Knoblauch: Wirkung und Inhaltsstoffe

Knoblauch ist bekanntlich sehr gesund und gilt seit Jahrhunderten als Heilpflanze. Wir erklären, welche Wirkung das Heilmittel hat.

Knoblauch – Heilpflanze mit Geschichte 

Knoblauch (Allium sativum) wird seit Jahrhunderten als Heilmittel genutzt. Bereits im alten Ägypten soll es gegen Darmparasiten zum Einsatz gekommen sein. Und im Mittelalter wurde die Pflanze  gegen Infektionen eingesetzt. Ursprünglich kommt die Knolle aus Zentralasien, wird mittlerweile aber weltweit angepflanzt. Warum Knoblauch in der Ernährung eine große Rolle spielt und für die Gesundheit sehr wertvoll ist, erfährst du hier!

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Knoblauch: Wirkung von Allicin

Die heilende Wirkung von Knoblauch liegt hauptsächlich in dem Inhaltsstoff Alliin begründet. Alliin ist eine schwefelhaltige Aminosäure. Sobald die Knoblauchzehe gepresst oder zerkaut wird, wandelt sich Alliin durch das Enzym Alliinase in Allicin um. Der Stoff Allicin ist verantwortlich für den typischen Knoblauchgeruch und den scharfen Geschmack.

Allicin hat folgende Eigenschaften:

  • Antibiotisch, das heißt, es wirkt gegen Bakterien: Die antibiotischen Eigenschaften von Knoblauch können bei bakteriellen Erkrankungen genutzt werden.
  • Leicht antiviral: Grippale Infekte, Entzündungen der Mundschleimhaut oder auch Herpes werden durch Viren verursacht. Knoblauch kann bei der Abwehr gegen diese Viren helfen. 
  • Fungizid: Knoblauch kann sehr wirksam bei Pilzerkrankungen wie Candida eingesetzt werden.

Knoblauch: Weitere Inhaltsstoffe und deren Wirkung

  • Knoblauch enthält viele Vitamine, wie Vitamin A, B und C. Außerdem sind Mineralstoffe sowie Kalium und Selen enthalten. Selen ist ein Spurenelement, das für das Immunsystem, den Stoffwechsel sowie die Schilddrüse von Bedeutung ist. Außerdem sorgt es für gesunde Nägel und gesunde Haut. Aber: Da Knoblauch nur in geringen Mengen zu den Speisen hinzugegeben wird, wird auch nur eine geringe Konzentration an Vitaminen und Mineralstoffen aufgenommen. 
  • Knoblauch enthält sehr viele sekundäre Pflanzenstoffe (vor allem Sulfide), die sich positiv auf verschiedene Stoffwechselprozesse auswirken. Bei Sulfiden handelt es sich um schwefelhaltige Verbindungen, die entzündungshemmend und antimikrobiell wirken. 
  • Diese Schwefelverbindungen können sich positiv auf die Blutfettwerte auswirken. Erhöhte Blutfettwerte können durch Ablagerung zum Gefäßverschluss und somit Herz-Kreislauferkrankungen führen. Ein regelmäßiger Knoblauchverzehr wirkt dem möglicherweise entgegen.  
  • Die sekundären Pflanzenstoffe im Knoblauch sollen außerdem die Entstehung von Tumoren behindern. Das liegt an ihrer antioxidativen Wirkung, durch die sie freie Radikale neutralisieren. Freie Radikale wirken andernfalls zellschädigend und können Zellen entarten lassen.
  • Knoblauch fördert die Durchblutung, erweitert die Gefäße und wirkt leicht blutdrucksenkend. Die Heilpflanze beugt außerdem Thrombosen (Blutgerinnseln) vor.

Knoblauch: Anwendung

Um verschiedenen Krankheiten vorzubeugen, muss die Heilpflanze regelmäßig gegessen werden. Es wird empfohlen, den Knoblauch vor der Verwendung zu zerdrücken und zehn Minuten ruhen zu lassen. So kann sich der Stoff Allicin bilden. Beim Kochen soll der Knoblauch nur wenige Minuten mitgegart werden, da die Schwefelverbindungen hitzeempfindlich sind.

Wer den Geschmack der Knolle als unangenehm empfindet, kann auch Fertigpräparate zum Beispiel in Form von Dragees, Kapseln oder Tabletten aus der Apotheke nutzen. 

Knoblauch: Nebenwirkungen

  • Ein oftmals als unangenehm empfundener Atem und Geruch der Haut
  • Magenbeschwerden
  • Sodbrennen
  • Allergische Reaktionen
  • Kreislauf-Reaktionen durch blutdrucksenkende Wirkung des Knoblauchs

Achtung: Werden Wirkstoffe gegen HIV (Saquinavir) oder Mittel zur Blutverdünnung und Blutdrucksenkung eingenommen, muss die Anwendung von Knoblauch vorher mit dem Arzt abgesprochen werden. 

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