Krampfadern entfernen: Methoden und Kosten

Nicht immer muss man Krampfadern entfernen lassen. Falls es doch nötig wird, erhältst du hier einen Überblick über die möglichen Methoden und Kosten.

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Krampfadern entfernen: Muss das immer sein?

Ob man Krampfadern entfernen muss, hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab – oft sind Krampfadern ("Varizen") harmlos und bedürfen keiner Behandlung. Ausschlaggebend ist in den meisten Fällen, welche Art von Krampfader vorliegt, wie weit die Erkrankung vorangeschritten ist und wie sehr Betroffene unter der Krampfader leiden. Es gibt sowohl eine operative Behandlungsmöglichkeit als auch konservative Therapien ohne Operation.

Wenn du Krampfadern entfernen lassen willst, solltest du dich an einen Spezialisten wenden. Dafür kommt entweder ein Facharzt für Phlebologie oder ein Gefäßchirurge infrage. Der Experte prüft via Ultraschall oder durch Gefäßröntgen, ob eine Operation notwendig ist. Das ist immer dann der Fall, wenn die von der Krampfader betroffenen Venen durch die Stauung sehr ausgesackt sind und nicht mehr richtig funktionieren. Dabei spielt zum Beispiel eine Rolle, ob die Krampfader nur oberflächlich oder ob das tiefe Venensystem auch betroffen ist. Muss die Krampfader nicht zwangsweise entfernt werden, können konservative Behandlungen wie Massagen, Medikamente oder das Tragen von Kompressionsstrümpfen helfen.

Krampfadern entfernen: Diese Methoden gibt es gegen Beschwerden

Folgende Verfahren eignen sich, wenn man Krampfadern entfernen möchte:

  • Varizen-OP: Wenn man Krampfadern entfernen möchte, kann ein minimal-invasiver Eingriff dafür in Frage kommen. Dabei wird die Stammvene zum Beispiel ganz oder teilweise "gezogen" ("Stripping"). Die Operation kann stationär oder ambulant durchgeführt werden. Eine weitere OP-Variante: Bei der sogenannten CHIVA-Methode bindet der Arzt die kranken Venenbestandteile ab, woraufhin sie sich oft von alleine zurück entwickeln. Zusätzlich sollte die Patientin für vier bis fünf Wochen Kompressionsstrümpfe tragen, um eine mögliche Thrombose zu verhindern. Das Verfahren eignet sich nur bei leichten Krampfadern.
  • Verödung: Bei einer Verödung werden die Venenwände der Krampfader künstlich entzündet – bis die Krampfader tatsächlich verödet, können jedoch mehrere Sitzungen nötig sein. Die Patientin sollte anschließend für einige Tage Kompressionsstrümpfe tragen. Ein Problem: Wenn die Betroffene zu Krampfadern neigt, können sich nach ein paar Jahren neue bemerkbar machen.
  • Lasertherapie: Mithilfe eines Lasers und unter örtlicher Betäubung werden Krampfadern erhitzt, woraufhin sie sich verschließen können. Anschließend vernarben sie und können vom Körper abgebaut werden. Dabei muss die Patientin vier Wochen lang Kompressionsstrümpfe tragen.
  • Externe Valvuloplastie: Bei diesem Eingriff für sehr leichte Krampfadern verengt der Arzt die große Vene der Leiste, um ihren Umfang zu verringern. Dadurch wird die Funktion der Venenklappen indirekt wiederhergestellt und die Vene muss nicht entfernt werden.

Krampfadern entfernen: Mit welchen Kosten müssen Patienten rechnen?

Welche Kosten entstehen, wenn man Krampfadern entfernen lassen will, ist individuell sehr verschieden. Die Kosten hängen in erster Linie davon ab, welche Behandlung durchgeführt wird und wie schwer die Erkrankung ist. Krampfader-Therapien werden in der Regel von privaten und gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, eine Besenreiser-OP dagegen gilt als kosmetischer Eingriff, für den man die Kosten meist selbst tragen muss.

Tipps für den Alltag: So beugst du Krampfadern vor

Es gibt eine genetische Veranlagung für Krampfadern. Um das Risiko für die Entwicklung einer Krampfader zu vermindern, helfen folgende Tipps:

  • Durchblutung anregen mithilfe von Wechselduschen oder Kneippbädern.
  • Auf Bewegung achten, zur Vermeidung von Krampfadern eignen sich besonders Ausdauersportarten.
  • Übergewicht sollte vermieden werden, da dieses den Blutstrom beeinträchtigen kann.
  • Die Beine öfter hochlegen, damit das Blut nicht gegen die Schwerkraft arbeiten muss.
  • Langes Stehen oder Sitzen begünstigt den Blutstau – beides sollte besser weitestgehend vermieden werden.
Wibbitz

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