Was dein Baby-Gewicht über dich aussagt

Kann das Baby-Gewicht Auswirkungen auf das spätere Vertrauen haben? Wenn es nach einer neuen Studie aus Dänemark geht, muss diese Frage mit einem klaren "Ja" beantwortet werden.

Studie: Gewicht und Vertrauen hängen zusammen

Die dänischen Politikwissenschaftler Michael Bang Petersen und Lene Aarøe suchten nach einem Zusammenhang zwischen Geburtsgewicht und Vertrauen im Erwachsenalter – und fanden ihn. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Magazin "Psychological Science". Die Kernaussage: Erwachsene mit einem höheren Vertrauenslevel hatten als Baby auch ein höheres Geburtsgewicht. Umgekehrt besaßen die Babys mit geringem Geburtsgewicht als Erwachsene auch ein niedrigeres Vertrauen in die Gesellschaft.

Was die Experten unter einem niedrigen und hohen Gewicht verstehen, bleibt unklar. Das übliche Geburtsgewicht eines Babys liegt hierzulande jedenfalls zwischen 3000 und 4000 Gramm.

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Statement: Was steckt hinter den Ergebnissen?

Wie kommt der Zusammenhang zwischen dem Geburtsgewicht und dem Vertrauen zustande? Und warum gerade dieses Thema? In einem Statement gehen beide Forscher auf diese Fragen ein. "Viele Studien zeigen, dass Erfahrungen aus frühester Kindheit einen Einfluss darauf haben, wie man psychologisch als Erwachsener reagiert. Wir wollten herausfinden, ob auch Erfahrungen im Embryonalstadium einen Einfluss auf psychologische Verhaltensmuster im Erwachsenenalter haben", so Petersen.

Im Rahmen der Studie wurden die Teilnehmer unter anderem befragt, ob sie vorsichtig im Umgang mit anderen seien und ob sie Menschen vertrauen könnten. Die jeweiligen Antworten nahmen die Forscher als Indiz für ein geringes oder hohes Vertrauenslevel. Am Ende konnten Petersen und Aarøe ihre Daten in Zusammenhang mit dem Geburtsgewicht bringen.

Wie Petersen betont, sei soziales Vertrauen extrem wichtig für unsere Gesellschaft. Denn: "Wenn wir unseren Müll sortieren, wenn wir wählen, wenn wir unsere Steuern bezahlen, so ist das alles Ausdruck, wie sehr wir einander vertrauen." Und dieses Vertrauen könne man tatsächlich bis ins Embryonalstadium zurückverfolgen. Es helfe uns zu verstehen, warum sich manche Menschen mehr in die Gesellschaft einbringen als andere.

jg
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