verursachen.
  • Bei akuten Beschwerden können bis zu drei Tassen Kamillentee pro Tag eingenommen werden. Übermäßig konsumierter Tee kann allerdings unangenehme Überempfindlichkeitsreaktionen wie Übelkeit verursachen. Außerdem kann Kamillentee geringe Mengen der Pflanzengifte Pyrrolizidinalkaloide enthalten, die in einer hohen Dosierung unter anderem krebsauslösend oder erbgutschädigend sein können.
  • Wechselwirkungen sind möglich, wenn du beispielsweise Antidepressiva oder Ibuprofen einnimmst. Auch stehen Warfarin oder Ciclosporin in Verdacht, mit Kamille Wechselwirkungen einzugehen. Eine Absprache mit dem Arzt ist daher sinnvoll. Sprich dich außerdem mit deinem Arzt ab, wenn du stillst, schwanger bist oder Blutverdünner einnimmst!

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